Freitag, 28. Februar 2025

WSWWasserstofftankstelle eingeweiht

[28.02.2025] Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben jetzt eine neue Wasserstofftankstelle auf ihrem Betriebshof Nächstebreck eingeweiht und 32 zusätzliche Wasserstoffbusse in Betrieb genommen.

Eröffnung der Wasserstofftankstelle in Wuppertal.

v.l.: Dr. Katrin Linthorst, Geschäftsbereich Klima- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Grünflächen und Recht der Stadt Wuppertal; Heiner Fragemann, Bürgermeister Wuppertal; Sabine Schnake, Geschäftsführerin der WSW mobil GmbH; Lars Jakobsen, Geschäftsführer Everfuel; Markus Hilkenbach, WSW-Vorstandsvorsitzender; Dietmar Bell, WSW-Aufsichtsratsvorsitzender; Christian Goll, Geschäftsführer Solaris

(Bildquelle: WSW/Kintopp Film)

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben jetzt auf ihrem Betriebshof Nächstebreck eine eigene Wasserstofftankstelle in Betrieb genommen. Wie der regionale Energieversorger mitteilt, entfällt damit die Notwendigkeit, die Busse an einer externen Tankstelle zu betanken, was Zeit und Ressourcen spart. Die neue Infrastruktur ermögliche eine effizientere Einsatzplanung der Wasserstoffflotte und stellt täglich 800 Kilogramm Wasserstoff für über 60 Busse bereit.

Parallel zur Eröffnung der Tankstelle haben die WSW ihre Flotte um 32 neue Wasserstoffbusse des Typs Urbino Hydrogen von Solaris erweitert. Mit 13 Gelenk- und 19 Solobussen wächst der Anteil der Brennstoffzellenfahrzeuge auf 18 Prozent der gesamten Busflotte. Die neuen Busse nutzen moderne Brennstoffzellensysteme, die Wasserstoff in elektrische Energie umwandeln, wobei lediglich Wasserdampf als Emission entsteht. Eine Tankfüllung reicht für bis zu 400 Kilometer, und der Betankungsvorgang dauert nur etwa zehn bis zwölf Minuten.

Der Wasserstoff für die Tankstelle stammt zu etwa 20 Prozent aus dem Müllheizkraftwerk der Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal (AWG), während der Großteil von einem externen Lieferanten bezogen wird. Produziert wird er aus regenerativen Energiequellen und entspricht der Klassifizierung „grüner“ und „oranger“ Wasserstoff.

Die WSW haben für das Projekt Partner aus der Industrie gewonnen, darunter den Wasserstoff-Infrastruktur-Anbieter Everfuel und den Bushersteller Solaris. WSW-Vorstandsvorsitzender Markus Hilkenbach bezeichnete die Investition als „einen Schritt in eine emissionsfreie Zukunft“ und betonte die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs für die Mobilitätswende. Die Gesamtinvestition für die Tankstelle beträgt rund 2,5 Millionen Euro, während die neuen Busse mit etwa 25 Millionen Euro zu Buche schlagen, unterstützt durch eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen.





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