DresdenSolarenergiepotenzial berechnet

Die Solarpotenzialanalyse wurde anhand eines virtuellen 3D-Modells der Stadt Dresden aus dem Jahr 2019 durchgeführt.
(Bildquelle: H. Poglitsch/IÖR-Media)
Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) hat jetzt für die Stadt Dresden errechnet, dass sie bis zu 20 Prozent ihres Stromverbrauchs aus Sonnenenergie gewinnen könnte, wenn alle geeigneten Dächer und Fassaden mit Photovoltaik ausgestattet werden. Wie das IÖR mitteilt, fließen die Ergebnisse in den Themenstadtplan und ein 3D-Stadtmodell von Dresden ein. So könnten Interessierte online prüfen, ob sich ihr Haus für die Gewinnung von Sonnenstrom eignet.
Rund 1.900 Gigawattstunden (GWh) Strom könnten künftig in Dresden pro Jahr durch Photovoltaikanlagen an Gebäuden produziert werden. 400 GWh davon entfielen auf Photovoltaik an Fassaden. Der Stromverbrauch der Stadt liege bei rund 2.500 GWh jährlich. Damit könnten theoretisch bis zu 20 Prozent des Strombedarfs in Dresden durch Solaranlagen an Gebäuden gewonnen werden. Dieses theoretische Potenzial könne in Zukunft allerdings nicht vollständig ausgeschöpft werden, da es zum Beispiel auch Gebäude berücksichtigt, die unter Denkmalschutz stehen, bei denen es bauliche Einschränkungen gibt oder eine geringe Wirtschaftlichkeit zu erwarten ist. Dennoch zeige die Analyse deutlich höhere Potenziale für die Gewinnung von Solarstrom, als bisher angenommen.
Virtuelles 3D-Stadtmodell
Die Zahlen seien das Ergebnis einer Solarpotenzialanalyse, die das IÖR für die Landeshauptstadt Dresden durchgeführt hat. Ziel der Untersuchung sei es gewesen, für alle Gebäude der Stadt zu ermitteln, wie gut sie für die Installation von Solaranlagen geeignet sind. Die Analyse sei für alle 135.583 Gebäude des virtuellen 3D-Stadtmodells Dresden aus dem Jahr 2019 durchgeführt worden. Das Projekt-Team habe dafür ein Werkzeug zur Solarpotenzialanalyse genutzt, das der Lehrstuhl für Geoinformatik an der TU München entwickelt hat. Die Analyse sei realistisch angelegt, erläutert Martin Behnisch, Projektleiter im IÖR: „Wir haben das bestehende 3D-Stadtmodell mit einem 3D-Baummodell und einem Geländemodell angereichert. So konnten wir bei unseren Berechnungen Verschattungseffekte berücksichtigen.“ Angaben des IÖR zufolge ist Grundlage für die Berechnung der solaren Einstrahlung ein Punktgitter, das mit einem Punktabstand von zwei Metern auf allen Dach- und Fassadenflächen erzeugt wurde. Für jeden dieser Punkte habe das Projekt-Team die im Jahresverlauf auftreffende Strahlung berechnet und dabei mögliche Verschattungen und atmosphärische Bedingungen berücksichtigt.
Daten allgemein zugänglich
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Gebäude mit großen Flachdächern und hohen Fassaden, wie sie etwa die Plattenbauten in Prohlis oder Gorbitz, aber auch viele Bürogebäude aufweisen, ein großes Potenzial für die Solarstromgewinnung bieten. Grundsätzlich sind aber auch kleinere Dach- und Fassadenflächen für Photovoltaik geeignet. Wir hoffen, dass wir mit unseren Berechnungen dazu beitragen können, dass das Solarstrompotenzial in Dresden bestmöglich ausgeschöpft werden kann“, sagt Martin Behnisch vom IÖR.
Laut IÖR stehen die gewonnenen Daten nun allen Interessierten als Teil des Dresdner Themenstadtplans zur Verfügung. Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden oder Unternehmen und Planungsbüros könnten sich mit der Dachteil- und Fassadenpotenzialkarte im Themenstadtplan oder im 3D-Stadtmodell von Dresden schnell einen Überblick über ertragreiche Gebäudeteile oder Gebäudeensembles verschaffen. Die 3D-Darstellung und die Visualisierung von Fassadenpotenzialen seien dabei ein Novum.
swb: Webinare rund um Wärme, Solarenergie und E-Mobilität
[14.08.2026] swb bietet im August und September kostenfreie Webinare zu Wärme, Solar und E-Mobilität an. Im Mittelpunkt stehen neue Förderbedingungen, technische Lösungen und Fragen, die für geplante Investitionen im Land Bremen relevant sind. mehr...
Sonnenfinsternis: PV-Einspeisung nur gering betroffen
[12.08.2026] Die für heute Abend angekündigte partielle Sonnenfinsternis verändert die Photovoltaik-Einspeisung in Deutschland nur geringfügig. Die Übertragungsnetzbetreiber rechnen trotz eines möglichen Rückgangs von bis zu zwei Gigawatt nicht mit Folgen für die Stromversorgung. mehr...
Bayern: Führend bei privaten PV-Anlagen
[12.08.2026] Bayern führt im ersten Halbjahr 2026 beim Solarstromertrag privater Hausdachanlagen. Eine E.ON-Auswertung von DWD-Daten zeigt, wie stark die Erträge zwischen den Bundesländern variieren und welchen Beitrag eine typische zehn-kWp-Anlage leisten kann. mehr...
naturstrom: Berliner Stadtwerke beteiligen sich an Solarpark
[07.08.2026] Die Berliner Stadtwerke beteiligen sich mit 35 Megawatt am bislang größten Solarpark der naturstrom-Gruppe bei Frankfurt (Oder). Gemeinsam planen beide Unternehmen zudem Batteriespeicher, um die Einspeisung des Solarstroms flexibler zu steuern. mehr...
Baden-Württemberg: Aktuelle Zahlen zum PV-Zubau
[30.07.2026] Der Neckar-Odenwald-Kreis führt den Photovoltaik-Zubau in Baden-Württemberg im ersten Halbjahr 2026 an. Eine neue Auswertung zeigt zugleich deutliche regionale Unterschiede, einen rückläufigen Gesamtzubau und einen anhaltenden Boom bei Balkonsolaranlagen. mehr...
AEE: Online-Seminarreihe zu Solarprojekten
[30.07.2026] Eine neue Online-Seminarreihe vermittelt Kommunen praxisnahes Wissen zur Planung und Umsetzung von Solarprojekten. Die Veranstaltungsserie startet am 1. Oktober und richtet sich auch an kommunale Unternehmen, die Photovoltaik-Projekte effizienter realisieren wollen. mehr...
Pillar: Gesetzesänderung rückt Solarcarports in den Fokus
[27.07.2026] Mit der Reform des Energiewirtschaftsgesetzes rückt Energy Sharing stärker in den Fokus. Für Kommunen und Unternehmen gewinnen deshalb Solarcarports als Flächen für die dezentrale Stromerzeugung an Bedeutung. mehr...
BSW Solar: Solarausbau wächst durch Sondereffekte
[15.07.2026] In Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 mehr Photovoltaik-Leistung installiert worden als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft beruht das Wachstum jedoch vor allem auf Sondereffekten. Der Verband sieht geplante Änderungen bei der Solarförderung als Risiko für den weiteren Ausbau. mehr...
Bremen: Strom aus dem Knast
[10.07.2026] Die Justizvollzugsanstalt Bremen erzeugt mit einer Photovoltaikanlage monatlich rund 4.700 Kilowattstunden Strom für ihren elektrischen Fuhrpark. Bei einem Besuch der Anlage kündigte der Bremer Senat zudem den weiteren Ausbau der Solarstromerzeugung an. mehr...
Hamburg: Soziale Dimension der Energiewende
[07.07.2026] In Hamburg-Lokstedt ist Anfang Juli ein Mieterstromprojekt mit 476 Photovoltaikmodulen in Betrieb gegangen. Nach Angaben der Projektpartner können 143 Haushalte Solarstrom vom eigenen Dach beziehen. mehr...
enercity: Energiepark Lehrte-Ahlten wächst
[30.06.2026] Mit der Fertigstellung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage im Energiepark Lehrte-Ahlten ist der erste Teil des Projekts abgeschlossen. Als nächster Schritt soll ein Großbatteriespeicher entstehen, der die Stromerzeugung und Speicherung an einem Standort verbindet. mehr...
Abfallwirtschaft Stuttgart: Neue Betriebsstelle in Betrieb genommen
[30.06.2026] Abfallwirtschaft Stuttgart hat in Stuttgart-Wangen eine neue Betriebsstelle mit Lade-Infrastruktur für vollelektrische Müllfahrzeuge und großflächiger Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. mehr...
Bonn: Stand zum PV-Ausbau
[29.06.2026] Die Stadtwerke Bonn und die Stadt Bonn treiben den Photovoltaikausbau auf kommunalen Gebäuden weiter voran. Zwei Jahre nach Abschluss ihres Rahmenvertrags sind bereits 60 Anlagen in Betrieb, während weitere Projekte den Ausbau der Solarstromerzeugung beschleunigen sollen. mehr...
Frankfurt am Main: Sonnenenergie versorgt Eissporthalle
[29.06.2026] Auf dem Funktionsgebäude der Eissporthalle Frankfurt erzeugt eine neue Photovoltaikanlage mit 99,9 kWp Solarstrom. Das Projekt soll den Energieverbrauch eines besonders stromintensiven Standorts senken und den Ausbau erneuerbarer Energien auf städtischen Gebäuden vorantreiben. mehr...
GreenSketch: KI-Analyse bewertet Hausdächer
[25.06.2026] Die Solarplattform GreenSketch hat eine bundesweite Analyse von mehr als 28 Millionen Eigenheim-Dächern veröffentlicht. Der Bericht untersucht das wirtschaftliche Potenzial von Photovoltaikanlagen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten. mehr...














