Freitag, 26. Mai 2017

STAWAG / EWV:
Gemeinsame Netzgesellschaft geplant


[12.4.2017] Die beiden Energieversorger STAWAG und EWV wollen ihren Netzbetrieb zusammenlegen. Als Gründe nennen die Unternehmen den demografischen Wandel und gestiegene Anforderungen durch die Digitalisierung der Energiewirtschaft.

Die Stadtwerke Aachen (STAWAG) und die Energie und Wasser-Versorgung Stolberg (EWV) planen, ihre Netzbetriebe zu einer gemeinsamen Netzgesellschaft zusammenzulegen. Noch steht die Kooperation laut den beiden Unternehmen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der kommunalen Gremien, vorgesehen ist jedoch, sich ab dem Januar 2018 unter dem Namen Regionetz zum größten Netzbetreiber der Region zusammenzuschließen. 600 Mitarbeiter soll die neue Netzgesellschaft haben, die alle Aufgaben wie Bau, Betrieb, Netzwirtschaft, Asset- und Zähler-Management in den Bereichen Strom, Gas, Wärme, Wasser und Abwasser bündeln soll. Die Energielieferung bleibt laut Unternehmensangaben davon unberührt. Diese werde in Aachen weiterhin die STAWAG und in der Städteregion und in Teilen der Kreise Heinsberg und Düren die EWV verantworten.
„Mit der Gründung der neuen Gesellschaft möchten wir gemeinsam Synergien heben", erklärt STAWAG-Vorstand Christian Becker. „Schließlich wird aufgrund der engen Regulierungsvorgaben auch im Netzbereich der Kostendruck höher.“ EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder ergänzt: „Eine Kooperation mit der STAWAG lag für uns immer auf der Hand. Unsere Versorgungsgebiete grenzen an die der STAWAG an. Aufgrund der räumlichen Nähe können wir uns effizient aufstellen und die heute schon hohe Versorgungssicherheit sogar noch verstärken.“
Als Gründe für die Zusammenarbeit nennen die Unternehmen die demografische Entwicklung und die gestiegenen Anforderungen an den Netzbetrieb durch Digitalisierung und Energiewende. „Die gesamte Branche und auch die Netzbetriebe werden sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verjüngen und auf eine dynamischere Entwicklung einstellen müssen“, unterstreicht STAWAG-Vorstand Peter Asmuth.
Geplant sei eine Kooperation von zwei gleichberechtigten Partnern. So werde STAWAG nach aktuellen Berechnungen knapp über 50 Prozent an der neuen Gesellschaft halten, EWV entsprechend knapp unter 50 Prozent. Die Geschäftsführung werde zu je einem Vertreter von STAWAG und EWV besetzt. Für die STAWAG soll Stefan Ohmen, Geschäftsführer des Aachener Netzbetreibers INFRAWEST, diese Aufgabe übernehmen, für EWV Axel Kahl, heute Geschäftsführer des EWV-Netzbetreibers regionetz und zuvor Vertriebsleiter von EWV. (me)

www.stawag.de
www.ewv.de

Stichwörter: Unternehmen, STAWAG, EWV



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Unternehmen

T-PED: Vattenfall kauft Trianel-Portal
[19.5.2017] Die Stadtwerke-Kooperation Trianel hat ihre Vertriebssteuerungsplattform Trianel PED (T-PED) an den Energiekonzern Vattenfall verkauft. Ihre digitalen Angebote bieten die T-PED-Entwickler aber weiterhin über die Plattform an. mehr...
Über das Vertriebsportal Trianel PED können Stadtwerke für ihre Kunden Energiedienstleistungen als White-Label-Produkte beziehen.
MVV Energie: Komplettierung bei Energie-Services
[19.5.2017] Das Unternehmen MVV Energie stärkt sein Angebot im Bereich Energiedaten-Management für Industrie und Mittelstand durch einen Zukauf. mehr...
Stadtwerke Bochum: 115 Megawatt aus erneuerbaren Quellen
[18.5.2017] Die Stadtwerke Bochum haben Bilanz über ihr Engagement für die Energiewende gezogen. Anlass war die Einweihung des TEE-Windparks Buchenau in Hessen. Das Ergebnis: Schon bald zählen die Bochumer Ökokraftwerke mit einer Leistung von 115 Megawatt zu ihrem Portfolio. mehr...
Stadtwerke Konstanz: TSM-Überprüfung erfolgreich bestanden
[17.5.2017] Um die Sicherheit in der Gas-, Strom- und Wasserversorgung zu gewährleisten, haben sich die Stadtwerke Konstanz einer Überprüfung ihres Technischen Sicherheitsmanagements unterzogen. mehr...
Die Stadtwerke Konstanz freuen sich über die TSM-Zertifizierung.
rku.it: Werraenergie wird 19. Gesellschafter
[16.5.2017] Der IT-Spezialist rku.it hat einen neuen Gesellschafter hinzugewonnen: die Thüringer Werraenergie, die bereits seit dem Jahr 2013 Dienstleistungen aus Herne bezieht. mehr...

Suchen...

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Unternehmen:

Aktuelle Meldungen