Dienstag, 22. August 2017

Ulm:
Weitere 20 Jahre Fernwärme von FUG


[16.5.2017] Das Gemeinschaftsunternehmen aus EnBW und Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm Fernwärme Ulm (FUG) versorgt die Donaumetropole weitere 20 Jahre mit Fernwärme.

Stadt- und FUG-Vertreter unterzeichnen den Konzessionsvertrag für Fernwärme. Das Unternehmen Fernwärme Ulm (FUG) bleibt auch weiterhin für die Fernwärmeversorgung in Ulm verantwortlich. Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) und die beiden FUG-Geschäftsführer Klaus Eder und Reiner Hönes haben jetzt einen entsprechenden Konzessionsvertrag für weiter 20 Jahre unterzeichnet. Nach Angaben von FUG hatten zuvor bereits das Regierungspräsidium Tübingen, der Ulmer Gemeinderat und der FUG-Aufsichtsrat ihre Zustimmung gegeben.
Mit der Unterzeichnung endet ein im Jahr 2013 von der Stadt eingeleitetes Verfahren. Die Verhandlungen hatten sich aufgrund komplexer rechtlicher und inhaltlicher Fragestellungen bis jetzt hingezogen, heißt es in einer aktuellen Meldung. Der Energiekonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) und die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sind mit jeweils 50 Prozent an dem Fernwärmeunternehmen beteiligt.
Oberbürgermeister Czisch betonte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: „Die FUG hat in den vergangenen Jahren massiv in die Energiewende im Wärmesektor investiert. Dadurch konnten die CO2-Emissionen bereits um 80 Prozent reduziert und der erneuerbare Energieanteil bei der Wärme auf fast zwei Drittel erhöht werden – das ist ein bundesweiter Spitzenwert.“ Und SWU-Chef Klaus Eder, der zugleich kaufmännischer Geschäftsführer von FUG ist, betonte: „Der neue Vertrag ist eine gute Basis dafür, die Wärmeversorgung in der Region weiter zu optimieren. Wir sehen große Potenziale für die Energieeffizienz und den Anschluss weiterer Kunden – zum Beispiel durch den Umbau des Dampfnetzes auf Heißwasser.“
Das Fernwärme-Leitungsnetz von FUG ist rund 170 Kilometer lang und versorgt mehr als 3.000 Hausanschlüsse. Nach eigenen Angaben deckt das Unternehmen damit rund 50 Prozent des Raumwärmebedarfs in Ulm ab. Außerdem betreibt FUG ein vier Kilometer langes Kältenetz. Die Fernwärme wird überwiegend in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt und stammt zu über 60 Prozent aus erneuerbaren Brennstoffen. Insbesondere zwei moderne Biomasse-Heizkraftwerke und ein Müllheizkraftwerk im Donautal produzieren die Ulmer Fernwärme neben verschiedenen mit Kohle, Gas oder Öl befeuerten Heizwerken. Im Geschäftsjahr 2015/2016 erzielte FUG einen Umsatz von 60 Millionen Euro. (me)

www.fernwaerme-ulm.de

Stichwörter: Fernwärme, FUG, Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, EnBW

Bildquelle: Stadt Ulm

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fernwärme

AWG Sternberg/WEMAG: Kooperation für Wärme
[15.8.2017] Die Wohnungsgenossenschaft AWG Sternberg und der Schweriner Energieversorger WEMAG haben eine neue Gesellschaft zur Umsetzung von Wärme-Projekten gegründet. mehr...
Heizungsbaumeister Lars Ost prüft auf dem Dach die gerade angelieferten Bauteile für die Solaranlage.
Mainova: Neuer Wärmeverbund in Betrieb
[11.8.2017] Vor rund zehn Jahren kam die Idee für einen Fernwärmeverbund in Frankfurt auf, jetzt wurde das neue System in Betrieb genommen. Durch die Verknüpfung dreier isolierter Fernwärmenetze können die Heizkraftwerke künftig flexibler betrieben und damit CO2-Emissionen eingespart werden. mehr...
Finanzstaatssekretärin Bernadette Weyland nimmt gemeinsam mit der Führungsriege von Mainova das neue Fernwärmeverbundsystem in Betrieb.
Stuttgart: Wärmeversorgung im Olga-Areal
[8.8.2017] Das zweite Energiekonzept für das Olga-Areal in Stuttgart liegt vor. Demnach sollen vier Baugebiete mit insgesamt 224 Wohnungen an ein Nahwärmenetz angeschlossen werden. Dieses wird von einem Blockheizkraftwerk gespeist. mehr...
Wärmenetze: Neue Entwicklungen senken Kosten Bericht
[28.7.2017] Technische Fortschritte, Fördergelder und Initiativen sollen die Wärmewende hierzulande voranbringen. Dabei lohnt sich ein Blick nach Dänemark, das Erfolgsgeschichte im Bereich Fernwärme schreibt. mehr...
Solarwärmeanlage Silkeborg: In Dänemark sind zahlreiche solarthermische Großanlagen installiert.
Berlin: Fernwärme bleibt bei Vattenfall
[4.7.2017] Das Land Berlin hat eine herbe Niederlage vor dem Verwaltungsgericht Berlin erlitten. Dieses hat entschieden, dass Berlin keinen Anspruch auf die Herausgabe des von Vattenfall Europe Wärme betriebenen Fernwärmenetzes hat. mehr...

Suchen...

GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
euroLighting GmbH
72202 Nagold
euroLighting GmbH
GWAdriga GmbH & Co. KG
10719 Berlin
GWAdriga GmbH & Co. KG
KIRCHNER INGENIEURE
31655 Stadthagen
KIRCHNER INGENIEURE
Bsys GmbH
99086 Erfurt
Bsys GmbH

Aktuelle Meldungen