BMDVRoadmap fürs bidirektionale Laden
Der Beirat der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur hat dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) jetzt eine umfassende Roadmap präsentiert, die darauf abzielt, das bidirektionale Laden von Elektrofahrzeugen in Deutschland zu etablieren. Wie das BMDV mitteilt, wurden diese Empfehlungen von rund 50 Expertinnen und Experten aus Industrie und anderen relevanten Bereichen erarbeitet und sollen dazu beitragen, Elektroautos nicht nur als Verkehrsmittel, sondern auch als Teil des Energiesystems zu positionieren.
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr und Beauftragte für Ladesäuleninfrastruktur, Daniela Kluckert, betonte: „Bidirektionales Laden wird in Zukunft ein attraktives Zusatzangebot für die Nutzerinnen und Nutzer von Elektroautos sein: Das eigene Auto wird damit zum Stromspeicher – zuerst für den Verbrauch im eigenen Zuhause und in Zukunft auch für die Rückspeisung ins Stromnetz. Das hilft dabei, die Stromkosten zu senken und macht unser Stromnetz gleichzeitig stabiler. Deshalb ist es so wichtig, dass wir alle Potenziale und Chancen nutzen. Die Roadmap des Expertengremiums ist ein guter Startschuss, um das bidirektionale Laden zu einer festen Größe im Energiesystem der Zukunft zu machen.“
Zusätzliche Möglichkeiten
Johannes Pallasch, Sprecher der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, unterstrich: „Das bidirektionale Laden bietet nicht nur den Nutzerinnen und Nutzern zusätzliche Möglichkeiten, sondern trägt auch zur Flexibilisierung des Energieangebots bei. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen und allen zugänglich zu machen, müssen wir die bestehenden Hürden beseitigen. Die Roadmap zeigt den Weg, wie wir in Deutschland bis 2028 marktfähige Lösungen erreichen und diese Vision in die Realität umsetzen können. Wir freuen uns, dass auf dieser Basis die weitere Umsetzung angegangen wird.“
Auskünften des BMDV zufolge legt die Roadmap des Expertengremiums einen Zeitplan fest, der vorsieht, dass ab 2025 erste marktfähige Anwendungen für das bidirektionale Laden verfügbar sein sollen. Insbesondere werden Anwendungen wie Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G) betrachtet. Bis 2028 strebe man an, interoperable und standardisierte Lösungen für V2H und V2G zu entwickeln, sofern entsprechende Standards festgelegt und regulatorische sowie technische Hürden überwunden werden können.
Verschiedene Maßnahmen
Um diese Ziele zu erreichen, seien verschiedene Maßnahmen erforderlich, darunter die Schaffung eines übergreifenden Rechtsrahmens sowie Standardisierungen in den Bereichen elektrische Sicherheit, Netzanschluss, digitale Kommunikation und Mess- und Steuerungsanwendungen. Der Beirat habe die Notwendigkeit betont, bestehende Hindernisse und Benachteiligungen im aktuellen rechtlichen Rahmen für die Stromspeicherung und den rückspeisenden Strom ganzheitlich zu beseitigen. Dies betreffe insbesondere die Verpflichtung zur Zahlung von Entgelten, Abgaben und Umlagen.
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr werde nun gemeinsam mit Partnern innerhalb und außerhalb der Bundesregierung an der Umsetzung dieser Empfehlungen arbeiten, um die Potenziale der Elektromobilität für die Bürgerinnen und Bürger sowie für das Energiesystem insgesamt zu erschließen.
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