Freitag, 15. November 2024

Stuttgart / ÜberlingenKlimaneutrale Quartiere

[17.10.2018] In Stuttgart und Überlingen sollen im Rahmen eines auf fünf Jahre angelegten Forschungsvorhabens klimaneutrale Stadtquartiere realisiert werden.
Das Bürgerhospital in Stuttgart könnte künftig ein beispielhaftes

Das Bürgerhospital in Stuttgart könnte künftig ein beispielhaftes, energetisch klimaneutrales Quartier werden.

(Bildquelle: Stadtmessungamt Stuttgart)

Einer Vision für eine klimaneutrale Energieversorgung in der Zukunft geht das Forschungsvorhaben „Stadtquartier 2050“ der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart nach. Das Projekt, das beim Amt für Umweltschutz angesiedelt ist, wird von den Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie Bildung und Forschung voll gefördert und ist auf eine Laufzeit von fünf Jahren angelegt. Beworben hatte sich die Stadt Stuttgart gemeinsam mit der Stadt Überlingen und 13 weiteren Projektpartnern. Insgesamt wurden vom Bund 14 Millionen Euro für das Vorhaben bewilligt.
Indem das Projekt in Stuttgart und Überlingen parallel, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten und lokalen Gegebenheiten durchgeführt wird, sollen sich nach Angaben der Stadt Stuttgart Synergieeffekte ergeben und Konzepte entstehen, die auf viele verschiedene Quartiersstrukturen deutschlandweit übertragbar sind.
In Stuttgart soll die Entwicklung des Quartiers Bürgerhospital beispielgebend für eine klimaneutrale Energieversorgung sein. Die Umsetzung wird umfangreich wissenschaftlich begleitet. Der Energiebedarf des neuen Quartiers soll vor allem durch lokal vorhandene Quellen gedeckt werden, insbesondere Geothermie und Photovoltaik auf Dächern und Fassaden. Die Wärmeverteilung wird laut der Stadt Stuttgart über ein Nahwärmenetz erfolgen, das für Spitzenlasten einen Anschluss an die Fernwärme erhält. Fossile Brennstoffe seien hingegen ausgeschlossen. Außerdem müssen die Gebäude mindestens die Anforderungen des Energiestandards KfW 55 erfüllen.
Neben technischen Aspekten sind sozialwissenschaftliche Fragen wichtige Elemente der Forschung: Wie kann es gelingen, dass günstiger Wohnraum auch energieeffizient ist? Wie können die Bewohner über Mieterstrommodelle direkt von ihren Solaranlagen profitieren? Und wie können sie dazu motiviert werden, von sich aus bewusst mit Energie umzugehen?
Koordiniert wird das Forschungsprojekt von der Stadt Stuttgart gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik. Weitere Forschungspartner sind die Universität Stuttgart mit dem Institut für Werkstoffe im Bauwesen, das Forschungsinstitut für Wärmeschutz München sowie das Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien. Bei der Umsetzung vor Ort wird die Landeshauptstadt von den Stadtwerken Stuttgart unterstützt.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Energieeffizienz
Nachtansicht einer Straße in Freiburg.

Freiburg: Stadt tauscht 3.500 Leuchten aus

[10.10.2024] Die Stadt Freiburg modernisiert ihre Straßenbeleuchtung. Ab dem 14. Oktober werden 3.500 Leuchten auf umweltfreundliche LED-Technik umgerüstet. Damit spart die Kommune 73 Prozent Strom und reduziert den CO₂-Ausstoß erheblich. mehr...

Die dena hat den Finanzierungsbedarf für die energetische Sanierung aller öffentlichen Gebäude errechnet.

dena-Studie: Milliarden für klimaneutrale Sanierung

[11.09.2024] Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat in einer neuen Studie den Finanzierungsbedarf für die energetische Sanierung aller öffentlichen Gebäude in Deutschland auf ein klimaneutrales Niveau bis 2045 berechnet. Demnach werden jährlich rund sechs Milliarden Euro benötigt. mehr...

Rheinland-Pfalz: Eifelpipeline in Betrieb

[05.09.2024] Mit der offiziellen Inbetriebnahme des Regionalen Verbundnetzes Westeifel, auch bekannt als Eifelpipeline, wurde jetzt ein bundesweit einzigartiges Infrastrukturprojekt gestartet. Das Vorhaben integriert Trinkwasser- und Energieversorgung sowie Digitalisierung in einem System. mehr...

Effiziente Gebäude: Konferenz zum nachhaltigen Bauen

[03.09.2024] ZEBAU veranstaltet am 16. September 2024 die Fachkonferenz Effiziente Gebäude 2024 in Hamburg. Im Fokus stehen nachhaltige und energieeffiziente Baukonzepte, die zur Erreichung der Klimaziele beitragen sollen. mehr...

Radwegleuchten mit integriertem Solarpanel.

WE-EF Leuchten: Neue Solarleuchten vorgestellt

[09.08.2024] Mit der Erweiterung der AFL100-Serie um zwei innovative Solarlösungen bietet WE-EF Leuchten moderne und umweltfreundliche Beleuchtungslösungen für Städte und Gemeinden. Die neuen Modelle punkten mit Nachhaltigkeit, hoher Lichtqualität und einfacher Installation. mehr...

Rathaus von Gummersbach: Städtische Gebäude sollen energieeffizienter werden.

Gummersbach: Energie und Kosten sparen

[08.08.2024] Die Stadt Gummersbach will mit Unterstützung von Engie Deutschland den Energieverbrauch städtischer Gebäude senken und so rund 800.000 Euro einsparen. Das Energiespar-Contracting startet im Sommer 2025 und läuft über zehn Jahre. mehr...

Klimaschutzministerin Katrin Eder (r.) überreicht Bürgermeisterin Annette Wick den Förderbescheid.

Rheinland-Pfalz: Förderung für energetische Sanierung

[01.08.2024] Die Stadt Diez erhält rund 2,2 Millionen Euro Fördermittel für die umfassende energetische Sanierung einer Sporthalle. Die rheinland-pfälzische Klimaschutz- und Energieministerin Katrin Eder hat jetzt den Förderbescheid übergeben. mehr...

Die Solaroffensive beginnt auf dem Dach des Landratsamts Bayreuth.

Bayreuth: Partnerschaft von Stadt und Umland

[31.07.2024] Die Agentur für Erneuerbare Energien zeichnet im Juli die Region Bayreuth als Energie-Kommune des Monats aus. mehr...

bericht

Klimafreundliches Bauen: Abschied von Energiedinosauriern

[24.07.2024] Die Zahl der Plusenergiehäuser ist noch relativ gering. Die meisten Gebäude sind Energiefresser. Die kommunale Wärmeplanung kann hier für Klarheit sorgen. Wichtig ist auch, Immobilien als Teil eines Netzwerks aus Gebäuden, Straßen und grünen Energiequellen zu sehen. mehr...

Das Unternehmen energielenker präsentiert mit Enbas einen selbstlernenden Energiemanager.

energielenker: Smarter Energiemanager

[11.07.2024] Das Unternehmen energielenker präsentiert mit Enbas einen selbstlernenden Energiemanager, der die Energieströme in Gebäuden optimal steuert. Dank integrierter KI-Algorithmen analysiert Enbas das Nutzungsverhalten und die Stromerzeugung. mehr...

Oberbürgermeister Belit Onay

enercity: Biomethan-BHKW für Kohleausstieg

[19.06.2024] enercity nimmt ein Biomethan-Heizkraftwerk in Betrieb. Damit rückt der Kohleausstieg in Hannover näher. Die hochflexible Anlage für Spitzenlast produziert erneuerbare Wärme und erneuerbaren Strom. mehr...

In Trier rüsten die Stadtwerke die Straßenbeleuchtung sukzessive auf LED um und erwirken damit mehr Energieeffizienz und Umweltschutz.

Trier: Einheitliche LEDs senken CO2-Ausstoß

[14.06.2024] Seit dem Jahr 2016 stellen die Stadtwerke in Trier die Straßenbeleuchtung auf LED um. Über 78 Prozent der vormals unterschiedlichsten Leuchtentypen sind mittlerweile umgerüstet, der Stromverbrauch hat sich dadurch mehr als halbiert. mehr...

Frank Junker

Mainova: Marktstart für smartes Monitoring

[11.06.2024] Mainova AG und der ABG Frankfurt wollen mit Heatral für effiziente Heizanlagen sorgen. mehr...

Die Stadt Brühl nutzt die Energie-Managementsoftware von ITC.

ITC AG: Brühl nutzt Energie-Management

[30.05.2024] Bereits seit dem Jahr 2021 nutzt die Stadt Brühl die Energie-Managementsoftware von ITC. Mittlerweile hat die Stadt rund 500 Hauptzähler und deren Untermessungen in das Energie-Management eingebunden. mehr...

Standorte der Bevölkerungsschutzleuchttürme in Wolfsburg.

Wolfsburg: Auf den Blackout vorbereitet

[08.05.2024] Mit 38 Bevölkerungsschutzleuchttürmen ist die Stadt Wolfsburg jetzt auf das Szenario eines Blackouts vorbereitet. Mithilfe der Leuchttürme besteht die Möglichkeit, via Digitalfunk einen Notruf an die Feuerwehr, Polizei oder den Rettungsdienst abzusetzen. mehr...