Montag, 26. Juni 2017

UBA:
Die Energiewende beginnt zu wirken


[31.1.2017] Die Treibhausgasemissionen 2015 sind im zweiten Jahr in Folge leicht gesunken. Den höchsten Anteil daran hat der Energiesektor.

Dank des Energiesektors sind die Treibhausgasemissionen in Deutschland im Jahr 2015 erneut leicht gesunken. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland insgesamt 901,9 Millionen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Wie das Umweltbundesamt (UBA) mitteilt, sind dies 2,3 Millionen Tonnen oder 0,3 Prozent weniger als 2014 und 27,9 Prozent weniger als 1990. Die entsprechenden Berechnungen hat das UBA jetzt an die Europäische Kommission übermittelt.
Die größten Minderungen habe mit 11,8 Tonnen die Energiewirtschaft erzielt, und das obwohl die Emissionen im Verkehrssektor ebenfalls dem Energiesektor zugeschlagen wurden und diese erneut leicht angestiegen sind. Aufgrund der gestiegenen Fahrleistungen im Straßenverkehr, wurden 2015 knapp 0,7 Millionen CO2-Äquivalente mehr als im Vorjahr emittiert. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger sagt: „Die Energiewende beginnt zu wirken. Immer mehr Strom stammt aus Sonne, Wind oder Wasser und nicht mehr aus Kohle oder Öl. Das zeigt sich in weiter sinkenden Emissionen.“ Jetzt heiße es aber dranzubleiben und komplett aus der Kohleverstromung auszusteigen. Außerdem biete nur die Elektromobilität die Chance, die Emissionen im Verkehr zu senken.
Auch in der Landwirtschaft seien die Emissionen erneut um 0,5 Prozent gestiegen. Zwar erreiche man immer noch 16 Prozent niedrigere Werte als im Jahr 1990, dennoch habe man fast wieder das Niveau des Jahres 2000 erreicht. Als Hauptursachen nennt das UBA gestiegene Emissionen aus der Bodenkalkung und der Harnstoffdüngung. Im Bereich der industriellen Prozessemissionen hingegen blieben die Treibhausgasemissionen nahezu konstant.
Splittert man die Emissionen nach Treibhausgasen auf, dann dominierten auch im Jahr 2015 mit 87,8 Prozent das Kohlendioxid aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Es folgten Methan mit 6,2 Prozent und Lachgas mit 4,3 Prozent aus der Landwirtschaft.
Gegenüber dem Jahr 1990 beliefen sich die Emissionsminderungen für Kohlendioxid auf 24,7 Prozent, für Methan auf 53,7 Prozent und für Lachgas auf 39,8 Prozent. Die Emissionen von Schwefelhexafluorid und Fluorkohlenwasserstoffen – fluorierte Treibhausgase verfügen über ein sehr hohes Treibhauspotenzial – sanken seit 1995 um 44,9 beziehungsweise 87,8 Prozent, während die Emissionen der halogenierten Fluorkohlenwasserstoffe sogar um 38,2 Prozent angestiegen sind. Ebenfalls gestiegen sind die Emissionen des fluorierten Gases Stickstofftrifluorid um 124,7 Prozent seit dem Jahr 1995. (me)

www.umweltbundesamt.de

Stichwörter: Klimaschutz, UBA

Bildquelle: RainerSturm  / pixelio

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Wuppertal Institut: Energiewende Ruhr gestalten
[26.6.2017] Das Wuppertal Insitut hat einen Fahrplan zur Energiewende im Ruhrgebiet vorgelegt. Jetzt werden Verantwortliche für die Umsetzung gesucht. mehr...
Ein Fahrplan für die Energiewende im Ruhrgebiet.
Online-Broschüre: Klimaaktive Kommune 2016
[15.6.2017] Das Bundesumweltministerium und das Difu haben jetzt eine Online-Broschüre über die Sieger des Wettbewerbs Klimaaktive Kommune 2016 veröffentlicht. mehr...
Die Online-Broschüre Ausgezeichnete Praxisbeispiele ist aus dem Wettbewerb Klimaaktive Kommune entstanden und soll zum Nachahmen anregen.
Serie Kommunales Energie-Management: Schätze heben im Netzwerk
[14.6.2017] Wie können Städte und Gemeinden sowohl Klimaschutzmaßnahmen umsetzen als auch den Gemeindehaushalt entlasten? stadt+werk begleitet das Energieeffizienz-Netzwerk im Enzkreis auf seinem Weg, die Energieeffizienzpotenziale kommunaler Liegenschaften wirtschaftlich zu erschließen. Teil 1 der Serie. mehr...
Treffen des kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk im Enzkreis.
Rhein-Neckar-Kreis: Rekordbeitritt zum Klimapakt
[31.5.2017] Alle Kommunen des Landkreises Rhein-Neckar sind gleichzeitig dem Klimaschutzpakt Baden-Württemberg beigetreten. mehr...
Baden-Württemberg: Bericht klimaneutrale Landesverwaltung
[18.5.2017] Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat jetzt eine Zwischenbilanz zur klimaneutralen Landesverwaltung vorgelegt. Hauptemittenten sind nach wie vor die Landesliegenschaften. Dienstliche Flugreisen sorgen zudem für eine schlechte Bilanz im Mobilitätsbereich. mehr...
Die Zwischenbilanz klimaneutrale Landesverwaltung zeigt, dass die Landesliegenschaften den höchsten Anteil an den CO2-Emissionen aufweisen.

Suchen...

Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
SLT Lichtsysteme GmbH
88677 Markdorf
SLT Lichtsysteme GmbH
regio iT GmbH
52070 Aachen
regio iT GmbH
rku.it GmbH
44629 Herne
rku.it GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH

Aktuelle Meldungen