Montag, 26. Juni 2017

Bundesverband Geothermie:
Regierung zu zaghaft beim Klimaschutz


[17.5.2017] Der Bundesverband Geothermie hat jetzt die Bemühungen der Bundesregierung in Sachen Klimaschutz als zu zaghaft bewertet und macht klar: Ohne Geothermie ist die Wärmewende nicht zu schaffen.

Der Bundesverband Geothermie (BVG) hat jüngst die Zaghaftigkeit der Bundesregierung bei Klimaschutz und Energiewende kritisiert und eine ambitionierte Förderung von Erdwärme und erneuerbaren Energien gefordert. Dabei bezog sich der Branchenverband auf den erst kürzlich veröffentlichten Energieforschungsbericht Innovation durch Forschung 2016. Dieser zeige, dass kommunale Wärmeprojekte, die auf Geothermie basieren, bestens geeignet sind, um die Wärmewende zum Erfolg zu führen.
Kritisch bewertete die Branche hingegen die BMWi-Förderstrategie Energieeffizienz (wir berichteten). BVG-Präsident Erwind Knapek warnt: „Die Absicht stimmt, aber das Tempo nicht. Nur durch den zügigen Austausch von fossilen Heizungen durch erneuerbare Heizsysteme erreichen wir die angepeilten Ziele. Jetzt und nicht morgen werden die Weichen für die Erneuerbare Wärmewende gestellt. Umso bedauerlicher ist es, dass klimaschädliche, fossile Heizsysteme weiterhin finanziell unterstützt werden und Hybridanlagen auch noch nach 2020 gefördert werden können.“
Auch ein Verbot von Öl- und Gasheizungen bei Neubauten und Sanierungen hält der Verband für förderlich, andere Länder machten dies bereits vor. Gegen die geplante Zusammenführung der Förderung von Energieeffizienz und erneuerbarer Wärme haben die Branchenvertreter keine Einwände, aber gegen die hierbei eingeschlagene Richtung. Die Energieeffizienz als Königsweg an die erste Stelle zu setzen, hält Knapek für falsch. Vielmehr brauche man eine Kombination aller Technologien. Dass die Geothermie explizit Eingang in die Förderstrategie gefunden hat, wertet Knapek als positiv: „Mit dem Förderschwerpunkt Wärmeinfrastruktur macht das BMWi klar: Ohne Geothermie ist die erneuerbare Wärmewende nicht zu schaffen.“ (me)

www.geothermie.de

Stichwörter: Geothermie, Bundesverband Geothermie, Erwin Knapek



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Geothermie

Holzkirchen: Bohrung übertrifft Erwartungen
[29.3.2017] Der Side Track der zweiten Geothermiebohrung in Holzkirchen ist auf Wasser mit einer Temperatur von 150 Grad Celsius und einer Fließrate von 50 Litern pro Sekunde gestoßen. mehr...
Daldrup & Söhne: Bohrungen in Süddeutschland
[28.3.2017] Die Firma Daldrup & Söhne wird Großaufträge in Geretsried und Bad Bellingen durchführen. Dabei setzt das Unternehmen erstmals in Deutschland ein integriertes Versicherungsmodell ein. mehr...
Praxisforum Geothermie.Bayern: Ein Spiegel des Standorts Bayern
[10.3.2017] Auch beim diesjährigen Praxisform Geothermie.Bayern dreht sich alles um die bayerische Tiefengeothermie und das bayerische Molassebecken als Niederenthalpie-Standort. mehr...
Geothermieprojekt Neuried: Klage der Stadt Kehl abgewiesen
[8.3.2017] Die Stadt Kehl hatte gegen vier Geothermiebohrungen im Zusammenhang mit dem geplanten Geothermieprojekt Neuried geklagt. Die Klage wurde jetzt abgewiesen. mehr...
Studie: Geothermie-Potenzial in NRW Bericht
[14.2.2017] Derzeit wird in Nordrhein-Westfalen weniger als ein Prozent des Wärmebedarfs durch oberflächennahe Geothermie gedeckt. Eine Studie hat nun ermittelt, welches geothermische Potenzial technisch nutzbar wäre. mehr...
Anzahl der Geothermieanlagen in Nordrhein-Westfalen (Stand: 2015) und ihr Deckungsanteil am Wärmebedarf.

Suchen...

GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
Arvato Systems
33333 Gütersloh
Arvato Systems
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
GWAdriga GmbH & Co. KG
10719 Berlin
GWAdriga GmbH & Co. KG
rku.it GmbH
44629 Herne
rku.it GmbH

Aktuelle Meldungen