Offenbach an der QueichKalte Nahwärme mit Zukunft
Die rheinland-pfälzische Klimaschutz- und Energieministerin Katrin Eder (Bündnis 90/Die Grünen) hat das Nahwärmenetz in Offenbach an der Queich offiziell in Betrieb genommen. Es versorgt das Rathaus und umliegende städtische Gebäude mit Wärme, darunter das Schwimmbad, die Sporthalle, eine Kindertagesstätte und die Feuerwache. In Zukunft sollen auch Privathaushalte an das Netz angeschlossen werden. „Mit der kalten Nahwärme hat sich Offenbach an der Queich für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung entschieden“, so Eder.
Weniger Verluste und zusätzliche Kühlfunktion
Kalte Nahwärmenetze arbeiten mit niedrigeren Betriebstemperaturen, was zu deutlich geringeren Wärmeverlusten ins Erdreich führt. Gleichzeitig können sie zur Gebäudekühlung genutzt werden. Diese Technologie ist energieeffizient, klimaschonend und benötigt wenig Strom. Offenbach an der Queich leistet damit nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern schafft auch eine unabhängige und kostensichere Wärmeversorgung für die Bürger.
Wärme von Grundwasser und Sonne
Das neue Wärmenetz wird aus Grundwasserbrunnen, Photovoltaikanlagen und einem Sondenfeld gespeist. Diese Kombination ermöglicht eine flexible und emissionsarme Energieversorgung. Das Netz besteht aus drei Entnahmebrunnen mit einer Tiefe von 16 Metern und zwölf Rückgabebrunnen.
Die geplante Trassenlänge beträgt rund 1.385 Meter. Die Vorlauftemperatur des Netzes beträgt zehn bis 13 Grad Celsius. Diese Temperatur wird mit effizienten Wärmepumpen auf die in den angeschlossenen Gebäuden benötigte Heiztemperatur angehoben. Insgesamt hat die Anlage eine Heizleistung von 500 Kilowatt (kW), die einen jährlichen Wärmebedarf von rund 1.110.000 Kilowattstunden (kWh) deckt.
Das Projekt stößt bereits über die Landesgrenzen hinaus auf Interesse. Im Sommer informierten sich Delegierte aus Städten der japanischen Präfektur Ibaraki über das Nahwärmenetz. „Wenn es uns gelingt, auf solche Vorzeigeprojekte aufmerksam zu machen, damit andere Gemeinden diesem Beispiel folgen, sind wir auf einem guten Weg weg von fossilen Energieträgern“, so Ministerin Eder.
Sachsen: Millionen für Wärmewende bewilligt
[12.10.2026] Sachsen hat erste Millionenförderungen für den Umbau der kommunalen Wärmeversorgung bewilligt. Sechs größere Projekte sollen den Einsatz erneuerbarer Energien voranbringen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. mehr...
Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm: Vorarbeiten für zwei Flusswasserwärmepumpen
[12.10.2026] Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm beginnen Mitte Oktober mit Vorarbeiten für zwei Flusswasserwärmepumpen an der Donau. Die Anlagen sollen ab 2027 regenerative Wärme für die Fernwärmeversorgung liefern. mehr...
Meersburg: Wärme aus dem Bodensee
[12.10.2026] Baden-Württemberg will landeseigene Gebäude in Meersburg künftig mit Wärme aus dem Bodensee versorgen. Insgesamt 13 Liegenschaften sollen schrittweise an das geplante Seewärme-Netz angeschlossen werden. mehr...
Stuttgart: Stadtwerke prüfen neues Wärmenetz in Feuerbach
[12.10.2026] Die Stadtwerke Stuttgart prüfen den Aufbau eines Wärmenetzes in Feuerbach, das zwischen 2030 und 2035 entstehen könnte. Eigentümer und Unternehmen können bereits jetzt unverbindlich ihr Interesse an einem Anschluss bekunden. mehr...
Dresden: Wärmeplan beschlossen
[07.10.2026] Der Dresdner Stadtrat hat den kommunalen Wärmeplan beschlossen und dabei Prüfgebiete ausgeweitet sowie den Maßnahmenplan angepasst. Mit dem Digitalen Energielotsen setzt die Stadt bereits eine Maßnahme um, die Gebäudeeigentümer bei Fragen zu Wärmeversorgung, Sanierung und Heizungstausch unterstützen soll. mehr...
N-Ergie: Genehmigung für Altholz-Heizkraftwerk
[05.10.2026] N-Ergie hat die Genehmigung für ein neues Altholz-Heizkraftwerk am Standort Nürnberg-Sandreuth erhalten. Die Anlage soll ab Ende 2029 Strom und Fernwärme erzeugen und bis zu 40 Megawatt thermische Leistung bereitstellen. mehr...
Naturstrom: Kölner Quartier wird mit Solarstrom und Wärmepumpe versorgt
[02.10.2026] Ein neues Wohnquartier in Köln-Ehrenfeld wird mit Photovoltaik und Wärmepumpen mit Strom und Wärme versorgt. Naturstrom hat das Energiekonzept für die 91 Wohneinheiten umgesetzt und bereitet zudem alle Tiefgaragenstellplätze für Wallboxen vor. mehr...
Stadtwerke Energie Jena-Pößneck: Großwärmepumpe für Abwasserwärme
[02.10.2026] Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck konkretisieren ihre Pläne, Abwasserwärme aus der Kläranlage Jena-Zwätzen für das Wärmenetz zu nutzen. Eine Investitionsentscheidung für das Projekt ANIKA soll 2027 fallen. mehr...
Kommunale Wärmeplanung: Umsetzung bleibt unverbindlich
[01.10.2026] Fast alle deutschen Großstädte haben fristgerecht eine kommunale Wärmeplanung vorgelegt. Eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln von 57 Wärmeplänen zeigt jedoch Grenzen des Instruments bei der Umsetzung auf. mehr...
evm/Iqony: Wärmegeschäft in Koblenz gebündelt
[30.09.2026] Energieversorgung Mittelrhein und Iqony bündeln zum 1. Oktober 2026 ihr Wärmegeschäft im Koblenzer Stadtteil Rauental. Die gemeinsame Gesellschaft Wärme Moselbogen soll die bestehenden Netze verbinden und bis 2034 rund 500 weitere Gebäude anschließen. mehr...
dena: Kommunenumfrage zur Wärmeplanung zeigt geteiltes Bild
[29.09.2026] Die kommunale Wärmeplanung kommt voran, doch die Umsetzbarkeit der Pläne wird unterschiedlich beurteilt. Eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur unter 778 Kommunen zeigt zudem Lücken bei eingeplanten Ressourcen und der angenommenen Sanierungsrate. mehr...
Fraunhofer IEG: KI-Plattform soll Wärmeplanung verständlicher machen
[29.09.2026] Das Forschungsprojekt HEATogether will eine KI-gestützte Plattform entwickeln, die Ergebnisse der Wärmeplanung für Kommunen, Energieversorger und Bürger verständlicher aufbereitet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben für drei Jahre mit rund 1,2 Millionen Euro. mehr...
Advertorial: Wärmewende für Stadtwerke finanzierbar machen – Was erfolgreiche Wärmeprojekte ausmacht
[24.09.2026] Die Wärmewende erfordert von Stadtwerken enorme Investitionen – und häufig wird ausgerechnet das knappe Eigenkapital zum Engpass. Wie sich Wärmeprojekte dennoch finanzieren und bis zur Investitionsreife entwickeln lassen und welche Rolle starke Partner dabei spielen, zeigt die Steag Iqony Group. mehr...
Stuttgart: Rechenzentrum versorgt Wärmenetz
[24.09.2026] Im Stuttgarter Synergiepark ist eine neue Wärmeversorgung mit Abwärme aus einem Rechenzentrum in Betrieb gegangen. Das Gebäudenetz soll jährlich rund fünf Gigawattstunden Wärme liefern und bildet den Ausgangspunkt für den weiteren Ausbau der Wärmeversorgung im Quartier. mehr...
Tettnang: Nahwärmenetz geht in Betrieb
[24.09.2026] In Tettnang ist nach 14 Monaten Bauzeit das neue Nahwärmenetz schrittweise in Betrieb gegangen. Die ersten öffentlichen und privaten Gebäude werden seit Mitte September mit Wärme aus regionalen Holzhackschnitzeln versorgt. mehr...












