Baden-WürttembergBreiter Rückhalt für Windenergie
Eine repräsentative Forsa-Studie im Auftrag des Unternehmens EnBW Energie Baden-Württemberg belegt jetzt die hohe Akzeptanz von Windenergie in Baden-Württemberg. So gab eine Mehrheit der befragten Bürger in Baden-Württemberg (79 Prozent) an, dass das Thema eher bis sehr wichtig sei. Speziell bei den jüngeren Befragten unter 30 Jahren (88 Prozent) fand diese Aussage eine hohe Zustimmung. Damit stehen rund vier Fünftel der Bevölkerung Baden-Württembergs hinter dem Ausbau der Windkraft.
Dirk Güsewell, Leiter Erzeugung Portfolioentwicklung bei EnBW, sagt: „Der Ausbau der Erneuerbaren kann nur dann funktionieren, wenn es gelingt, hierfür auch den entsprechenden Rückhalt in der Bevölkerung zu finden. Umso mehr freut uns, dass die Akzeptanz für Windkraftnutzung in Baden-Württemberg nachweislich hoch ist – insbesondere auch bei Bürgern, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben und dadurch bereits Erfahrung mit Windenergie haben.“
So zeigten sich 78 Prozent der Befragten, die in Nähe zu einer Windkraftanlage leben, mit den Anlagen vor Ort eher oder sogar voll und ganz einverstanden. Als Grund gaben die Befürworter an, dass Windkraft keinen stören würde. Lediglich 22 Prozent der Befragten lehnen die Windkraft vor allem aus optischen Gründen eher ab. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich in Nähe der Befragten Windkraftanlagen befinden oder nicht. Ein weiteres Ergebnis ist, dass die Ablehnung in der Planungsphase vorübergehend steigt und nach Beginn der Betriebsphase wieder abnimmt.
Jeder zweite Befragte sehe zudem grundsätzlich eher Vorteile oder zumindest keine Auswirkungen auf die Menschen in der Region, während vier von zehn Befragten eher Nachteile für betroffene Menschen mit Windrad in der Nähe sehen. Auch wird nach Meinung der Befragten in Summe der Ausbau der Windkraft als notwendige Konsequenz des Atomausstiegs gesehen.
Die Gründe für die Durchführung der Befragung erläutert Güsewell folgendermaßen: „Für uns war dies ein Anlass, mit der Forsa-Studie eine Standortbestimmung vorzunehmen und uns der Frage zu stellen, ob wir – auf Basis eines breiten gesellschaftlichen Konsenses – noch auf dem richtigen Weg sind.“
Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller zeigte sich angesichts der Ergebnisse der Befragung erfreut und sagte: „Rund drei Viertel der Befragten unterstützen die Windenergie und damit die Politik der Landesregierung. Diese hohen Zustimmungswerte gibt es unabhängig von der Frage, ob eine Windkraftanlage in der Nähe des eigenen Wohnorts schon steht oder im Bau ist. Das zeigt, dass die Windkraft als Teil der Energiewende akzeptiert ist und als gute Form der Stromerzeugung befürwortet wird.“ Trotz der positiven Resonanz gelte es dabei immer, Bürger an einem Planungsprozess möglichst früh zu beteiligen.
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