Mittwoch, 23. August 2017

Windpark Ellwanger Berge:
Zehn Windräder entlang der A7 drehen


[27.3.2017] Mit dem Windpark Ellwanger Berge wurden Meilensteine erreicht. Die Stadtwerke Tübingen überschreiten mit ihrem Anteil am Windpark die Grenze von 100 Megawatt Eigenstromproduktion aus erneuerbaren Energien und der Anlagenhersteller Enercon hat sein zwanzigtausendstes Megawatt Windkraftleistung installiert.

Der Windpark Ellwanger Berge ist einer der größten in Baden-Württemberg. Alle zehn Windkraftanlagen im Windpark Ellwanger Berge entlang der Autobahn A7 laufen. Damit ist der Windpark der Projektpartner Stadtwerke Tübingen (swt) und W-I-N-D Energien vollständig fertiggestellt. Die Windräder eines der größten Windparks in Baden-Württemberg sind seit Dezember 2016 sukzessive in Betrieb genommen worden. Die offizielle Einweihung wird am 19. Mai 2017 im Rahmen eines Bürgerfestes erfolgen.
Die Rotoren im Ostalbkreis drehen sich auf einer Nabenhöhe von 149 Metern und damit bei durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von 6,1 Metern pro Sekunde. Der Rotordurchmesser der Anlagen liegt bei 115 Metern. Insgesamt haben die Partner rund 50 Millionen Euro in den Windpark investiert.
Zusammen leisten die zehn Windräder vom Typ Enercon E-115 30 Megawatt und erzeugen damit rund 75 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Rein rechnerisch können damit 19.000 Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden mit Ökostrom versorgt werden. Pro Jahr werden rund 35.700 Tonnen CO2 im Windpark Ellwanger Berge eingespart.
Mit ihrem Anteil am Windpark Ellwanger Berge überschreiten die Stadtwerke Tübingen die Grenze von 100 Megawatt an Eigenstromproduktion aus erneuerbaren Energien. Damit kommen sie ihrem Ausbauziel ein gutes Stück näher. „Bis zum Jahr 2020 wollen die swt die Hälfte des Tübinger Strombedarfs selbst aus erneuerbaren Energien produzieren. Der Windpark Ellwanger Berge ist dafür ein weiterer wichtiger Schritt“, freut sich Ortwin Wiebecke, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Tübingen. „Dass wir mit diesem Windpark die Grenze von 100 Megawatt an Ökostrom-Eigenproduktion überschreiten, ist ein toller Erfolg. Darin zeigt sich, wie konsequent und mit welchem Nachdruck die Stadtwerke Tübingen in den letzten Jahren ihren Beitrag zur Energiewende geleistet haben – mit verschiedensten Projekten bei Windkraft und Photovoltaik in ganz Deutschland.“
Der Windenergieanlagenhersteller Enercon hat hingegen im Windpark Ellwanger Berge das zwanzigtausendste Megawatt Windkraftleistung seiner Firmengeschichte installiert. Damit werde eine Leistung erbracht, die der von 20 Atomkraftwerken entspreche.
Alexander Wiethüchter, Kaufmännischer Geschäftsführer von W-I-N-D, ist auf die Projektierung stolz: „Glücklich sind wir über die konstruktive Zusammenarbeit mit den beiden Kommunen und den vielen Menschen vor Ort, die uns sehr wohlwollend begleitet haben. Letztlich haben wir den Windpark in einem schon vorbelasteten Gebiet realisiert – ganz im Sinne der Idee der Energie-Allee A7.“ Die Energie-Allee A7 ist eine Idee des verstorbenen Grünen-Politikers Dr. Herrmann Scheer. (me)

www.swtue.de
www.w-i-n-d-energien.de
www.enercon.de

Stichwörter: Windenergie, swt, W-I-N-D Energien, Windpark Ellwanger Berge, A7, Baden-Württemberg

Bildquelle: W-I-N-D Energien

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