Freitag, 15. Dezember 2017

Bremen:
swb investiert in Hybridregelkraftwerk


[3.5.2017] Ein neuartiger Hybridspeicher bestehend aus Batterie, Elektro-Kessel und Wärmespeicher soll künftig überschüssige Energie für die Fernwärmeversorgung im Bremer Osten bereitstellen.

Das neue Hybridspeicherkraftwerk soll am Kraftwerksstandort Hastedt entstehen. Seine zentrale Lage ist günstig für eine Anbindung an die Fernwärme. Der Aufsichtsrat des Energieversorgungsunternehmens für Bremen und Bremerhaven swb hat jetzt grünes Licht für den Bau eines Hybridregelkraftwerks (HyReK) am Standort Hastedt gegeben. Knapp zehn Millionen Euro will der Energieversorger in den Hybridspeicher mit einer Leistung von 230 Megawatt (MW) Wärme und 15 MW Strom investieren. Der Hybridspeicher soll nach einem neuartigen Konzept die Sektoren Strom und Wärme koppeln. So wird er laut swb in der Lage sein, seine überschüssige Stromproduktion in Form von Wärme für die Fernwärmeversorgung bereitzustellen. Ermöglichen wird dies ein zugeschalteter Elektro-Kessel. Es wird also nicht mehr nur eine Batterie geladen, sondern die Energie wird außerden in Wärme umgewandelt.
Obendrein kann die Wärme, die nicht im Fernwärmenetz gebraucht wird, in einem bereits in Bau befindlichem Wärmespeicher zwischengespeichert werden. Damit kann die Produktion von Strom und Wärme entkopplet werden. Wie die Stadtwerke melden, können moderne Batteriespeicher entsprechend als zentrales Bindeglied wirken, um die stetig zunehmende schwankende Erzeugung aus erneuerbaren Energien mit den verschiedenen Verbraucher-Lastprofilen im Gleichgewicht zu halten. (me)

www.swb-gruppe.de
www.bremen.de

Stichwörter: Energiespeicher, Bremen, swb

Bildquelle: swb AG

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