EEG-UmlageAnstieg um drei Prozent
Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben auf Basis von Prognosen unabhängiger Gutachter jetzt die EEG-Umlage für das Jahr 2016 bekannt gegeben. Die Umlage erhöht sich laut einer gemeinsamen Pressemeldung um drei Prozent auf 6,35 Cent pro Kilowattstunde. Derzeit liegt sie noch bei 6,17 Cent. Der neue Wert ergibt sich unter Berücksichtigung der Vergütungen an Anlagenbetreiber abzüglich Gegenwert durch Börsenerlöse sowie des EEG-Kontostands und der Liquiditätsreserve. Der Umlagebetrag für 2016 wird mit 22,88 Milliarden Euro angegeben. So wird für das nächste Jahr mit einem Anstieg der regenerativen Stromerzeugung von über 15 Terawattstunden (TWh) auf 176 TWh gerechnet. Der stärkste Zubau wird vermutlich bei den Energieträgern Wind an Land, Wind auf See und Biomasse erfolgen. Gleichzeitig verringern sich die prognostizierten Börsenerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent, melden die Netzbetreiber. Die Differenz aus Anlagenvergütung und Börsenerlösen liegt bei 23,1 Milliarden Euro. Das EEG-Konto ist zum 30. September 2015 mit rund 2,5 Milliarden Euro im Plus, im Vorjahr lagen die Überschüsse zum selben Zeitpunkt noch bei 1,4 Milliarden Euro. Rein rechnerisch senkt der positive Kontostand die EEG-Umlage 2016 um 0,7 Cent pro Kilowattstunde. Die Liquiditätsreserve federt schließlich die Schwankungen auf dem EEG-Konto ab. Diese ergeben sich aus der Abweichung zwischen Prognose und tatsächlicher Einspeisung. Sie entstehen beispielsweise in besonders sonnenreichen Jahren, in denen die Vergütung für Solarstrom höher als erwartet ausfällt. Die Abweichungen nehmen mit einem voranschreitenden Zubau Erneuerbarer-Energien-Anlagen weiter zu. Derzeit liegt die Liquiditätsreserve bei zehn Prozent und beträgt rund 0,6 Cent pro Kilowattstunde (circa 2,3 Milliarden Euro).
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