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Sonntag, 17. Dezember 2017

Windkraftanlagen:
Auch ohne ISDN am Netz bleiben


[13.4.2017] Windräder und Windparks stehen durch die bevorstehende Abschaltung von ISDN und analogen Netzen vor großen Herausforderungen. Die ALL-IP-Box kann laut der Herstellerfirma wpd windmanager die Kommunikation auch nach der Telekom-Umstellung aufrecht halten.

Die ALL-IP-Box der Firma wpd windmanager erlaubt eine Anbindung von Windparks auch nach Abschaltung des Telefonanschlusses. Die Abschaltung von ISDN und analogen Netzen schwebt bereits seit Jahren wie ein Damoklesschwert über der deutschen Netzinfrastruktur. Immer mehr Betreiber von Windparks erhalten Benachrichtigungen mit genauen Abschaltterminen. Vor allem ältere Parks stellt dies vor große Herausforderungen, da für ihre Fernsteuerung die Einwahl über Modem und analogen Anschluss erforderlich ist. Ohne Analog- oder ISDN-Verbindung haben die Betreiber keinen Zugriff mehr auf die Betriebsdaten und können auch Status und Zustand der Anlagen nicht weiter einsehen.
Aber: es ist Abhilfe in Sicht. Der Betriebsführer von Windparks wpd windmanager bietet jetzt mit der ALL-IP-Box eine einfache und herstellerunabhängige Lösung für die Aufrechterhaltung der Kommunikation an. Christian Peinemann, Technischer Manager und Ansprechpartner für die ALL-IP-Umstellung bei wpd windmanager, erläutert: „Mit unserer ALL-IP-Box halten wir die Kommunikation eines Windparks auch nach der Telekom-Umstellung aufrecht. Die Box ersetzt das vorhandene Modem und übernimmt dessen Funktionen. Dabei sind nur minimale Anpassungen notwendig.“ Die Lösung simuliert dem DOS-basierenden Rechner im Windpark ein virtuelles Modem, was es dem Rechner ermöglicht, weiterhin mit den bekannten ATD-Befehlsstrukturen zu arbeiten. Dabei schlägt die installierte Software die Brücke zwischen der Einwahl über eine IP-fähige Schnittstelle und der Anbindung zum PC. Laut dem Unternehmen sorgen zudem Überwachungs- und Selbstheilungsfunktionen innerhalb der ALL-IP-Box für einen reibungslosen und wartungsarmen Betrieb des Gerätes.
Die Software übernimmt nach Angaben von wpd windmanager außerdem die Rechteverwaltung und Priorisierung von Teilnehmern und Meldungen. Dies sei wichtig, damit der Anschluss im Bedarfsfall nicht von einem weniger relevanten Prozess blockiert wird. „Fährt eine Anlage beispielsweise während der Datenabfrage durch unsere Windpark-Management-Software Rotorsoft einen Fehler, wäre die Leitung bereits belegt und ein zuständiges Serviceunternehmen könnte sich nicht in die betroffene Anlage einwählen“, so Peinemann. Durch eine entsprechende Rechtevergabe könne jedoch die Verbindung für Rotorsoft unterbrochen und dem Serviceunternehmen ein vorrangiger Zugriff eingeräumt werden.
Auch für die notwendige Sicherheit ist gesorgt. So wird die Windpark-Kommunikation mithilfe von geschützten Netzwerkverbindungen abgesichert, die auf einem zentralen, bei wpd windmanager in Bremen platzierten, hochverfügbaren Sicherheitsgateway auflaufen und verwaltet werden. Michael Tenten, Leiter der IT-Abteilung bei wpd windmanager, erklärt die Vorgehensweise: „Möchte sich ein Teilnehmer mit einem Park verbinden, muss er den Weg über unser Sicherheitsgateway gehen. Dort identifizieren wir dann den Teilnehmer und tunneln ihn bei vorhandener Berechtigung zu der ALL-IP-Box im Windpark durch.“
Dabei ist die Software in verschiedenen Ausführungen und für unterschiedliche Anbindungsarten erhältlich. So lässt sich mit der ALL-IP-Box nach Abschaltung des Telefonanschlusses die Anbindung über ADSL, VDSL oder LTE realisieren. Auch ein Parallelbetrieb etwa von DSL und LTE ist möglich, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen. (me)

www.windmanager.de

Stichwörter: Informationstechnik, Windenergie, wpd windmanager

Bildquelle: wpd windmanager

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