Mittwoch, 13. Dezember 2017

Abfallkraftwerk RZR Herten:
Baustart für neue Energiezentrale


[12.5.2017] Das Abfallkraftwerk RZR Herten wird künftig 600 Gigawattstunden Fernwärme pro Jahr in die Fernwärmeschiene Ruhr einspeisen. Zurzeit wird das Herzstück des Vorhabens, eine neue Energiezentrale, gebaut.

Das Abfallkraftwerk RZR Herten der AGR Abfallentsorgung-Gesellschaft Ruhrgebiet wird ab der Heizperiode 2018/19 Fernwärme für umgerechnet 25.000 Haushalte in die Fernwärmeschiene Ruhr der Energieunternehmen STEAG und Uniper einspeisen. Die entsprechenden Verträge haben die beteiligten Unternehmen bereits im Dezember 2016 unterzeichnet. Wie die Hertener Stadtwerke melden, haben jetzt die Bauarbeiten für das Herzstück des Vorhabens, eine dritte Energiezentrale, begonnen.
Die Bauzeit für die neue Energiezentrale soll etwa ein Jahr betragen. Das Gebäude entstehe auf einer Fläche von 20 mal 30 Metern und biete Platz für Turbinen, Pumpen, Heizkondensatoren, Dampfumformstationen, Leit- und Elektrotechnik sowie weitere Bauteile. Die Gesamtinvestition liege bei 25 Millionen Euro.
Nach der Inbetriebnahme wird das AGR-Abfallkraftwerk RZR Herten Strom für seinen exklusiven Energievertragspartner Hertener Stadtwerke und bis zu 600 Gigawattstunden Fernwärme pro Jahr erzeugen. Eine derart umfangreiche Wärmeauskopplung sei überhaupt nur durch einen Weiterverkauf von RZR-Wärme durch STEAG Fernwärme an Uniper Wärme möglich. (me)

www.hertener-stadtwerke.de

Stichwörter: Fernwärme, Uniper, STEAG, Fernwärmeschiene Ruhr, Abfallkraftwerk RZR Herten, AGR, Stadtwerke Herten



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