Donnerstag, 23. März 2017

Designetz:
Startschuss im Berliner Ewerk gefallen


[25.1.2017] Der Startschuss für das SINTEG-Projekt Designetz ist jetzt in Berlin gefallen. Für die Integration der volatilen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien werden Erzeuger, Haushalte und Industrie zu einem virtuellen Kraftwerk vernetzt.

Der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Staatskanzleichef Franz-Josef Lersch-Mense (SPD) hat jetzt im Berliner Ewerk den Startschuss für das Projekt Designetz (wir berichteten) gegeben. In einem virtuellen Kraftwerk soll im Verlauf der kommenden vier Jahre getestet werden, wie der industrielle Ballungsraum Ruhrgebiet mit weiteren Projektschwerpunkten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland die stetig wachsenden Anteile erneuerbarer Energien mit Hilfe innovativer technischer Lösungen in die Energieversorgung der Zukunft integrieren kann.
Minister Lersch-Mense sagte: „Die Energieversorgung der Industrie und von Ballungsräumen mit Millionen Verbrauchern ist eine der zentralen Herausforderungen der deutschen Energiewende. Dazu brauchen wir langfristig verschiedene Flexibilitätsoptionen, zuverlässige Technik, sichere Datenkommunikation und sektorübergreifende Ansätze.“ Designnetz werde hier wichtige Erkenntnisse beisteuern.
Es werde unter anderem erprobt, wie dezentral bereit gestellte Energie aus Sonne und Windkraft für die Versorgung von Lastzentren mit urbanen und industriellen Verbrauchern genutzt werden kann. Die Modellregion bilde dabei eine für Deutschland typische Situation ab, in der sich ländliche Strukturen mit Ballungszentren und Industriestandorten abwechseln.
Um die Versorgung sicher zu gestalten, werden im Rahmen des Projekts Flexibilitätsanfragen von übergeordneten Netzebenen an untergeordnete Netzebenen gesendet. Die untergeordente Netzebene werde im Gegenzug Prognosen des Netzzustands und verfügbare Flexibilitäten an die übergeordnete Netzebene melden.
Hierzu sollen in den drei Bundesländern über 7.000 Haushalte und Daten von rund 140.000 Messsystemen einbezogen werden. Große Industriepartner seien etwa der Industriekonzern evonik und der Aluminiumproduzent trimet, informiert das Land Nordrhein-Westfalen. Der Grund: energieintensive Unternehmen können ihren Strombedarf an die volatile Stromerzeugung anpassen. (me)

www.designetz.de
www.bmwi.de
www.land.nrw

Stichwörter: Smart Grid, Netze, Designetz, SINTEG, Franz-Josef Lersch-Mense, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Rheinland-Pfalz



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Netze | Smart Grid

Mainzer Netztagung 2017: Über den Tellerrand geschaut
[14.3.2017] Die Mainzer Netztagung beschäftigt sich mit den aktuellen Themen der Branche und schaut dabei auch durchaus mal über den Tellerrand hinaus. Schwerpunkte wie Blockchain oder E-Mobility und Netzintegration werden in einer eigenen Rubrik aufgegriffen. mehr...
Siemens /AÜW: Joint Venture für Smart Grids
[27.2.2017] Siemens steigt bei der AÜW-Tochter egrid ein. In dem Joint Venture sollen die Ergebnisse aus zwei gemeinsamen Smart-Grid-Forschungsprojekten vermarktet werden. mehr...
Wildpoldsried im Allgäu: Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen ist fünfmal höher als der Eigenbedarf des Dorfes. Ein Smart Grid tariert das Netz aus.
VSE / EVS: Aufbau eines virtuellen Kraftwerks
[20.2.2017] Die Saarbrücker Unternehmen VSE und EVS bündeln 13 Kläranlagen in einem virtuellen Kraftwerk. Den Strom will VSE als Regelleistung vermarkten. mehr...
Stadtwerke Düsseldorf / RheinEnergie: Regelenergie gemeinsam vermarkten
[13.2.2017] Die Stadtwerke Düsseldorf und RheinEnergie kooperieren bei der Vermarktung von Regelleistung. Je zwei Düsseldorfer und zwei Kölner Großkraftwerke werden dazu in das Virtuelle Kraftwerk des Kölner Energieversorgers eingebunden. mehr...
Studie: Neue Basis für die Netzplanung
[10.2.2017] Laut einer aktuellen Fraunhofer-Studie zur Entwicklung der regionalen Stromnachfrage sinkt der Energieverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2030. Erst danach ist mit einem Anstieg zu rechnen. mehr...

Suchen...

regio iT GmbH
52070 Aachen
regio iT GmbH
Barthauer Software GmbH
38126 Braunschweig
Barthauer Software GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
SLT Lichtsysteme GmbH
88677 Markdorf
SLT Lichtsysteme GmbH

Aktuelle Meldungen