Enerchange

Samstag, 29. April 2017

Gasag:
Steigender Strom- und Gasabsatz


[12.4.2017] Die Berliner Gasag-Gruppe konnte im vergangenen Jahr mehr Strom und Gas absetzen und hat infolge einen Jahresüberschuss von 57 Millionen Euro erzielt.

Gasag-Chefin Vera Gäde-Butzlaff zeigt sich auf der Jahrespressekonferenz mit dem eingeschlagenen Weg und dem Ergebnis des Konzerns zufrieden. Der Berliner Energieversorger Gasag hat sowohl seinen Umsatz von 1,055 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 1,167 Milliarden im Jahr 2016 als auch sein EBIT von 113 auf 117 Millionen Euro steigern können. Gleichzeitig sei der Gasabsatz von 18,6 Terawattstunden auf 19,2 Terawattstunden angestiegen. Das Unternehmen spricht aufgrund dessen von einem überdurchschnittlich guten Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von 57 Millionen Euro. Das Ergebnis beeindrucke um so mehr, da die eingeleitete Stilllegung des Berliner Erdgasspeichers das Jahresergebnis 2016 zusätzlich belastet habe.
Auch beim Stromvertrieb konnte das Unternehmen gegen den Branchentrend im vergangenen Jahr zulegen, weiteres Wachstum ist geplant: So kündigte die Gasag-Gruppe an, ihren Kundenstamm von 150.000 Stromkunden Ende 2016 auf 200.000 im Jahr 2017 steigern zu wollen. Mit der Übernahme des Windparks Wahlsdorf habe die Unternehmensgruppe zudem ihre Position in der erneuerbaren Erzeugung weiter verstärkt.
Auch die Energiedienstleistungen haben sich nach Angaben von Gasag positiv entwickelt. So habe etwa die Unternehmenstochter Gasag-Contracting zum Jahresende 790 Anlangen betrieben, im Vorjahr waren es noch 739. Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung hatte Gasag erst kürzlich alle Energiedienstleistungen in dem neuen Tochterunternehmen Gasag Solution Plus zusammengefasst (wir berichteten). Die Sparte wurde außerdem durch Zukäufe und marktnahe Kooperationen mit Dritten verstärkt (wir berichteten). Mittelfristig plant das Unternehmen sein Geschäftsvolumen in diesem Bereich zu verdoppeln.
Die Gasag-Vorstandsvorsitzende Vera Gäde-Butzlaff fasste auf der Jahrespressekonferenz die Unternehmensentwicklung wie folgt zusammen: „2016 war ein gutes Jahr für die GASAG. Wir haben den Umbau des Unternehmens vorangetrieben und unser laufendes Geschäft optimiert.“ Gäde-Butzlaff kündigte außerdem an, dass Gasag zum 170. Geburtstag seinen Namen anpassen und künftig auf den Zusatz Berliner Gaswerke verzichten werde. Das Unternehmen firmiere dann nur noch als Gasag AG, da es bereits seit 20 Jahren keine Gaswerke mehr betreibe. (me)

www.gasag.de

Stichwörter: Unternehmen, Gasag,

Bildquelle: CC-BY-SA 4.0

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Unternehmen

Mainova: Operative Kraft
[24.4.2017] Die Bilanz von Mainova weist für das Geschäftsjahr 2016 einen bereinigten Jahresüberschuss von rund 100 Millionen Euro aus. mehr...
EWP: Nur noch Ökostrom für Haushalte
[24.4.2017] Energie und Wasser Potsdam stellt auf 100 Prozent Ökostrom um. Dies betrifft sowohl Haushalts- als auch kleine Gewerbekunden. mehr...
Stadtwerke München: Im roten Bereich
[21.4.2017] Rückstellungen für das Kernkraftwerk Isar II verhageln den Stadtwerken München die Bilanz. Im zweiten Jahr in Folge schreibt das kommunale Unternehmen rote Zahlen. mehr...
GASAG: Zukauf soll Wachstum bringen
[19.4.2017] GASAG will das Angebot an Energiedienstleistungen erweitern und übernimmt deshalb einen Spezialisten für erneuerbare Wärme und Kälte. mehr...
ENTEGA: Beteiligung an LED-Start-up
[19.4.2017] Das Darmstädter Energieversorgungsunternehmen ENTEGA beteiligt sich an dem Start-up Luxstream, einem Spezialisten für LED-Beleuchtung. mehr...

Suchen...

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Unternehmen:

Aktuelle Meldungen