Samstag, 22. Juli 2017
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Politik > Gründung neuer Stadtwerke

Geseke:
Gründung neuer Stadtwerke


[7.3.2017] Die Stadt Geseke im Kreis Soest hat eigene Stadtwerke. Die Neugründung hat der Rat vergangene Woche in einer Sondersitzung beschlossen. Die Stadtwerke sollen vor allem in der Immobilienwirtschaft tätig werden.

Bürgermeister Remco van der Velden gratuliert den beiden Geschäftsführern der Stadtwerke Geseke GmbH. Der Rat der Stadt Geseke hat jetzt in einer Sonderratssitzung die Gründung von Stadtwerken beschlossen. Das Gemeinschaftsunternehmen von Stadt und VGW, einer Tochtergesellschaft des Gelsenwasser-Konzerns, wird laut der Stadt Geseke den Namen Stadtwerke Geseke GmbH erhalten. Dabei ruht das Geschäft der neuen Stadtwerke auf zwei Säulen: die Stadtwerke halten 74,9 Prozent der Eigentumsanteile am Gas- und Stromnetz in Geseke – die übrigen 25,1 Prozent gehören weiterhin RWE/Innogy – und die Stadtwerke werden in der Wohnungswirtschaft aktiv sein und wollen in dieser Funktion bezahlbaren Wohnraum in Geseke schaffen.
Die Stadt wird ihren Anteil von 51 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen in Form von Geld aber auch als Häuser und Grundstücke einbringen. Bürgermeister Remco van der Velden (CDU) sagt: „Wir bezahlen unseren Anteil an den Stadtwerken zum Großteil mit Immobilien als so genannte Sacheinlage, so dass nur knapp 700.000 Euro als Geldeinlage verbleiben. Die Immobilien sind der Kern des wohnungswirtschaftlichen Geschäftsfelds unserer neuen Stadtwerke.“
Neben vier Häusern für die Unterbringung von Migranten, wird die Stadt Geseke das Haus der Vereine, die Stadtverwaltung, das ehemalige Gesundheitsamt, das Haus Thoholte sowie ein Wohn- und Geschäftshaus in der Bachstraße in die Stadtwerke einbringen. Wie die Stadt mitteilt, ist die herrschende Wohnungsknappheit in Geseke durch den Zuzug von Migranten und der seit einigen Wochen bestehenden Residenzpflicht für bestimmte Migranten verschärft worden. Deshalb sollen die Stadtwerke sozialen Wohnraum durch Neubauten sowie durch Erwerb und Renovierung bestehender Gebäude schaffen. Laut dem Bürgermeister profitieren davon beide Seiten: „Für den städtischen Haushalt entfallen die Abschreibungen und die Gebäudeunterhaltung. Die Stadtwerke übernehmen die Unterhaltung, Sanierung und Nachnutzung der Gebäude. Im Gegenzug erhalten die Stadtwerke Mietzahlungen von der Stadt und können die Folgenutzung der Gebäude beziehungsweise Grundstücke organisieren.“
Das Strom- und Gasnetz befindet sich nach Informationen der Stadt im Eigentum von Stadtwerke Geseke Netze. An der Netzgesellschaft halten die Stadtwerke 74,9 Prozent, den Rest hält das Unternehmen Innogy Netze Deutschland. Während Gelsenwasser Energienetze das Gasnetz betreibt, verantwortet die Innogy-Tochter Westnetz den Betrieb des Stromnetzes. Beide Unternehmen zahlen für den Betrieb eine Pacht, informiert die Stadt. Zwar halten die Stadtwerke die Eigentumsanteile am Gas- und Stromnetz, sie bieten jedoch weder Strom noch Gas an Endkunden an. Die beiden Geschäftsführer Bernd Funke von VGW und der Geseker Hans-Jürgen Kayser leiten die Stadtwerke Geseke gemeinsam. (me)

www.geseke.de

Stichwörter: Politik, RWE, Innogy, Gelsenwasser, VGW, Geseke, Stadtwerke Geseke GmbH

Bildquelle: Stadt Geseke

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

dena: Bund übernimmt die Kontrolle
[10.7.2017] Die Deutsche Energie-Agentur wird neu aufgestellt. Die privaten Gesellschafter sind ausgestiegen und der Gesellschaftsvertrag wurde geändert. mehr...
Greenpeace-Studie: Erneuerbare sind günstiger
[10.7.2017] Eine Studie im Auftrag von Greenpeace hat die Stromerzeugungskosten für erneuerbare Energien mit denen konventioneller Energien in allen G20-Staaten verglichen. mehr...
Mieterstromgesetz: Kritik reißt nicht ab
[6.7.2017] Zwar hat die Energie- und Wohnungsbranche das neue Mieterstromgesetz herbeigewünscht, die Ausgestaltung blieb dann aber doch hinter den Erwartungen zurück. mehr...
Ausschreibungen: Neue Konditionen für Bürgerenergie
[5.7.2017] In der vergangenen Woche wurden die Teilnahmebedingungen für Bürgerenergiegenossenschaften bei den Ausschreibungen für Wind an Land neu geregelt. Im Jahr 2018 sollen diese nun ebenfalls eine Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz vorlegen müssen. mehr...
Bürgerenergiegenossenschaften müssen ab 2018 ebenfalls eine Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz für die Teilnahme an Auschreibungen vorlegen.
B.KWK: Mieterstromgesetz übersieht KWK
[5.7.2017] Die KWK wurde in dem jüngst verabschiedeten Mieterstromgesetz laut dem Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung schlichtweg vergessen. Der Verband der Wohnungswirtschaft GdW weist außerdem auf die Gewerbesteuerproblematik im Zusammenhang mit dem Gesetz hin. mehr...

Suchen...

Aktuelle Meldungen