Mittwoch, 22. November 2017

DENEFF:
Parteien unterstützen Efficiency First


[30.8.2017] Kurz vor der Bundestagswahl hat die Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) die Parteien nach ihrer Position zum Thema Energieeffizienz befragt.

Auswertung der Wahlprüfsteine. Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) hat vor der Bundestagswahl Wahlprüfsteine zum Thema Energieeffizienz an die Parteien geschickt. Diese wurden laut DENEFF bedeutend ausführlicher beantwortet, als die Vorhaben in den Wahlprogrammen formuliert sind. Wie die Organisation meldet, bleiben jedoch alle Parteien hinter den Erwartungen der Branche zurück.
Mehrheitlich unterstützen die Parteien das Prinzip Efficiency First, also einen kostenoptimalen Mix aus Verbrauchsreduktion und erneuerbarer Energieerzeugung (SPD, Linke, Grüne und FDP). Auch die steuerliche Förderung für Eigenheimsanierer und ein verbindliches EU-Ziel für Energieeffizienz von mindestens 30 Prozent für 2030 finden weitgehend Unterstützung. Zudem sprechen sich alle Parteien bis auf die FDP gegen eine Abschwächung von bestehenden Effizienzstandards für Gebäude aus. Grüne und Linke befürworten die Verabschiedung eines Energieeffizienzgesetzes, während SPD, CDU und CSU hierzu nicht eindeutig antworten und die FDP eine Prüfung offen stellt. Die SPD unterstützt als einzige Partei eine breite Qualifizierungsoffensive. Alle Parteien sprechen sich für eine Vereinfachung und Verzahnung der Förderangebote aus. Grüne und Linke plädieren für ein stärkeres Ordnungsrecht, das aber unter Energieeffizienzexperten kritisch diskutiert wird, informiert DENEFF. Keine der Parteien habe Konzepte zur Weiterentwicklung des Energieeffizienzdienstleistungsmarktes benannt.
„Der Ausgang der Bundestagswahl entscheidet darüber, ob die Politik zusätzliche Impulse für den Energieeffizienzmarkt und mehr Planungssicherheit schafft. Wir sind vorsichtig optimistisch, dass die Energieeffizienzpolitik künftig strategisch besser vorangetrieben wird“, sagt Christian Noll, geschäftsführender Vorstand von DENEFF. „Für den Erfolg der Energiewende und knapp 600.000 Beschäftigte in der Energieeffizienzbranche in Deutschland hoffen wir, dass alle Parteien das Thema in möglichen Koalitionsverhandlungen beherzigen.“ (me)

www.deneff.org
Auswertung der Wahlprüfsteine (PDF; 315 KB) (Deep Link)
Antworten der Parteien (PDF; 594 KB) (Deep Link)
www.erstewahl-energieeffizienz.de

Stichwörter: Energieeffizienz, DENEFF

Bildquelle: DENEFF

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