Veolia/BS EnergyKohle ade!

Am 6. Februar 2024 erreichte der letzte Kohlezug das Heizkraftwerk Mitte in Braunschweig.
(Bildquelle: Veolia)
In der vergangenen Woche wurde im Braunschweiger Kohleheizkraftwerk am Standort Mitte die letzte Steinkohle verfeuert. Mit den letzten Tonnen Kohle wurde der Kohlekessel heruntergefahren, außer Betrieb genommen und damit der Kohleausstieg der Veolia-Tochter BS Energy vollzogen. „Der Kohleausstieg markiert einen bedeutenden Meilenstein. In den vergangenen Jahren haben wir konsequent auf diesen Tag hingearbeitet“, betont BS-Energy-Vorstandsvorsitzender und Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei Veolia Jens-Uwe Freitag, „Der Ausstieg aus der Energieerzeugung aus Steinkohle, die Reduzierung der CO2-Emissionen und die Förderung erneuerbarer Energien sind wichtige Schritte auf unserem Weg zur Klimaneutralität.“
Moderne Erzeugungsanlagen
Möglich wurde der Kohleausstieg durch ein nachhaltiges neues Kraftwerkskonzept und die Modernisierung und den Neubau von Erzeugungsanlagen: Das Steinkohleheizkraftwerk, das Strom und Wärme am Standort Mitte produzierte, wurde durch ein Biomasse-Heizkraftwerk mit dem Hauptbrennstoff Altholz in Kombination mit einem Gasturbinen-Heizkraftwerk ersetzt.
„Das Ja des BS-Energy-Aufsichtsrats 2018 zur Modernisierung des Kraftwerkparks mit dem größten Investitionsvolumen der Unternehmensgeschichte in Höhe von 250 Millionen Euro läutete den Kohleausstieg ein und machte BS Energy zu einem Vorreiter in der Energiebranche“, resümiert Freitag, „Die modernen Erzeugungsanlagen ermöglichen es uns, einen diversifizierten Energiemix anzubieten, der vor allem auf erneuerbare Energieträger setzt und langfristig zur Sicherung einer sauberen und gesunden Umwelt beiträgt.“
Das neue Biomasse-Heizkraftwerk deckt ganzjährig die Wärmegrundlast ab, die Strom- und Wärmeerzeugung mittels Kraft-Wärme-Kopplung ist dabei hocheffizient. Seine elektrische Leistung beträgt 22 Megawatt (MW), die Wärme, die ins Fernwärmenetz eingespeist wird, liegt bei 60 MW. Das neue Gasturbinen-Heizkraftwerk mit Abhitze-Wärmetauscher zur Strom- und Wärmeerzeugung trägt die Spitzenlast vor allem in der kälteren Jahreszeit.
Es erzeugt mittels umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung rund 79 MW an Wärme, die elektrische Leistung beträgt rund 62 MW. Die moderne Gasturbine des Gasturbinen-Heizkraftwerks ist H2ready – das bedeutet, dass sie nach technischen Anpassungen mit einem großen Anteil an erneuerbarem Wasserstoff im Erdgas ohne Probleme Strom und Wärme produzieren kann. Zusammen mit der bestehenden flexiblen Gas- und Dampfturbinenanlage, die einer Leistungssteigerung unterzogen wurde, gewährleisten die neuen Anlagen die Versorgungssicherheit.
Primärenergiefaktor sinkt auf 0,27
Durch die Umstellung von Steinkohle auf Altholz als regenerativem Energieträger sinkt der Primärenergiefaktor der Fernwärme in Braunschweig von 0,7 auf 0,27. Der Primärenergiefaktor ist eine entscheidende Größe bei der Berechnung des Primärenergiebedarfs eines Gebäudes. Der Primärenergiebedarf entscheidet unter anderem über erforderliche Sanierungsmaßnahmen und die Höhe der Förderung, die bei der Sanierung oder beim Bau einer Immobilie beantragt werden kann. „So profitieren unsere Fernwärmekunden vom niedrigen Primärenergiefaktor, ohne sich selbst um die Dekarbonisierung ihrer Wärmeversorgung kümmern zu müssen“, erläutert Freitag.
Schritte zur Treibhausgasneutralität
Welche regenerativen Energiequellen das größte Potenzial bieten und wie diese zukünftig genutzt werden können, untersucht BS Energy in laufenden Studien. Neben der Neuplanung von klimaneutralen Quartieren wie zum Beispiel Wenden-West stellt insbesondere die Dekarbonisierung der bestehenden Wärmenetze eine Herausforderung auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität dar.
„Wir ruhen uns auf dem Erfolg des Kohleausstiegs nicht aus. Gemeinsam arbeiten wir daran, CO2-Emissionen weiter zu reduzieren und die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien voranzutreiben“, unterstreicht Freitag. „Unser Anspruch ist, bis 2035 klimaneutral zu werden. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, wird BS Energy weiterhin sein Know-how und seine finanziellen Eigenmittel in Modernisierungen der Erzeugungsanlagen und den Netzum- und -ausbau investieren.“
AEE: Greifswald ist Energie-Kommune 2025
[02.03.2026] Die Stadt Greifswald hat die bundesweite Abstimmung zur „Energie-Kommune des Jahres 2025” gewonnen. Dies teilte die Agentur für erneuerbare Energien mit. 42,3 Prozent der Stimmen entfielen auf die Universitäts- und Hansestadt. mehr...
Region Mitte Niedersachsen: Förderung dreier Klimaschutz-Projekte
[02.03.2026] Die Zukunftsregion Mitte Niedersachsen fördert drei Projekte zu Mikrowärmenetzen, energetischer Sanierung und Abfallpädagogik mit rund 540.000 Euro. Die Bescheide übergab Landesbeauftragter Ottmar von Holtz in Rehburg-Loccum und setzte damit ein Signal für die interkommunale Zusammenarbeit in Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. mehr...
Würzburg: Fahrplan zur Klimaneutralität
[23.02.2026] Bis 2028 soll die Stadtverwaltung Würzburg treibhausgasneutral werden. Dabei stützt sie sich unter anderem auf einen kapazitätsoptimierten Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften. mehr...
Anklam: Bioenergie-Cluster und H2-Kraftwerk
[17.02.2026] Die Hansestadt Anklam setzt auf Bioenergie, Wasserstoff und kommunale Wärmeplanung. Im Mittelpunkt stehen zwei Projekte: das Innovationsbündnis biogeniV und ein geplantes Verbundkraftwerk. Das Ziel ist Klimaneutralität bis 2040. mehr...
Mannheim: Phosphorrecyclinganlage in Betrieb gegangen
[16.02.2026] MVV Energie hat in Mannheim eine Phosphorrecyclinganlage in ihre bestehende Abfallverbrennung integriert. Damit gewinnt das Unternehmen aus Klärschlamm bis zu 90 Prozent des enthaltenen Phosphors zurück und stärkt die regionale Kreislaufwirtschaft in Baden-Württemberg. mehr...
Kreis Nienburg: Land fördert modulare Thermolyseanlage
[13.02.2026] Niedersachsen fördert den Bau einer modularen Thermolyseanlage des Unternehmens Waste2Value im Landkreis Nienburg mit 6,05 Millionen Euro. Die Anlage soll schwer recycelbare Kunststoffe chemisch verwerten, 27 Arbeitsplätze schaffen und den Strukturwandel in der Region vorantreiben. mehr...
Klimamanagement: Software und Beratung aus einer Hand
[11.02.2026] Der IT-Dienstleister regio iT unterstützt Kommunen mit einem modularen Lösungspaket bei Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Es handelt sich um eine synergetische Kombination aus IT-gestütztem Datenmanagement, strategischer Beratung und effizienter Beschaffung. mehr...
Hessischer Staatspreis Energie 2026: Bewerbungsphase gestartet
[11.02.2026] In Hessen hat die Bewerbungsphase für den Staatspreis Energie 2026 begonnen. Bis Ende April können Projekte eingereicht werden, die zu einer sicheren, klimafreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung beitragen. mehr...
Trianel: evm entwickelt Strategie für erneuerbare Stromversorgung
[09.02.2026] Die Energieversorgung Mittelrhein entwickelt mit Trianel eine Gesamtportfoliostrategie für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung. Ziel ist es, Planung, Betrieb und Vermarktung so zu verzahnen, dass Klimaziele, Wirtschaftlichkeit und Marktrisiken zusammenpassen. mehr...
Baden-Württemberg: Klimaschutz-Programm reaktiviert
[04.02.2026] Kommunen in Baden-Württemberg können wieder Förderanträge für Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude stellen. Das Land reaktiviert dafür den zweiten Teil des Programms Klimaschutz-Plus und ergänzt die bereits laufende Investitionsförderung. mehr...
Energie-Kommune des Jahres: Drei Finalisten stehen fest
[04.02.2026] Greifswald, der Landkreis Regensburg und Schwalmtal stehen im Finale um den Titel „Energie-Kommune des Jahres 2025“. Die Entscheidung fällt am 26. Februar bei einer digitalen Auszeichnungsveranstaltung nach öffentlicher Abstimmung. mehr...
Hamburg: Forschungsgebäude für Energiewende geplant
[03.02.2026] Die Freie und Hansestadt Hamburg plant am Energie-Campus der HAW Hamburg ein neues Forschungsgebäude für die Energiewende. Rund 20 Millionen Euro fließen in Labore, Büros und einen Showroom für Zukunftstechnologien, der 2028 in Betrieb gehen soll. mehr...
Rheinland-Pfalz: Ausbau der Erneuerbaren nimmt zu
[27.01.2026] Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz hat 2025 deutlich zugelegt, insbesondere bei Windenergie-Genehmigungen und Photovoltaik-Zubau. Nach Angaben des Klimaschutzministeriums sieht sich das Land damit auf Kurs in Richtung Klimaneutralität bis 2040. mehr...
KlimaAgentur Hamm: Auf vier weitere Jahre
[22.01.2026] Die KlimaAgentur Hamm wird für weitere vier Jahre beauftragt und setzt ihren Beratungs- und Unterstützungsauftrag für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen fort. Neue Schwerpunkte liegen auf sozialverträglicher Energiewende, klimaneutraler Mobilität und dem Ausbau des Beratungsangebots. mehr...
Rhein-Lahn-Kreis: Klimaschutzportal bündelt Daten
[22.01.2026] Der Rhein-Lahn-Kreis stellt mit einem regionalen Klimaschutzportal eine zentrale Online-Plattform für klimarelevante Daten, Förderangebote und Aktivitäten bereit. Das Portal soll Transparenz schaffen, Information bündeln und perspektivisch mehr Beteiligung ermöglichen. mehr...















