Mittwoch, 22. Januar 2025

NetzWerkStadtNetzinformationssystem für vier Stadtwerke

[17.11.2020] Die Energiekooperation NetzWerkStadt führt bei vier Stadtwerken das Netzinformationssystem GEONIS ein. Das hat einen umfassenden Systemwechsel bei dem Energieversorgerverbund in der Region Bodensee-Oberschwaben zur Folge.

Das Stadtwerk am See in Friedrichshafen, das Regionalwerk Bodensee in Tettnang sowie die Stadtwerke Bad Saulgau und Mengen in Baden-Württemberg treiben die Erneuerung ihres Netzinformationssystems voran. In der ersten Jahreshälfte 2019 hatten die vier Versorger, die zusammen den Energieversorgerverbund NetzWerkStadt bilden (wir berichteten), eine umfangreiche Marktanalyse durchgeführt und schließlich eine Ausschreibung veröffentlicht. Mit dem Zuschlag an die Firmen Geocom Informatik und imp ist nun das Einführungsprojekt gestartet, informiert die Energiekooperation. Ziel sei die Etablierung aller Planungs-, Dokumentations-, Auskunfts- und Betriebsfunktionen sowie Workflows auf Basis der GIS-Plattform Esri ArcGIS und des Netzinformationssystems GEONIS. Dem gehe die Migration der Geodaten aus dem bislang genutzten System sisNET auf Basis von Bentley MicroStation voraus.

Enge Zusammenarbeit

Was können moderne geografische Netzinformationssysteme leisten und welche Anforderungen müssen zwingend erfüllt werden, um die Herausforderungen im eigenen Haus adäquat zu lösen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich 2018 und 2019 die NetzWerkStadt laut eigener Angabe in einer umfassenden Anforderungsanalyse, Markterkundung und Ausschreibung, die in enger Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Beratungsunternehmen TK Geoinformatik durchgeführt wurden.
Als Gemeinschaftsunternehmen erbringe die NetzWerkStadt unter anderem IT-Dienstleistungen – für die eigenen Gesellschafter ebenso wie für andere Versorger. Die Anforderungen hinsichtlich der Nutzungsbreite, Performance und Anwendungstiefe seien folglich hoch und entsprechend die Ausschreibung anspruchsvoll gewesen. „Eine fundierte Prozess- und Anforderungsanalyse sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Systemauswahl“, sagt Thomas Krüger von TK Geoinformatik. Das Altsystem wird nun durch die flexible und offene Lösung GEONIS abgelöst. „Überzeugt hat uns die einheitliche und offene Datenverwaltung. Wir möchten die Datenanalysen ausbauen, umfangreiche Web-Anwendung aufbauen und dabei die Mandantenfähigkeit und Performance des Systems sicherstellen“, erklärt Christoph Stiens, Geschäftsführer der NetzWerkStadt, die Entscheidung für GEONIS. „Für mich war ausschlaggebend, dass auch Nichtprogrammierer die Lösung anpassen können. Außerdem war die Abbildung der Breitband-Anforderungen und die standardisierte Bereitstellung von Services und OGC-konformen Diensten für uns ein wichtiges Kriterium.“

Zukunftsweisendes System

Mit der Einführung von GEONIS für die Sparten Strom, Erdgas, Wasser, Fernwärme, Abwasser und Telekommunikation etabliert die NetzWerkStadt ein zukunftsweisendes System, teilt der Energieversorgerverbund mit. Zusätzlich könnten die bisherigen Dienstleistungen im Bereich Kommune, beispielsweise Flächennutzungs- und Bebauungspläne, problemlos fortgeführt werden. Es erfülle im Hinblick auf Offenheit und Flexibilität bei gleichzeitiger Abbildung der branchenüblichen Normen bereits mit dem Standardprodukt die Anforderungen eines modernen IT-Betriebs. Gleichzeitig würden alle von der NetzWerkStadt geforderten fachlichen Anforderungen abgedeckt.
Auf Basis der ArcGIS-Technologie von Esri stelle Geocom Informatik über das GEONIS Framework der NetzWerkStadt ein durchgängiges und medienbruchfreies Informationssystem für Desktop, Server/Web sowie mobile Lösungen bereit. Getreu dem generischen Lösungsansatz „Konfigurieren statt Programmieren“ passe sich GEONIS individuell den gestellten Nutzeranforderungen an. Auch für zukünftige Fragestellungen sehen sich die NetzWerkStadt und ihre Gesellschafter gut aufgestellt: „Wir setzen in das System die Hoffnung, ein zukunftsfähiges und investitionssicheres System einzuführen und dabei große Akzeptanz und Synergien durch den großen Verbreitungsgrad bei Energieversorgern zu erzielen“, sagt Projektleiter Manuel Reinhardt, Leiter Netzdokumentation beim Stadtwerk am See.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen
Porträtfoto von badenova-Vorstandsvorsitzendem Hans-Martin Hellebrand

badenova: Aus für Tesla und X

[21.01.2025] Der Energiedienstleister badenova verabschiedet sich von Tesla-Fahrzeugen und dem Kurznachrichtendienst X. mehr...

Hamminkeln/Gelsenwasser: Gemeinsame Gründung von Stadtwerken

[15.01.2025] Die Stadt Hamminkeln und Gelsenwasser haben Ende 2024 gemeinsam Stadtwerke ins Leben gerufen. Ziel der Partnerschaft ist eine nachhaltige Modernisierung der Abwasserentsorgung und der Ausbau erneuerbarer Energien in der Region. mehr...

Stadtwerke Ahrensburg: Neue Strategie vorgestellt

[14.01.2025] Die Stadtwerke Ahrensburg haben jetzt gemeinsam mit BET Consulting eine neue Unternehmensstrategie entwickelt. Diese soll die Energiewende voranbringen, die Digitalisierung meistern und dabei die Transformationskosten für die Bürger niedrig halten. mehr...

ITC/pixolus: Zusammenarbeit gestartet

[14.01.2025] Die ITC AG und pixolus bündeln jetzt ihre Kompetenzen, um die manuelle Zählerablesung effizienter zu gestalten. Kern der Kooperation ist die Integration von Bilderkennungslösungen in ITC-Software. mehr...

Kisters: Neue Leiter für Vertrieb, Consulting und Projektmanagement

[10.01.2025] Das Aachener IT-Unternehmen Kisters hat zum Jahresbeginn sein Führungsteam im Geschäftsbereich Energie neu aufgestellt. mehr...

Neufahrn/Eching: Neue Kooperationsgesellschaft

[09.01.2025] Die neu gegründete Kooperationsgesellschaft Energienetze Neufahrn Eching hat zum Jahresbeginn ihren Betrieb aufgenommen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die regionale Energie- und Wärmewende effizienter zu gestalten und den Übergang zu klimaneutraler Wärmeversorgung voranzutreiben. mehr...

Ludwigsburg: Unternehmen für Energiewende gegründet

[09.01.2025] Mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Energiewende Region Ludwigsburg wollen die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim und die Kreissparkasse Ludwigsburg regionale Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien effizient umsetzen und so die Energiewende vor Ort voranzutreiben. mehr...

RheinEnergie: RheinNetz bündelt Aufgaben

[08.01.2025] Aus der Rheinischen Netzgesellschaft wird die RheinNetz. Damit sollen auch alle Aufgaben rund um Netzbetrieb, Netzausbau und Netzabrechnung gebündelt werden. mehr...

Das Bild zeigt die Müllverbrennungsanlage Rüdersdorf bei Berlin.

Danpower: MVAs von Steag Iqony erworben

[07.01.2025] Das Unternehmen Danpower übernimmt zwei Müllverbrennungsanlagen von der Steag Iqony Group. Die Anlagen in Lauta und Rüdersdorf sollen bis zu 25.000 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme versorgen. mehr...

Das Bild zeigt vier Fahnen mit dem Schriftzug enercity.

enercity: Zukauf von Hanwha Q CELLS

[06.01.2025] Das Energieunternehmen enercity hat wesentliche Bereiche von Hanwha Q CELLS übernommen. Dazu gehören das Energiehandelsgeschäft, Photovoltaikanlagen und Anteile an der Firma Lynqtech. mehr...

Das Bild zeigt die Langmatz-Geschäftsführer Ludwig Fischer und Dieter Mitterer vor dem Firmengebäude.

Langmatz: Weichenstellung für die Zukunft

[16.12.2024] Langmatz verstärkt sein Engagement im Energiesektor. Die Produktpalette in diesem Bereich soll deutlich erweitert werden. mehr...

Unterzeichnung der Pachtverträge zwischen der ENERVIE Gruppe und den Stadtwerken Hemer. Foto: Enervie

Enervie: Stadtwerke Hemer gepachtet

[13.12.2024] Die Enervie-Gruppe pachtet langfristig den Geschäftsbetrieb der Stadtwerke Hemer. Start des Pachtmodells ist der 1. Januar 2025. mehr...

Stadtwerke Pforzheim: Künftig mit Doppelspitze

[12.12.2024] Ab Januar 2025 wird die SWP von einer Doppelspitze geleitet. Neben dem bisherigen Geschäftsführer Herbert Marquard übernimmt Aik Wirsbinna eine Mitgeschäftsführung. Die Entscheidung wurde jetzt einstimmig vom Aufsichtsrat des Unternehmens getroffen. mehr...

Hertener Stadtwerke: TSM-Zertifizierung erneut erhalten

[11.12.2024] Die Hertener Stadtwerke haben erneut die TSM-Zertifizierung für ihre Netze in den Bereichen Strom, Gas und Fernwärme erhalten. mehr...

Nun Partner: Robert Perić (Stadtwerke Bochum GmbH), Hind Seiferth, Jan Knoche, Khouschnaf Ibrahim, Matthias Lohse (alle Gründungsgesellschafter Unigy GmbH), Martin Müller (RhönEnergie Fulda GmbH; v.l.). Foto: Unigy GmbH

Stadtwerke Bochum: Beteiligung an KI-Start-up

[10.12.2024] Die Stadtwerke Bochum beteiligen sich am KI-Start-up Unigy. Damit soll eine strategische Partnerschaft für die Energiewende begründet werden. mehr...