Montag, 22. Januar 2018
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Politik > Strommix wird grüner

Baden-Württemberg:
Strommix wird grüner


[27.11.2017] In Baden‑Württemberg stammte 2016 ein Viertel der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Das ist eine Steigerung um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Den ersten Platz im Mix der erneuerbaren Energien belegte die Biomasse.

Anteil erneuerbarer Energien am Strommix wird größer. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Strommix hat in Baden-Württemberg zugenommen. Insgesamt wurde im Ländle im Jahr 2016 mit rund 62 .671  Millionen Kilowattstunden Strom ein  Prozent weniger Strom erzeugt als im Vorjahr. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes kamen für die Stromerzeugung zu 74,7 Prozent konventionelle Energieträger und zu 25,3  Prozent erneuerbare Energiequellen zum Einsatz. Während die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern um 3,2  Prozent zurückging, nahm sie bei den erneuerbaren mit einem Plus von 6,1 Prozent zu. Die erneuerbaren Energieträger rangieren damit auch weiterhin an dritter Stelle im Strommix des Landes.
Ein Plus gegenüber dem Vorjahr zeigte sich dabei erneut bei der Stromerzeugung aus Biomasse (+2  Prozent). Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stand die Biomasse 2016 mit einem Anteil von 7,8  Prozent an der Stromerzeugung insgesamt erstmals an erster Stelle im Mix der erneuerbaren Energien. Die Stromerzeugung in den Wasserkraftwerken des Landes stieg ebenfalls an (+12,8 Prozent) und erreichte einen Anteil von 7,7 Prozent an der Stromerzeugung. Geringer fiel dagegen die Erzeugungsmenge in den Photovoltaikanlagen aus (−3  Prozent). Mit einem Anteil von 7,5  Prozent lag die Photovoltaik im Jahr 2016 nur noch an dritter Position der erneuerbaren Energien. Im Vorjahr war sie stärkster erneuerbarer Energieträger. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) hatte den zügigen weiteren Ausbau der Photovoltaik bereits angemahnt (wir berichteten).
Die Erzeugung aus Windkraft konnte gegenüber dem Vorjahr kräftig zulegen (+48,5 Prozent). Ihr Anteil am Strommix erhöhte sich auf 2  Prozent. Wie das baden-württembergische Umweltministerium meldet, ist die Zunahme vor allem auf den Ausbau der Windenergie im Land zurückzuführen. 2016 gingen insgesamt 120 neue Windenergieanlagen in Betrieb. Im Jahr 2017 könne Baden-Württemberg diesen Rekord wahrscheinlich nochmals verbessern. Es sei somit zu erwarten, dass der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix im Ländle weiter steigen wird. (ba)

www.statistik-bw.de
um.baden-wuerttemberg.de

Stichwörter: Politik, Baden-Württemberg, Strommix

Bildquelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Diehl

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

Agora-Studie: Gemischte Energiewende-Bilanz
[12.1.2018] In einer Studie zum Stand der Dinge bei der Energiewende zieht die Denkfabrik Agora eine gemischte Bilanz für das Jahr 2017. Der Ausbau erneuerbarer Energien kommt gut voran, beim Klimaschutz steht das Vorreiterland Deutschland vor dem Scheitern. mehr...
N-ERGIE: Politik sollte mehr Mut beweisen
[10.1.2018] Eine mögliche neue Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD hat schon jetzt das Klimaschutzziel aufgegeben, den Treibhausgasausstoß bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Für N-ERGIE-Chef Josef Hasler ist das eine politische Bankrotterklärung. mehr...
Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender von N-ERGIE: „Arbeitsplätze in der Kohleindustrie gegen den Klimaschutz auszuspielen, ist ein durchsichtiges Manöver.“
Interview: Übertragbares Konzept von EnAHRgie Interview
[10.1.2018] Ein Konzept für den Landkreis Ahrweiler zeigt, wie eine Region bis zum Jahr 2030 die Strom- und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umstellen kann. Annedore Kanngießer vom Fraunhofer-Institut UMSICHT erklärt im Interview, wie es weitergeht mit dem Projekt EnAHRgie. mehr...
Dr. Annedore Kanngießer
Bundesnetzagentur: EEG in Zahlen
[10.1.2018] Einen Überblick über Kernaspekte der erneuerbaren Energien in Deutschland gibt der Bericht „EEG in Zahlen“ für das Jahr 2016, den die Bundesnetzagentur jetzt veröffentlicht hat. mehr...
Dresden: Smarter Vorreiter
[9.1.2018] Rund 4,5 Millionen Euro stehen der sächsischen Landeshauptstadt im Rahmen eines EU-Projekts für nachhaltige Stadtentwicklung zur Verfügung. Dresden ist damit eine von vier Leuchtturmstädten in Deutschland. mehr...
Dresden ist eine von vier Smart-City-Leuchtturmstädten in Deutschland.

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

e-world
GIS Consult GmbH
45721 Haltern am See
GIS Consult GmbH
items GmbH
48155 Münster
items GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH

Aktuelle Meldungen