EUROFORUM

Mittwoch, 24. Januar 2018

EU-Kommission:
Grünes Licht für EEG-Befreiung


[20.12.2017] Bestehende Energieerzeugungsanlagen, die der Eigenversorgung dienen, müssen keine EEG-Umlage bezahlen. Die EU-Kommission hat diese Regelung jetzt genehmigt.

Die Europäische Kommission hat gestern (19. Dezember 2017) die vollständige Befreiung von der EEG-Umlage für Bestandsanlagen bei der Eigenversorgung beihilferechtlich genehmigt. Das meldet das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Demnach fallen nach einer Modernisierung bei Bestandsanlagen nur 20 Prozent der EEG-Umlage an, bei einer Umstellung von Kohle auf klimafreundlichere Energieträger bleibe es sogar bei der vollständigen Befreiung von der EEG-Umlage. Daneben genehmigte die Kommission laut BMWi auch die Entlastung für Neuanlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen. Hiervon profitierten vor allem viele Photovoltaikanlagen auf Gebäuden. Auch die Regelung zur Rechtsnachfolge bei Bestandsanlagen, die Bestandsschutzregelung für Scheibenpachtmodelle und den Bestandsschutz für Anfahrts- und Stillstandsstrom in Kraftwerken wurden genehmigt. BMWi-Staatssekretär Rüdiger Baake erklärt: „Die heutige Genehmigung bestätigt unsere Politik, mit der wir die Energiewende vorantreiben und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie sichern. So schaffen wir Rechtssicherheit und einen belastbaren Rahmen für künftige Investitionen.“
Die Regelung für die Begrenzung der EEG-Umlage auf 40 Prozent für KWK-Neuanlagen sei weiterhin Gegenstand von Gesprächen zwischen der Bundesregierung und der Europäischen Kommission. Nach einer Einigung mit Brüssel soll die EEG-Umlagenbegrenzung für neue KWK-Eigenversorgungsanlagen im kommenden Jahr gesetzlich neu geregelt und der EU-Kommission zur Genehmigung vorgelegt werden. (al)

www.bmwi.de

Stichwörter: Politik, EU-Kommission, EEG-Umlage



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Diehl

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

PwC-Stadtwerke-Studie: Düstere Aussichten?
[23.1.2018] Der intensive Wettbewerb und der Markteintritt branchenfremder Unternehmen stellt die Stadtwerke vor große Herausforderungen. Laut aktueller PwC-Studie Stadtwerke 2030 sehen die Stadtwerke-Verantwortlichen sinkende Netzrenditen als zentrales Risiko. Das hat unmittelbare Auswirkungen auch auf die Kommunen. mehr...
Schleswig-Holstein: Gebündelte Kräfte
[23.1.2018] Der neue Landesverband Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (LEE SH) will die Energiewende im Norden vorantreiben. mehr...
Agora-Studie: Gemischte Energiewende-Bilanz
[12.1.2018] In einer Studie zum Stand der Dinge bei der Energiewende zieht die Denkfabrik Agora eine gemischte Bilanz für das Jahr 2017. Der Ausbau erneuerbarer Energien kommt gut voran, beim Klimaschutz steht das Vorreiterland Deutschland vor dem Scheitern. mehr...
N-ERGIE: Politik sollte mehr Mut beweisen
[10.1.2018] Eine mögliche neue Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD hat schon jetzt das Klimaschutzziel aufgegeben, den Treibhausgasausstoß bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Für N-ERGIE-Chef Josef Hasler ist das eine politische Bankrotterklärung. mehr...
Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender von N-ERGIE: „Arbeitsplätze in der Kohleindustrie gegen den Klimaschutz auszuspielen, ist ein durchsichtiges Manöver.“
Interview: Übertragbares Konzept von EnAHRgie Interview
[10.1.2018] Ein Konzept für den Landkreis Ahrweiler zeigt, wie eine Region bis zum Jahr 2030 die Strom- und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umstellen kann. Annedore Kanngießer vom Fraunhofer-Institut UMSICHT erklärt im Interview, wie es weitergeht mit dem Projekt EnAHRgie. mehr...
Dr. Annedore Kanngießer

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

e-world
SLT Lichtsysteme GmbH
88677 Markdorf
SLT Lichtsysteme GmbH
KIRCHNER INGENIEURE
31655 Stadthagen
KIRCHNER INGENIEURE
Sterr-Kölln mbH
79110 Freiburg
Sterr-Kölln mbH

Aktuelle Meldungen