Baden-WürttembergStudie zu Wasserstoffimporten

Eine aktuelle Studie des Fraunhofer ISE zeigt, dass Baden-Württemberg langfristig auf Wasserstoffimporte angewiesen sein wird.
(Bildquelle: Fraunhofer ISE)
Die vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) erstellte und vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte H2BW Importstudie kommt zu dem Ergebnis, dass das Bundesland langfristig Wasserstoff und dessen Derivate importieren muss, um seinen Bedarf zu decken. Wie das Umweltministerium mitteilt, analysiert die Untersuchung Versorgungsoptionen von der Erzeugung in verschiedenen Ländern bis hin zum Transport nach Baden-Württemberg.
Für die Studie wurden acht potenzielle Exportregionen betrachtet, darunter Ostkanada, Algerien, Norwegen und Spanien. Das Fraunhofer ISE untersuchte deren erneuerbare Energiepotenziale, mögliche Standorte für die großtechnische Wasserstoffproduktion sowie Transportoptionen per Pipeline oder Schiff. Die Analyse zeigt, dass Pipelines langfristig die kostengünstigste Importlösung darstellen, insbesondere innerhalb Europas. Der Seetransport hingegen ermöglicht eine größere Flexibilität bei der Auswahl von Energieträgern und Herkunftsländern.
Die lokale Wasserstoffproduktion bleibt eine ergänzende Option, ist jedoch durch begrenzte Flächen für erneuerbare Energien eingeschränkt. Laut der Studie könnten die Kosten für in Baden-Württemberg produzierten Wasserstoff bis 2040 zwischen 3,4 und 3,8 Euro pro Kilogramm liegen. Die Importkosten per Pipeline werden im selben Zeitraum auf 2,4 bis 4,3 Euro pro Kilogramm geschätzt. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes, der sowohl Importe als auch den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft umfasst.
Stuttgart: Gasturbinen-Kraftwerk in Betrieb
[24.04.2025] EnBW hat am Standort Stuttgart-Münster ein neues Gasturbinen-Kraftwerk in Betrieb genommen. Die moderne Anlage ist wasserstofffähig und soll die Strom- und Wärmeversorgung klimafreundlicher machen. mehr...
Saarland: Wasserstoff für Busse
[24.04.2025] Mit Windkraft erzeugter Wasserstoff aus Freisen soll künftig 28 Busse der Saarbahn antreiben. Das Saarländische Umweltministerium unterstützt den Bau eines Elektrolyseurs mit rund 2,7 Millionen Euro. mehr...
Saarland: Wasserstoffstrategie vorgestellt
[11.04.2025] Das Saarland will in der Wasserstoffwirtschaft international Maßstäbe setzen. Wirtschaftsminister Jürgen Barke hat dazu eine umfassende Strategie vorgestellt, die den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft bis 2032 systematisch vorantreiben soll. mehr...
Regionalverkehr Köln: Wasserstofftankstelle erhält zwei Elektrolyseure
[11.04.2025] Der Elektrolysespezialist Quest One liefert zwei PEM-Elektrolyseure an das Ingenieurbüro Ingenion für eine neue Wasserstofftankstelle von Regionalverkehr Köln. Die Anlage soll grünen Wasserstoff für den ÖPNV bereitstellen und ist Teil eines regionalen Innovationsprojekts für emissionsfreie Mobilität. mehr...
Brandenburg: Wasserstoffprojekt erhält zusätzliche Fördermittel
[08.04.2025] Das Brandenburger Pilotprojekt H2BAR erhält zusätzliche Fördermittel in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Damit ist die Fortführung des regionalen Wasserstoffvorhabens trotz gestiegener Kosten gesichert. mehr...
Stadtwerke Nienburg/Weser: Eigene Anlage für Wasserstoffproduktion
[04.04.2025] Die Stadtwerke Nienburg/Weser setzen auf klimafreundliche Mobilität und produzieren Wasserstoff für ihre Busse selbst. Die neue Anlage nutzt Solarstrom zur Wasserstofferzeugung und versorgt künftig den öffentlichen Nahverkehr vor Ort. mehr...
Hamburg: Anschluss an das europäische Wasserstoff-Fernleitungsnetz
[02.04.2025] Das Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netz (HH-WIN) wird mit einer bestehenden Hochdruck-Gasleitung an das europäische Wasserstoff-Fernleitungsnetz angeschlossen. Durch die Nutzung der Bestandsleitung spart das Projekt rund 18 Millionen Euro, verringert den Bauaufwand erheblich und reduziert Eingriffe in Verkehr und Natur. mehr...
Brunsbüttel: Terminal für grünen Ammoniak geplant
[26.03.2025] RWE plant in Brunsbüttel den Bau eines Terminals für den Import von grünem Ammoniak, das einen wichtigen Beitrag zur deutschen Wasserstoffversorgung leisten soll. Das Projekt soll nicht nur die Dekarbonisierung der Industrie unterstützen, sondern auch den Standort langfristig auf eine vollständig grüne Energieversorgung vorbereiten. mehr...
Rheinland-Pfalz: H2-Netz im Norden geplant
[25.03.2025] Die zukünftige Nutzung von Wasserstoff im nördlichen Rheinland-Pfalz nimmt konkrete Formen an. Die Energienetze Mittelrhein treibt die Planungen dafür voran. mehr...
BMDV: Investition in Wasserstoffzentren
[10.03.2025] Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert mit 154 Millionen Euro den Aufbau von Innovations- und Technologiezentren Wasserstoff in Chemnitz sowie in Norddeutschland. Die Zentren sollen Forschung, Entwicklung und die Marktreife von Wasserstofftechnologien vorantreiben, insbesondere für Industrie, Luft- und Schifffahrt. mehr...
Bundesnetzagentur: SuedLink macht Fortschritte
[28.02.2025] Der Ausbau des SuedLinks macht Fortschritte: Die Bundesnetzagentur hat einen weiteren Abschnitt der Höchstspannungsleitung genehmigt, der vollständig auf dem Gebiet der Region Hannover verläuft. mehr...
Baden-Württemberg: 100 Millionen Euro für Wasserstoffprojekte
[27.02.2025] Baden-Württemberg stellt im Rahmen des Förderprogramms ELY jetzt über 100 Millionen Euro für die regionale Erzeugung von grünem Wasserstoff bereit. Ziel ist es, die lokale Produktion durch Elektrolyseure auszubauen und die Versorgung der Region sicherzustellen. mehr...
Bremerhaven: Wasserstofftankstelle eröffnet
[21.02.2025] Bundeskanzler Olaf Scholz hat jetzt die neue Anlage von HY.City.Bremerhaven gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft eröffnet. Nach einer kurzen Testphase soll die Tankstelle ab März für die Allgemeinheit zugänglich sein. mehr...
Krefeld: Erste Wasserstoffbusse im Linienbetrieb
[18.02.2025] In Krefeld fahren jetzt erstmals Wasserstoffbusse im regulären Linienbetrieb durch die Stadt. mehr...