Sonntag, 22. Februar 2026

WedelRichtfest für Power-to-Heat-Anlage

[21.07.2022] In Wedel wurde jetzt der Rohbau für eine der größten Wind-zu-Wärme-Anlagen dieser Art in Deutschland fertiggestellt. Die Anlage wird künftig überschüssigen Windstrom in Fernwärme umwandeln, mit der rund 27.000 Wohneinheiten versorgt werden können.

In einer gemeinsamen Pressemeldung geben die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) und die Hamburger Energiewerke bekannt, dass der Rohbau für eine der größten Wind-zu-Wärme-Anlagen dieser Art in Deutschland fertig ist. Die in der Stadt Wedel liegende Anlage werde künftig überschüssigen Windstrom in Fernwärme umwandeln. Michael Pollmann (Bündnis 90/Die Grünen), Staatsrat für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, habe gemeinsam mit Frank Golletz, technischer Geschäftsführer von 50Hertz, sowie Kirsten Fust, Geschäftsführerin der Hamburger Energiewerke, auf dem Gelände des Heizkraftwerks in Wedel den Richtkranz für die neue Anlage gehoben.
Mit der Fähigkeit, die Verbrauchsformen Strom und Wärme miteinander zu koppeln, trage die neue Power-to-Heat-Anlage (P2H) dazu bei, den von den Windkraftanlagen auf See und an Land erzeugten Strom regional und effizient zu nutzen und dadurch die Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien umzustellen. Mit einer Leistung von 80 Megawatt könnten rund 27.000 Wohneinheiten mit Fernwärme versorgt werden. Die Inbetriebnahme sei für die Heizperiode 2022/2023 geplant. Die Investitionskosten für die Anlage und deren Anbindung an das Stromübertragungsnetz betrügen rund 31,5 Millionen Euro.
Durch den Einsatz der Anlage könnten ab 2023 pro Jahr bis zu 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Gleichzeitig könne der Kohleeinsatz im Heizkraftwerk Wedel bis zur Stilllegung um rund 50.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden.
Die flexibel einsetzbare Anlage funktioniere nach dem Prinzip eines Tauchsieders. Windstrom werde genutzt, um Wasser zu erwärmen, das in das Fernwärmenetz eingespeist wird. Künftig solle die P2H-Anlage dann eingesetzt werden, wenn im Norden mehr Windstrom erzeugt wird, als die Stromleitungen abtransportieren können. Um diese Engpasssituation abzumildern, könne die Wärme Hamburg auf Anforderung von 50Hertz die P2H-Anlage aktivieren und diesen Strom zur Wärmeerzeugung nutzen, der anderenfalls abgeregelt werden müsste.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wärmeversorgung

Stadtwerke Lemgo: Beteiligungsvolumen für Großwärmespeicher ausgeschöpft

[20.02.2026] Das Beteiligungsvolumen für den Großwärmespeicher der Stadtwerke Lemgo ist binnen weniger Tage vollständig ausgeschöpft. Zwei Millionen Euro flossen in das Projekt zur klimaneutralen Wärmeversorgung und zeigen die breite Unterstützung für die Wärmewende vor Ort. mehr...

Enpal: Wärmepumpe kompensiert Fernwärmenetz

[20.02.2026] Enpal steigt in die kommunale Wärmeplanung ein und übernimmt für Städte und Gemeinden die Versorgung von Haushalten außerhalb bestehender Fernwärmenetze mit Wärmepumpen. Damit reagiert das Unternehmen auf den wachsenden Handlungsdruck der Kommunen und will mit hoher Installationskapazität eine Lücke in der lokalen Wärmewende schließen. mehr...

BBSR: Studie zur Wärmeplanung mit Digitalen Zwillingen

[18.02.2026] Eine neue Studie untersucht, wie Digitale Zwillinge die kommunale Wärmeplanung strategisch unterstützen. Der Bericht des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zeigt anhand von 189 Kommunen, wann sich der Einsatz digitaler Modelle lohnt und wo ihre Grenzen liegen. mehr...

Cuxhaven: Alter Fischereihafen erhält Energiespundwand

[13.02.2026] Niedersachsen fördert im Alten Fischereihafen Cuxhaven eine bundesweit einzigartige Energiespundwand, die Wärme direkt aus dem Meerwasser gewinnt. Das 3,1-Millionen-Euro-Projekt soll ein 61.000 Quadratmeter großes Quartier klimaneutral mit Heiz- und Kühlenergie versorgen und gilt als Modell für die Wärmewende in Häfen. mehr...

SAENA: Kostenfreies Webinar zur Wärmeplanung

[12.02.2026] Die Sächsische Energieagentur SAENA bietet am 27. Februar 2026 ein kostenfreies Webinar zu Ausschreibung und Vergabe in der kommunalen Wärmeplanung an. mehr...

Stiftung Umweltenergierecht: Webinar zur Wärmeplanung

[09.02.2026] Neue Leitfäden sollen Kommunen den Schritt von der Wärmeplanung in die praktische Umsetzung erleichtern. Die Stiftung Umweltenergierecht stellt zentrale Inhalte und Empfehlungen in einem kostenfreien Online-Seminar vor. mehr...

Stuttgart: Abwärme von Rechenzentrum macht Schule

[06.02.2026] Ein Rechenzentrum in Stuttgart speist seine Abwärme erstmals systematisch in ein lokales Wärmenetz ein. Das Projekt von nLighten und Wärmelösungen Synergiepark Stuttgart zeigt, wie digitale Infrastruktur konkret zur Dekarbonisierung städtischer Wärmeversorgung beitragen kann. mehr...

Leverkusen: Wärmeplan liegt öffentlich aus

[05.02.2026] Der Entwurf der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Leverkusen liegt nun öffentlich aus. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, den Plan online einzusehen und Stellung zu nehmen. Das Ziel ist eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045. mehr...

Darmstadt/Wiesbaden: Fortschritte bei kommunaler Wärmeplanung

[05.02.2026] Wiesbaden legt den Entwurf seiner kommunalen Wärmeplanung öffentlich aus, Darmstadt hat seine Wärmeplanung bereits beschlossen und vorgestellt. Beide Städte wollen damit den Umbau der Wärmeversorgung bis 2045 klimaneutral, wirtschaftlich tragfähig und planbar gestalten. mehr...

Gebäudeenergiegesetz: Spitzenverbände fordern Reform

[29.01.2026] Mehrere Spitzenverbände aus Energie-, Kommunal- und Immobilienwirtschaft fordern eine schnelle und grundsätzliche Reform des Gebäudeenergiegesetzes hin zu einem Gebäudemodernisierungsgesetz. Sie verlangen klare, investitionsfreundliche und praxistaugliche Regeln, die nationale und europäische Vorgaben zusammenführen. mehr...

Pforzheim: Energiezentrale in Betrieb gegangen

[29.01.2026] In Huchenfeld ist eine neue Energiezentrale in Betrieb gegangen, die den Pforzheimer Stadtteil künftig mit überwiegend erneuerbarer Wärme versorgen soll. Betreiber sind die Stadtwerke Pforzheim, die damit ihre Nah- und Fernwärmestrategie weiter ausbauen. mehr...

Nexiga/DBI: Wärmebedarf von Gebäuden berechnen

[21.01.2026] Eine neue, normbasierte Methode berechnet erstmals den Wärmebedarf nahezu aller Gebäude in Deutschland gebäudescharf. Entwickelt von Nexiga und der DBI-Gruppe, soll sie Kommunen, Energiewirtschaft und Wohnungswirtschaft präzisere Planungsgrundlagen liefern. mehr...

Herrenchiemsee: Kulturerbe hat Nahwärmesystem erhalten

[19.01.2026] Auf der Herreninsel im Chiemsee ist ein neues Nahwärmesystem mit Holzvergaser-Blockheizkraftwerk in Betrieb gegangen, das mehrere denkmalgeschützte Gebäude nahezu autark mit Wärme und Strom versorgt. Das Projekt zeigt, wie sich erneuerbare Energietechnik auch in sensiblen Kulturerbe-Strukturen technisch anspruchsvoll integrieren lässt. mehr...

Rhein-Hunsrück-Kreis: Wärmeplanung abgeschlossen

[16.01.2026] Im Rhein-Hunsrück-Kreis ist die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen und zeigt Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung auf. Kennzeichnend ist die interkommunale Zusammenarbeit mehrerer Kommunen, die ihre gesetzlich geforderten Wärmepläne gemeinsam erarbeitet haben. mehr...

bericht

Wärmeversorgung: Hoher Energieeinsatz, große Hebel

[13.01.2026] Wie Gewerbegebiete die Wärmewende vorantreiben können, zeigt ein Projekt im Ruhrgebiet. Im Rahmen von EMG.Ruhr sollen wirtschaftlich genutzte Flächen systematisch für eine klimafreundliche Energie-Infrastruktur erschlossen werden. mehr...