Samstag, 21. Oktober 2017

dena-Energieeffizienz-Kommunen:
Osnabrück und Geestland ausgezeichnet


[16.6.2017] Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat zwei weitere Städte als dena-Energieeffizienz-Kommunen ausgezeichnet: Osnabrück und Geestland.

Osnabrück und Geestland werden für ihr Klimaschutz-Engagement als dena-Energieeffizienz-Kommune ausgezeichnet. Zwei Städte aus dem Landkreis Cuxhaven, Osnabrück und Geestland, sind jetzt als erste Kommunen in Niedersachsen von der Deutschen Energie-Agentur (dena) als dena-Energieeffizienz-Kommunen ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurde die Einführung von Energie- und Klimaschutz-Management-Systemen in den Verwaltungen beider Städte. Diese ermöglichen den Kommunen, Energiesparpotenziale systematisch zu identifizieren und auszuschöpfen. Wie die dena meldet, haben sich die Mitarbeiter beider Städte in einer Beratungsreihe von dena und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) entsprechend fortbilden lassen.
dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp und KEAN-Geschäftsführer Lothar Nolte haben die Urkunden am Dienstag beim Jahrestreffen der niedersächsischen Energiemanager (13. Juni 2017, Hannover) an Geestlands Bürgermeister Thorsten Krüger (SPD) und an den Fachbereichsleiter Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück Detlef Gerdts überreicht. Kristina Haverkamp betonte: „Osnabrück und Geestland zeigen eindrucksvoll, dass Kommunen mithilfe eines Energie- und Klimaschutz-Managements einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, unabhängig von ihrer Größe, ihren personellen Möglichkeiten oder ihren finanziellen Voraussetzungen.“ Lothar Nolte ergänzte: „Mit der Auszeichnung wird das große Engagement der beiden Städte gewürdigt. Sie setzen Standards und sind damit Vorbilder für andere Kommunen.“

Zwei Städte, viele Ziele

So hat sich Osnabrück zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 95 Prozent seiner CO2-Emissionen einzusparen. Laut einer aktuellen Meldung wird die Stadt vom Bundesumweltministerium (BMUB) als eine der ersten Masterplankommunen gefördert. Im Rahmen des Management-Systems der dena habe die Stadt von 2014 bis 2016 bereits 30 Klimaschutzmaßnahmen teilweise oder vollständig umgesetzt. So seien zum Beispiel Schulen energetisch saniert und eine Machbarkeitsstudie zu Radschnellwegen in und um Osnabrück erstellt worden. Die geeignetste Radschnellwegtrasse werde derzeit gebaut. Auch organisatorisch hat sich einiges getan: Für die städtischen Gebäude soll etwa ein Sanierungsfahrplan erstellt werden, ein Energiebericht bilde hierfür eine erste Grundlage. Außerdem sei ein Runder Tisch mit der Wohnungswirtschaft zum Thema energetische Sanierung ins Leben gerufen worden, eine Machbarkeitsstudie für Nahwärmesysteme wurde erstellt und die Stadtverwaltung sowie einige Unternehmen setzten inzwischen auf betriebliches Mobilitätsmanagement.
Die Stadt Geestland hat ihren Planungshorizont auf das Jahr 2019 vorverlegt. Bis dahin will sie zehn Prozent Energie und zehn Prozent CO2-Emissionen einsparen. Nach Angaben von dena kam die Stadt bereits beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2016 unter die Top drei in der Kategorie Deutschlands nachhaltigste Städte mittlerer Größe. Schon im Jahr 2014 habe die Stadt als erste umfangreiche Energieeffizienzmaßnahme die komplette Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt – und spare dadurch 72 Prozent ihres Stromverbrauchs ein. In einem Energiepark sollen zudem eine Biomasseanlage sowie Solarthermie- und Photovoltaikanlagen errichtet werden. Außerdem erhalte die Stadtverwaltung ein zweites Elektrofahrzeug. Eine neue Rad- und Busstation mit Lademöglichkeit für E-Bikes soll dafür sorgen, dass der ÖPNV attraktiver wird. Zwei Grundschulen und ein Feuerwehrgebäude sollen energetisch saniert und eine Grundschule und die Feuerwehr energieeffiziente Neubauten erhalten.
Insgesamt gibt es nun neun dena-Energieeffizienz-Kommunen, heißt es in einer aktuellen Meldung. Nach drei Jahren empfiehlt die dena diesen eine Rezertifizierung vorzunehmen. (me)

www.dena.de
www.energieeffiziente-kommune.de

Stichwörter: Energieeffizienz, Osnabrück, Geestland, dena

Bildquelle: Stefan Koch

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