Donnerstag, 19. März 2026

Pariser WeltklimavertragChina und USA haben ratifiziert

[06.09.2016] China und die USA haben jetzt den Weltklimavertrag von Paris ratifiziert. Zusammen sind die beiden weltgrößten Treibhausgas-Emittenten für 40 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich.
Der Klimawandel birgt Risiken wie steigende Meeresspiegel

Der Klimawandel birgt Risiken wie steigende Meeresspiegel, Dürren und Stürme.

(Bildquelle: Wilhelmine Wulff / pixelio)

Kurz vor dem Start des G20-Gipfels haben China und die USA das Pariser Klimaabkommen ratifiziert. Die Umweltorganisationen Germanwatch und Greenpeace loben die Annahme des Vertrags. So begrüßte Germanwatch den verbindlichen Beitritt der beiden weltweit größten Treibhausgas-Emittenten als „Riesenschritt zum Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens“. Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation, sagte: „Das ist ein klares Bekenntnis der beiden größten CO2-Emittenten der Welt, dass sie jetzt ernst machen mit dem Klimaschutz. Diese Doppelratifizierung sendet das Signal an Investoren und Entscheidungsträger weltweit, dass die Zeichen auf Dekarbonisierung stehen.“ Zudem wachse der Druck auf die EU-Staaten, ebenfalls schnell zu ratifizieren. Das Abkommen trete dann in Kraft, wenn mindestens 55 Staaten, die zusammen für 55 Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich sind, ratifiziert haben. Vor den USA und China sind laut Germanwatch bereits 24 Staaten beigetreten. Dabei handle es sich aber fast ausschließlich um kleine Inselstaaten und Entwicklungsländer, die zusammen nur 1,1 Prozent der globalen Emissionen verantworten. Zehn weitere Staaten hätten bereits ratifiziert, aber die entsprechenden Urkunden noch nicht eingereicht, darunter Frankreich, Österreich und die Ukraine. Die USA und China stoßen zusammen fast 40 Prozent der globalen Treibhausgase aus. Bals: „Es ist nun sehr wahrscheinlich, dass das Abkommen noch in diesem Jahr in Kraft treten wird. Das wäre auch eine Versicherung gegen eine lange politische Hängepartie, die zum Beispiel bei einer Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten drohen würde.“ Denn nach Inkrafttreten wären alle Vertragsparteien mindestens vier Jahre lang an das Abkommen gebunden. Auch Greenpeace-Klimaexperte Martin Kaiser lobte die Nachricht: „Es braucht politischen Willen, um das Pariser Klimaabkommen von einer guten Idee zu einem wirklichen Plan zu machen. Obama und Xi haben diesen Willen heute bewiesen.“ Beide Politiker übernehmen aus Sicht der Umweltschutzorganisation damit Verantwortung, um die sich häufenden Dürren, Überschwemmungen und Stürme einzudämmen. Aber auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse das Pariser Abkommen endlich als Auftrag begreifen und den Ausstieg aus der Kohle aktiv gestalten, warnte Kaiser.





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