BDEW

Mittwoch, 26. April 2017

Siemens /AÜW:
Joint Venture für Smart Grids


[27.2.2017] Siemens steigt bei der AÜW-Tochter egrid ein. In dem Joint Venture sollen die Ergebnisse aus zwei gemeinsamen Smart-Grid-Forschungsprojekten vermarktet werden.

Wildpoldsried im Allgäu: Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen ist fünfmal höher als der Eigenbedarf des Dorfes. Ein Smart Grid tariert das Netz aus. Der Technologiekonzern Siemens übernimmt 49 Prozent der Anteile an der Firma egrid applications & consulting, einer Tochter des Allgäuer Überlandwerks (AÜW) aus Kempten. Laut einer Pressemeldung sollen in dem Joint Venture die Ergebnisse aus den beiden gemeinsamen Smart-Grid-Forschungsprojekten IRENE und IREN2 in Wildpoldsried kommerziell umgesetzt werden. Das Unternehmen soll Netzbetreiber beraten, insbesondere bei der Einbindung großer Leistungen aus dezentralen Erzeugungsanlagen sowie der intelligenten Steuerung des Verteilnetzes.
egrid-Geschäftsführer Bernhard Rindt erläutert: „Die Firma egrid entwickelte sich schon im ersten Geschäftsjahr sehr positiv. Zu unseren Kunden gehören Stadtwerke, Kommunen und Industriekunden, die von unseren Erfahrungen aus den Projekten IRENE und IREN2 profitiert haben. Mit Siemens als Partner werden wir in der Lage sein, dies noch weiter auszubauen und neue gemeinsame Lösungen für das Netz der Zukunft anbieten zu können.“ Siemens-Manager Michael Schneider erklärt: „Die Ergebnisse der beiden Forschungsprojekte IRENE und IREN2 haben unsere Erwartungen weit übertroffen. Andere Netzbetreiber werden jetzt von unseren Lösungen zur dezentralen Einspeisung und Speicherung profitieren können.“
Der Hintergrund: Während der Laufzeit des ersten Projekts IRENE (Integration regenerativer Energien und Elektromobilität) von Mitte 2011 bis Ende 2013 schufen Siemens und AÜW zusammen mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft in der Allgäuer Gemeinde Wildpoldsried ein Smart Grid, um Stromerzeugung und -verbrauch auszubalancieren und so das Netz stabil zu halten (wir berichteten). Im folgenden Forschungsprojekt IREN2 (wir berichteten) wurde der optimale Betrieb von autarken Inselnetzen und topologischen Kraftwerken wissenschaftlich untersucht und praktisch erprobt. (al)

www.egrid.de
www.projekt-irene.de
www.iren2.de

Stichwörter: Smart Grid, Netze, Siemens, AÜW

Bildquelle: Siemens AG

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Netze | Smart Grid

Trafos: Regelbar und mit Pflanzenöl betrieben
[26.4.2017] Ein Projekt der Firma SBG und des Verteilnetzbetreibers Netze BW testet einen regelbaren und mit Pflanzenöl betriebenen Trafo im Kreis Ravensburg. mehr...
Der regelbare Trafo R-ONT der Firma SBG wird im Kreis Ravensburg erstmals mit Pflanzenöl betrieben.
Umfrage: Industrieunternehmen liefern Strom
[24.4.2017] Viele Industriebetriebe können sich vorstellen, künftig selbst Strom zu produzieren und auf dem Strommarkt anzubieten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung des Digitalverbands Bitkom. mehr...
50Hertz: compactLine nimmt neue Hürde
[20.4.2017] Niedrigere Masten, schmalere Trassen: das ist das Ziel des Forschungsvorhabens compactLine, das der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz maßgeblich vorantreibt. mehr...
Das neue Design von compactLine stieß in einer Umfrage auf hohe Zustimmungswerte.
Baden-Württemberg: 1,2 Millionen Euro für Smart-Grids
[6.4.2017] Das baden-württembergische Umweltministerium fördert vier Smart-Grids-Projekte mit insgesamt mehr als einer Million Euro. Die Vorhaben beschäftigen sich beispielsweise mit neuen Energiedienstleistungen oder der optimalen Nutzung des bestehenden Verteilnetzes. mehr...
Statkraft / Tennet: Kooperation für Datenaustausch
[31.3.2017] Das Energieunternehmen Statkraft liefert dem Übertragungsnetzbetreiber Tennet künftig für das Netzgebiet Schleswig-Holstein Echtzeitdaten von sieben Windparks zwecks einer besseren Marktintegration. mehr...

Suchen...

VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH
IDS GmbH
76275 Ettlingen
IDS GmbH
A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH

Aktuelle Meldungen