Samstag, 29. April 2017

ESWE:
Zertifikat für Fernwärme


[20.1.2017] ESWE Versorgung hat ihren Bereich Fernwärme mit dem Technischen Sicherheitsmanagement zertifizieren lassen. Sieben Monate lang dauerten die Vorbereitungen.

Gemeinsame Freude über die Fernwärme-Zertifizierung. Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK (AGFW) hat jetzt den Bereich Fernwärme von ESWE Versorgung mit dem Technischen Sicherheitsmanagement (TSM) ausgezeichnet. Die TSM-Zertifizierung Fernwärme ist eine freiwillige Überprüfung von Organisation und technischer Sicherheit nach dem AGFW-Arbeitsblatt FW 100. Dieses beschreibt organisatorische, personelle sowie sicherheits- und betriebstechnische Mindestanforderungen für den Betrieb von Wärmeversorgungsanlagen.
Ralf Schodlok, Verstandsvorsitzender von ESWE Versorgung, sagt: „An unsere Produkte stellen wir hohe Qualitätsansprüche. Das setzt aber voraus, dass auch unsere technischen Standards auf dem neuesten Stand und interne Abläufe transparent, klar geregelt und jederzeit überprüfbar sind.“
Die Vorbereitungen für die Zertifizierung dauerten insgesamt sieben Monate. Jörg Höhler, Technischer Vorstand von ESWE Versorgung, erläutert: „Daran haben 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilgenommen. Es waren zwei Vorstandsbereiche, fünf Hauptabteilungen und sieben Abteilungen eingebunden. Insgesamt 2.000 Arbeitsstunden wurden aufgewandt, 338 Fragen und mehr als 1.000 Mails beantwortet sowie ein neues Betriebshandbuch mit 200 Seiten erarbeitet.“ AGFW-Geschäftsführer Werner Lutsch spricht von einem herausragenden Prüfungserfolg: „Es freut uns, wenn nach einer derart intensiven Vorbereitung auch ein solches Ergebnis festzustellen ist.“
Auch das Land Hessen und die Landeshauptstadt Wiesbaden sind mit dem Ergebnis zufrieden. So berichtet Bernadette Weyland, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium der Finanzen: „Für das Land hat der Anschluss der Wiesbadener Bundes- und Landesliegenschaften an das ESWE-Fernwärmenetz Priorität. Bis zum Jahr 2030 soll die gesamte Landesverwaltung CO2-neutral arbeiten.“ Laut Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich ist die Erfüllung der Wiesbadener Klimaschutzziele im Bereich Wärme eine besonders schwierige Aufgabe: „Gerade in der Innenstadt sind mögliche Maßnahmen rar: Wärmedämmung ist aufgrund des Denkmalschutzes schwierig. Kleinere Blockheizkraftwerke in der City mit ihren zusätzlichen Emissionen verschlechtern das Klima der Innenstadt, die hier aufgrund ihrer Kessellage anfällig ist. Das heißt im Klartext: Jedes Gebäude, das in der Innenstadt nicht individuell beheizt werden muss, verbessert die Luft.“ Deshalb mache ein gut ausgebautes und professionell gewartetes Fernwärmenetz unbedingt Sinn für Wiesbaden. (me)

www.eswe.com

Stichwörter: Fernwärme, ESWE Versorgungs AG, AGFW, Hessen, Wiesbaden

Bildquelle: ESWE Versorgungs AG

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fernwärme

Frankfurt am Main: Fernwärme für Schulen
[28.4.2017] Eine klimaschonende Energieversorgung für fünf städtische Schulen ist in Frankfurt in Betrieb gegangen. Sie heizen künftig mit Fernwärme. mehr...
Startschuss für Fernwärme für fünf Schulen im Westend.
Husum / Stadtwerke Husum: Kooperation für Wärmeversorgung
[25.4.2017] Im Contracting versorgen die Stadtwerke Husum künftig städtische Liegenschaften mit gasbetriebenen Blockheizkraftwerken. Auch die erforderlichen Nahwärmenetze werden zur Verfügung gestellt. mehr...
Kommune und Stadtwerke Husum haben eine Kooperation für den Umbau der Wärmeversorgung in vier städtischen Liegenschaften vereinbart.
EWV: Ganze Quartiere mit Wärme erschließen
[20.4.2017] EWV erweitert sein Dienstleistungsangebot um die EWV-Quartierwärme. Über eine zentrale Heizung will das Energieunternehmen ganze Quartiere nach dem Prinzip der Nahwärme versorgen. Der Fokus liegt dabei auf Pelletheizungen. mehr...
Eching: Fernwärme vom Nachbarn
[29.3.2017] Eine neue Leitung versorgt die Gemeinde Eching mit Fernwärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk Neufahrn. Bei der Verlegung musste die Autobahn A9 unterquert werden. mehr...
Offizielle Inbetriebnahme der Fernwärmeversorgung in Eching.
Rheinland-Pfalz: Dorfwärme Ellern stärkt Wärmewende
[24.3.2017] Im Zuge des Nahwärmeprojekts Dorfwärme Ellern ist im Hunsrück ein Nahwärmenetz für 105 Häuser entstanden. Es wird von einer der größten Solarthermieanlagen des Landes und einer Biomasseanlage gespeist. mehr...

Suchen...

Aktuelle Meldungen