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Samstag, 25. März 2017

Rheinland-Pfalz:
LED stärker fördern


[7.3.2017] Zum Tag des Artenschutzes hat die rheinland-pfälzische Energieministerin Ulrike Höfken einen Überblick über neue Fördermöglichkeiten von LED gegeben.

Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, hat jetzt neue Förderoptionen für die Umstellung auf LED-Beleuchtung angekündigt. So werde etwa das Förderprogramm Zukunftsfähige Energieinfrastruktur mit weiteren 1,3 Millionen Euro für energieeffiziente Straßen- und Außenbeleuchtung ausgestattet, erklärte die Ministerin. Das Land will die Umrüstung zu 20 Prozent unterstützen. Die Mittel könnten ab Sommer dieses Jahres beantragt werden. Höfken: „Gefördert werden neue Leuchten mit Steuer- und Regeltechnik – an geeigneten Orten auch Masten, soweit diese als Träger für digitale Anwendungen geeignet sind.“
Darüber hinaus fördert Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) den Einbau von hocheffizienten LED-Leuchten in kommunalen Gebäuden und Hallen, vorausgesetzt es werden mindestens 50 Prozent des CO2 eingespart und die Maßnahme ist in eine kommunale Strategie zum Klimaschutz eingebettet. Hierfür stehen bis 2023 insgesamt 8,5 Millionen Euro zur Verfügung, die Förderquote liegt bei 50 Prozent.
Außerdem unterstütze das Land bereits die LED-Umrüstung von finanzschwachen Kommunen aus Mitteln des kommunalen Investitionsprogramms 3.0 des Bundes. 80 Anmeldungen aus den Landkreisen lägen bereits vor. Die Kosten werden hier bis zu 90 Prozent gefördert, der Bund trage 80, das Land weitere zehn Prozent. Die Landesenergieagentur werde die Umsetzung der Programme durch Information und Unterstützung der Kommunen begleiten.
Anlass für die Vorstellung der Förderprogramme bot der Tag des Artenschutzes. „Von allen verfügbaren Beleuchtungstechnologien bietet die LED-Beleuchtung die größten Energieeinsparpotenziale und ist daher eine der Schlüsseltechnologien für den kommunalen Klimaschutz“, sagte Höfken. Von den rund 2.300 Städten und Gemeinden im Land hätten bereits 500 auf energieeffiziente LED-Technologie umgestellt, was einem Anteil von rund 25 Prozent der zirka 550.000 Straßenlaternen in Rheinland-Pfalz entspräche. In den nächsten vier Jahren sollen insbesondere die 116.000 Quecksilberdampflampen ersetzt werden. „Damit können über 10.000 Tonnen CO2 eingespart werden“, erklärte die Energieministerin.
Höfken weiter: „30 bis 50 Prozent des kommunalen Stromverbrauchs gehen auf das Konto der Straßenbeleuchtung. Das Gute: Mittels LED-Beleuchtung können Städte und Gemeinden im Vergleich zu herkömmlichen Beleuchtungstechniken ihre Stromkosten senken und bis zu 70 Prozent ihrer CO2-Emissionen einsparen.“ Und auch zum Artenschutz leisteten LEDs einen wichtigen Beitrag: „LED-Leuchten ziehen bis zu 83 Prozent weniger Insekten an und leisten daher einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Experten schätzen, dass in Deutschland bei einer dreimonatigen Flugperiode durch weißes Straßenlicht 91 Milliarden Insekten getötet werden.“ (me)

www.mueef.rlp.de

Stichwörter: Energieeffizienz, Beleuchtung, Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken



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