Stadtwerke Friedberg/LEWKaltes Nahwärmesystem für Friedberg

Über einen Wärmetauscher wird die Umweltwärme aus dem Grundwasser in den Solekreislauf gespeist.
v.l.: Andreas Feldmann, Leiter Energiedienstleistungen bei LEW; Holger Grünaug, Leiter der Stadtwerke Friedberg; Bürgermeister Roland Eichmann; Bauunternehmer Alois Kolpe; LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher
(Bildquelle: LEW/Hochgemuth)

Über einen Wärmetauscher wird die Umweltwärme aus dem Grundwasser in den Solekreislauf gespeist.
v.l.: Andreas Feldmann, Leiter Energiedienstleistungen bei LEW; Holger Grünaug, Leiter der Stadtwerke Friedberg; Bürgermeister Roland Eichmann; Bauunternehmer Alois Kolpe; LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher
(Bildquelle: LEW/Hochgemuth)
Im Auftrag der Stadtwerke Friedberg haben die Lechwerke (LEW) im Neubaugebiet im bayerischen Friedberg ein kaltes Nahwärmesystem errichtet. Alle geplanten fast 250 Wohneinheiten können damit energieeffizient und klimaschonend mit Heizwärme und Warmwasser versorgt werden, informiert der Versorger LEW. Im Unterschied zu einem klassischen Nahwärmenetz gehe bei der kalten Nahwärme auf dem Weg durch die Leitungen so gut wie keine Energie verloren: Herkömmliche Nahwärmesysteme erzeugen die Wärme zentral, zum Beispiel in einem kleinen Heizkraftwerk und verteilen die hohen Temperaturen dann über Rohre an die Gebäude. Das kalte Nahwärmenetz dagegen transportiere die aus Grundwasser gewonnene und mit rund zehn Grad Celsius vergleichsweise niedrige Umweltwärme zu den Häusern, sodass keine Wärmeverluste entstehen können, berichtet LEW. Erst dort erzeugen Wärmepumpen daraus Heizwärme und Warmwasser. Das Konzept des kalten Nahwärmenetzes in Friedberg ist von LEW-Experten für nachhaltige Energieerzeugung entwickelt worden. Eine Machbarkeitsstudie habe bestätigt, dass die Realisierung nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich besonders sinnvoll ist, meldet LEW.
Staatliche Förderungen möglich
Der Augsburger Versorger führt drei wesentliche Vorteile des Systems auf: Erstens können Bauherren die Umweltenergie des Grundwassers nutzen, ohne dafür eigene Brunnen bauen zu lassen. Denn um Heizwärme und Warmwasser zu erzeugen, genüge es, eine elektrisch betriebene Wärmepumpe an das Nahwärmenetz anzuschließen. Aus einer Kilowattstunde Stromverbrauch durch den Betrieb der Wärmepumpe werden so nach LEW-Angaben etwa vier bis fünf Kilowattstunden Wärmeenergie erzeugt. Die Anforderungen der Energiesparverordnung werden demnach erfüllt. Zweitens können die Bauherren staatliche Förderungen in Anspruch nehmen. Und drittens: Auch beim Strom, den das Heizsystem benötigt, könnten sie ihre Energiekosten durch den Bau einer Photovoltaikanlage weiter optimieren, empfiehlt LEW.
enercity: Großwärmepumpe ersetzt Kohleblock
[23.04.2026] In Hannover hat der Bau einer 30-Megawatt-Großwärmepumpe am Klärwerk Herrenhausen eine neue Phase erreicht. Nach Angaben von enercity hat die Montage zentraler Bauteile begonnen. Die Anlage soll bis Ende 2026 in Betrieb gehen und Wärme für bis zu 13.000 Haushalte liefern. mehr...
Münster: Finaler Entwurf der Wärmeplanung liegt vor
[21.04.2026] Münster plant den Umbau seiner Wärmeversorgung mit mehr Fernwärme und Wärmepumpen. Der jetzt vorliegende Wärmeplan zeigt, wie die Stadt bis 2045 klimaneutral werden will, und steht im Mai zur politischen Entscheidung. mehr...
Freie Hansestadt Bremen: Kommunaler Wärmeplan beschlossen
[16.04.2026] Der Bremer Senat hat den kommunalen Wärmeplan beschlossen. Er soll den Umbau der Wärmeversorgung hin zu klimafreundlichen Lösungen steuern und Bürgerinnen und Bürgern Orientierung geben. mehr...
Uniper / Evonik: Wärmepumpen-Projekt in Herne
[15.04.2026] In Herne geht eine Hochtemperatur-Wärmepumpe in Betrieb, die industrielle Abwärme für die Fernwärmeversorgung nutzt. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen können damit rund 1.000 Haushalte im Ruhrgebiet versorgt werden. Zudem sollen jährlich bis zu 1.750 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. mehr...
Schwerin: Zwischenstand zur Wärmeplanung
[13.04.2026] Schwerin setzt in seiner Wärmeplanung auf einen massiven Ausbau der Fernwärme und eine klare Gebietseinteilung bis 2045. Die jetzt vorgestellten Szenarien zeigen, wo zentrale Netze dominieren – und wo Gebäudeeigentümer selbst Lösungen finden müssen. mehr...
Kronshagen: Altlastenfläche wird zum Bürgerpark
[10.04.2026] Kronshagen erschließt Erdwärme unter einem ehemaligen Altlastenstandort und koppelt das Projekt mit einer Parkentwicklung. Die frühzeitige Wärmeplanung ermöglicht klimaneutrales Heizen und zeigt, wie Kommunen mehrere Ziele gleichzeitig erreichen können. mehr...
Dresden: Kommunale Wärmeplanung überarbeitet
[09.04.2026] Dresden bringt eine überarbeitete Fassung seines kommunalen Wärmeplans in den Stadtrat ein, mit klarem Fokus auf den Ausbau von Wärmenetzen und lokale Lösungen. Die Maßnahmen bis 2028 sollen den hohen Erdgasanteil senken und die künftige Rolle des Gasnetzes klären. mehr...
Leverkusen: Plan für klimaneutrale Wärme liegt vor
[08.04.2026] Nach der Auswertung von Bürgerhinweisen liegt nun der finale Bericht zur Wärmeplanung der Stadt Leverkusen vor. Dieser benennt Einsparpotenziale sowie mögliche Ausbaugebiete für Wärmenetze. Bei Zustimmung des Rates kann die schrittweise Umsetzung beginnen. mehr...
BBSR: Wärmeplanung kommt voran
[07.04.2026] In Deutschland leben immer mehr Menschen in Kommunen mit einem fertigen Wärmeplan. Laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung waren es Ende 2025 knapp ein Drittel der Bevölkerung. Besonders weit sind einzelne Bundesländer im Süden und Norden. mehr...
Stadtwerke Görlitz: Deutsch-polnisches Projekt United Heat
[01.04.2026] In Görlitz hat der Bau eines deutsch-polnischen Fernwärmeprojekts begonnen. Das Vorhaben sieht vor, die Wärmenetze von Görlitz und Zgorzelec zu verbinden und bis 2030 klimaneutral zu machen. Die Bundesregierung unterstützt das Projekt mit rund 80 Millionen Euro. mehr...
Deutscher Städte- und Gemeindebund: Umsetzung der Wärmewende in Gefahr
[30.03.2026] Deutschlands Kommunen warnen vor einem finanziellen Kollaps, der Investitionen in die Wärmewende ausbremst. Ohne grundlegende Reformen und verlässliche Förderstrukturen drohen Planung und Umsetzung vor Ort ins Stocken zu geraten. mehr...
Studie: Wärmenetze trotz knapper Kassen finanzieren
[25.03.2026] Eine neue Studie zeigt, wie Kommunen Wärmenetze trotz knapper Kassen finanzieren und wirtschaftlich betreiben können. Sie liefert konkrete Modelle, Planungswege und ein Berechnungstool – entscheidend angesichts milliardenschwerer Investitionen bis 2030. mehr...
Dresden: Intelligentes Fernwärmenetz in Betrieb gegangen
[23.03.2026] In Dresden-Friedrichstadt ist ein digital gesteuertes Fernwärmenetz mit modularer Großwärmepumpe in Betrieb gegangen. Das Projekt zeigt, wie sich erneuerbare Wärme und intelligente Datensteuerung für eine effizientere und klimafreundliche Versorgung kombinieren lassen. mehr...
Stadtwerke Tübingen: Förderung für Großwärmepumpe erhalten
[20.03.2026] Die Stadtwerke Tübingen erhalten 23 Millionen Euro Förderung für eine Großwärmepumpe am Klärwerk. Damit gewinnt die Transformation der Fernwärme an Tempo und ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung rückt näher. mehr...
Kooperation: Klimaneutrale Wärme in der Lausitz
[16.03.2026] Drei Stadtwerke aus der Lausitz treiben ihre Wärmewende voran. Die Unternehmen aus Weißwasser, Hoyerswerda und Spremberg haben einen Planervertrag für ein gemeinsames Projekt zur Transformation der Wärmeversorgung unterzeichnet. Das Ziel ist eine weitgehend dekarbonisierte Wärmeversorgung bis Mitte der 2030er Jahre. mehr...















