Treffpunkt Netze

Samstag, 16. Dezember 2017
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Politik > dena startet Leitstudie

Integrierte Energiewende:
dena startet Leitstudie


[13.2.2017] Auf einer Metastudie zur Sektorenkopplung aufbauend will die Deutsche Energie-Agentur (dena) eine Leitstudie zur Integrierten Energiewende starten.

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) startet jetzt eine Leitstudie zur Integrierten Energiewende. Wie dena mitteilt, ist es das Ziel, Wissen und Anforderungen der Wirtschaft für eine erfolgreiche Ausgestaltung der zweiten Phase der Energiewende verfügbar zu machen. Gleichzeitig soll die Studie Unternehmen einen Orientierungsrahmen für Investitionen und zukünftige Geschäftsmodelle in einem Energiesystem liefern, das die Sektoren Strom, Gebäude, Verkehr und Industrie zusammen denkt. Dazu will dena Lösungspfade für alle Sektoren ausarbeiten und bewerten, wobei sowohl die volkswirtschaftlichen Kosten, die Auswirkungen auf die Märkte als auch die gesellschaftliche Akzeptanz berücksichtigt werden. Am Ende sollen Empfehlungen für den Klimaschutz, die Versorgungssicherheit und den wirtschaftlichen Erfolg abgeleitet werden.
Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, erläutert: „Für eine erfolgreiche und bezahlbare Energiewende brauchen wir einen sektorübergreifenden Diskurs mit Stakeholdern aus allen betroffenen Bereichen. Nur dadurch kann es gelingen, einen verlässlichen Orientierungsrahmen für deren zukünftige Gestaltung zu skizzieren.“ Und genau hier setze die Studie an. Zwar seien die politischen Zielvorgaben für den Umbau des Energiesystems bis 2050 gesetzt, es gebe jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Konsens darüber, welche Infrastrukturen, Netze und Rahmenbedingungen dafür erforderlich sind. Angesichts der wachsenden Änderungsdynamik der Energiewende werde es auch keinen Masterplan bis in das Jahr 2050 geben können. Für die immens zu tätigenden Investitionen bedürfe es jedoch nicht nur der Vorgaben von der Politik, sondern auch Lösungen, die von den Akteuren gemeinsam erarbeitet werden. Kuhlmann: „Nur so lassen sich für die Sektorkopplung beziehungsweise die integrierte Energiewende die effizientesten Transformationspfade identifizieren und erfolgreiche Unternehmensstrategien entwickeln.“
Laut der Energie-Agentur bleiben wichtige Fragen zur Sektorkopplung weiterhin unbeantwortet. Dabei gelte es unbedingt zu prüfen, wie die nachhaltige Versorgung mit Energie durch das Stromsystem abgedeckt werden kann. Auch sei es von hoher Relevanz zu klären, welche Rolle die Überführung von erneuerbarem Strom in synthetisches Gas oder Kraftstoffe und damit auch die Nutzung bestehender Infrastrukturen für die Verteilung und Speicherung spielen.
Eine Voruntersuchung von dena habe gezeigt, dass bisher nur wenige Studien existieren, die alle Sektoren samt Wechselwirkungen bewerten. Auch beim Infrastrukturbedarf, der Akzeptanz und den Kosten gebe es zu wenig Wissen für einen effektiven Umbau des Energiesystems. So bestünden weiterhin offene Fragen bei der Infrastruktur für Wärme, Mobilität und stofflicher Nutzung, beispielsweise in Form von Netzen und Speichern.
Bis zum 23. Februar 2017 sucht dena deshalb noch Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft für die Leitstudie Integrierte Energiewende. Diese werde auf einer Metastudie der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) aufbauen. Bereits Ende des vergangenen Jahres hatten beide Institutionen im Auftag von dena 28 Studien im Kontext der Sektorenkopplung ausgewertet. (me)

www.dena.de

Stichwörter: Politik, dena



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

Stadtwerke Itzehoe: Portfolio erweitert
[14.12.2017] Neue Produkte bieten die Stadtwerke Itzehoe Kunden und Interessenten an. Dazu zählen eine App für die Stadt, Photovoltaikanlagen für Privathaushalte sowie die Umstellung auf 100 Prozent Ökostrom ab Januar 2018. mehr...
Baden-Württemberg: Bericht zu erneuerbaren Energien
[14.12.2017] Der jährliche Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg liegt vor. Ein Ergebnis: Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung ist auf rund 25 Prozent gestiegen. mehr...
EnBW: Service-Standort Emden
[12.12.2017] Emden dient der EnBW Offshore Service GmbH als neuer Stützpunkt und Service-Standort für die Windparks in der Nordsee. Mit dem Bau der Service-Station wird im Frühjahr 2018 begonnen. mehr...
DVGW: Förderung für Power to X
[8.12.2017] Mit einem Zertifikatesystem soll die Markteinführung von Technologien zur Sektorkopplung gefördert werden. Einen entsprechenden Vorschlag hat die Power-to-X-Allianz erarbeitet. mehr...
Schleswig-Holstein / Hessen: Millionen für E-Mobilität
[8.12.2017] Für den Ausbau der Elektromobilität werden sowohl Hessen wie Schleswig-Holstein mehrere Millionen Euro zur Verfügung stellen. mehr...

Suchen...

 Anzeige

e-world
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
euroLighting GmbH
72202 Nagold
euroLighting GmbH
SLT Lichtsysteme GmbH
88677 Markdorf
SLT Lichtsysteme GmbH
IDS GmbH
76275 Ettlingen
IDS GmbH

Aktuelle Meldungen