Freitag, 24. November 2017

enercity / Daimler:
Großspeicher aus E-Auto-Batterien


[26.10.2017] Die Stadtwerke Hannover / enercity und die Daimler-Tochter Mercedes Benz Energy haben einen Großspeicher aus E-Auto-Batterien ans Netz genommen. Bis Anfang 2018 soll der Speicher noch einmal fast verdoppelt werden.

Ein Blick in die Südhalle des Batteriespeichers Herrenhausen. Das kommunale Energieversorgungsunternehmen enercity / Stadtwerke Hannover nimmt gemeinsam mit der Daimler-Tochter Mercedes Benz Energy einen Großspeicher aus elektroautomobilen Batteriesystemen in Betrieb. Wie beide Unternehmen melden, sollen bereits 1.800 von mehr als 3.000 Ersatzteil-Batterien auf Lager sein. Hierbei handle es sich um Batteriemodule für die dritte Generation der smart electric drive Fahrzeugflotte. Die Fertigstellung des 17,4 Megawattstunden-Speichers ist für Anfang 2018 geplant. Die Doppelnutzung der Batteriesysteme verbessere die Umweltbilanz und die Lebenszykluskosten der E-Mobilität.
Nach einer circa einjährigen Bauphase ist der Batteriespeicher jetzt am enercity-Standort Herrenhausen in Betrieb genommen worden. Laut Unternehmensangaben erfüllt er einen besonderen Zweck als lebenslanges Ersatzteillager für elektromobile Batteriesysteme. Die zu einem Stationärspeicher gebündelten Batteriemodule seien durch den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Tennet für die Erbringung von Primärregelleistung (PRL) präqualifiziert worden. Damit stelle die Anlage dem Strommarkt bereits heute eine Leistung von fünf Megawatt zur Verfügung.
Die für die automobile Anwendung vorgesehenen Lithium-Ionen-Batterien erbringen schon vor ihrem Einsatz in Elektrofahrzeugen der Daimler AG eine Systemdienstleistung auf dem deutschen Markt für Primärregelleistung (PRL), informierten die Geschäftspartner. Durch die „Lebende Lagerung“ werde ein attraktiver Business Case geschaffen, der in dieser Form nur gemeinsam von einem Automobilhersteller und einem Energiekonzern realisiert werden könne. (me)

www.enercity.de
www.daimler.com

Stichwörter: Energiespeicher, enercity, Daimler

Bildquelle: Bilderraum Fotostudio Hannover

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energiespeicher

Interview: Erfolgreicher Schwarzstart nach Blackout Interview
[20.11.2017] Dem kommunalen Energieversorger WEMAG ist der Wiederaufbau eines abgeschalteten Stromnetzes mithilfe einer Gasturbine und eines Batteriekraftwerks gelungen. stadt+werk sprach mit dem technischen Geschäftsführer Thomas Murche über den Test und künftige Herausforderungen. mehr...
Thomas Murche ist Technischer Vorstand des kommunalen Energieversorgungsunternehmens WEMAG mit Sitz in Schwerin.
Pfaffenhofen a.d. Ilm: Power to Biomethan
[14.11.2017] Die Energiegenossenschaft Bürgerenergie Pfaffenhofen will eine Power-to-Gas-Anlage bauen. Bei dem Projekt kommt ein biologisches Verfahren zum Einsatz, mit dem Strom in Gas umgewandelt und gleichzeitig CO2 gebunden werden kann. mehr...
Stadtwerke Kaiserslautern: KWK mit Wärmespeichern flexibilisieren
[1.11.2017] Die Stadtwerke Kaiserslautern haben jetzt drei neue Wärmespeicher in Betrieb genommen. Der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär Thomas Griese weihte die Anlagen mit ein. mehr...
e2m / Savon Voima: Virtuelles Kraftwerk für Finnland
[19.10.2017] Der Energiehändler Energy2market (e2m) weitet sein virtuelles Kraftwerk aus. Dazu kooperiert er mit dem finnischen Energiedienstleister Savon Voima. mehr...
Auf eine künftige Partnerschaft:
GASAG Solution Plus: Erste Power-to-XX-Anlage in Betrieb
[18.10.2017] Der Energiedienstleister GASAG Solution Plus speichert von nun an überschüssigen Wind- und Sonnenstrom in einer neuen Power-to-Heat-/Power-to-Cool-Kombianlage. mehr...
Inbetriebnahme der neuen P2H-/P2C-Anlage.