Sonntag, 21. Januar 2018
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Geothermie > Erkundung per Echolot

Stadtwerke München:
Erkundung per Echolot


[29.10.2015] Auf der Suche nach geeigneten Geothermie-Standorten führen die Stadtwerke München in den kommenden Wochen umfangreiche seismische Messungen durch.

Vibro-Fahrzeug: Die Stadtwerke München führen in den nächsten Wochen umfangreiche seismische Messungen durch. Die bayerische Landeshauptstadt soll nach Plänen der Stadtwerke München (SWM) die erste deutsche Großstadt werden, in der Fernwärme zu 100 Prozent aus regenerativen Energien gewonnen wird. Einen wesentlichen Beitrag dazu soll die Geothermie liefern. Die Realisierung dieser Vision haben die SWM kürzlich mit dem Start der Bohrarbeiten für die Geothermieanlage in Freiham begonnen (wir berichteten). Wie der kommunale Versorger meldet, folgt nun der zweite Schritt: Um geeignete Standorte für weitere Geothermieanlagen zu finden, führen die SWM in den kommenden Wochen umfangreiche seismische Messungen durch.
Denn: Unter München befindet sich ein gewaltiges Heißwasservorkommen, dessen Wärme sich zum umweltfreundlichen Heizen nutzen lässt. Im Süden der Isar-Metropole werden für die Thermalwasservorkommen Temperaturen um 100 Grad Celsius erwartet. Mittels einzelner Messlinien (2D-Seismik) haben die SWM bereits erkundet, dass die Thermalwasservorkommen in Tiefen ab 2.200 Metern bis 3.200 Metern liegen. Auf der Suche nach den besten Standorten für den weiteren Geothermieausbau wollen die SWM mit einem umfangreichen Raster aus mehreren Messlinien (großflächige 3D-Seismik und weitere einzelne 2D-Messlinien) nun die genaue Lage der Thermalwasserschichten erkunden. Dazu wird der Untergrund ähnlich wie mit einem Echolot untersucht. Nach Angaben der Stadtwerke München könnten im Bereich des SWM-Fernwärmenetzes bis zu 16 Geothermieanlagen gebaut werden. (al)

www.swm.de

Stichwörter: Geothermie, Stadtwerke München

Bildquelle: SWM

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Diehl

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Geothermie

Aachen: Thermalquelle heizt Gebäude
[24.11.2017] Eine heiße Quelle heizt nun Gebäude im Aachener Stadtteil Burtscheid. Im Endausbau sollen fast fünf Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr per Wärmetauscher gewonnen werden. mehr...
Quellraum der Landesbadquelle, die nun für die Wärmeversorgung genutzt wird.
Stadtwerke München: Kooperation mit IEP
[22.11.2017] Die Stadtwerke München und das Unternehmen IEP, eine Tochtergesellschaft der Gemeinde Pullach, wollen ihre Fernwärmenetze verbinden und gemeinsam Projekte der Tiefen Geothermie entwickeln. mehr...
Helge-Uve Braun (l.), Technischer Geschäftsführer der SWM, und Helmut Mangold, Geschäftsführer IEP, unterzeichnen die Absichtserklärung.
GeoTHERM 2018: Simultandolmetschen inklusive
[18.10.2017] In internationaler Atmosphäre trifft sich auch im kommenden Jahr die Geothermiewelt in Offenburg (1. - 2. März 2018) zur Kongressmesse GeoTHERM. mehr...
Praxisforum Geothermie.Bayern: Nachbericht 2017
[2.10.2017] Wirtschaftlichkeit und Risikominimierung waren unter anderem Thema des Praxisforums Geothermie.Bayern. Die Vorträge zu der von Enerchange organisierten Veranstaltung können nun im Internet heruntergeladen werden. Interessierte können sich außerdem bereits für das Praxisforum im Oktober 2018 anmelden. mehr...
Alle Vorträge des Praxisforum Geothermie.Bayern 2017 können über die Website zur Veranstaltung bezogen werden.
Neubrandenburg: Niedertemperaturen im Bestand
[19.9.2017] Dass eine Umstellung von Einzelfeuerstätten oder Hochtemperaturfernwärme auf Niedertemperaturen aus Tiefer Geothermie möglich ist, soll jetzt ein Projekt in Neubrandenburg zeigen. Gefördert wird es vom Bundesumweltministerium mit über vier Millionen Euro. mehr...

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

e-world
KIRCHNER INGENIEURE
31655 Stadthagen
KIRCHNER INGENIEURE
euroLighting GmbH
72202 Nagold
euroLighting GmbH
A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH
VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH

Aktuelle Meldungen