KölnSchluss mit heimischer Braunkohle

Heizkraftwerk Köln-Merkenich: Mit dem Abschied von der Braunkohle endet ein Kapitel der Kölner Energiegeschichte.
(Bildquelle: RheinEnergie AG)
Nach 35 Jahren ist im Heizkraftwerk Köln-Merkenich Schluss mit der Braunkohle. Wie der Kölner Energieversorger RheinEnergie mitteilt, wurde der letzte Wirbelschichtkessel in der Nacht zum 1. April endgültig abgeschaltet. Damit endet die Energieerzeugung aus heimischer Braunkohle in Köln. Der Standort soll für neue, klimafreundlichere Technologien umgebaut werden.
Das braunkohlegefeuerte Kesselhaus in Merkenich war 1990 mit moderner Umwelttechnik in Betrieb gegangen. Er galt damals als vorbildlich, weil er weniger Stickoxide, Schwefeldioxid und Staub ausstieß als ältere Anlagen. Treibhausgase spielten damals noch kaum eine Rolle. Doch mit der wachsenden Kritik an der Kohlenutzung geriet auch das Merkenicher Kraftwerk unter Druck. Allein im Jahr 2024 stieß es noch knapp 300.000 Tonnen CO₂ aus – diese Emissionen entfallen nun dauerhaft.
„Der Braunkohlekessel war vor 35 Jahren aus damaliger Sicht modernster Umweltschutz in der Energieerzeugung. Heute ist er veraltete Technik“, sagte Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie, bei der Abschaltung. „Jetzt hat er seine Schuldigkeit getan, es ist Zeit für Neues.“
Die Energieversorgung für den Kölner Norden und Westen soll in Zukunft effizienter und klimafreundlicher werden. Bereits seit dem Jahr 2000 betreibt RheinEnergie in Merkenich eine Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD). Diese wird derzeit modernisiert, um ihren Wirkungsgrad zu erhöhen. Langfristig soll sie auf Wasserstoff umgestellt werden können (wir berichteten).
Ab 2029 soll zudem eine Klärschlammverbrennungsanlage klimaneutral Energie liefern. Darüber hinaus wird geprüft, ob am Standort eine Großwärmepumpe errichtet werden kann. „Wir befinden uns bei der RheinEnergie in einem ständigen Wandel“, so Feicht. „Auch am Standort Merkenich, wo wir Platz für die Technik von morgen schaffen.“
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