EWFachtagung

Freitag, 28. April 2017

Caterva / Vattenfall:
Gemeinsam Stromspeicher vermarkten


[17.1.2017] Caterva öffnet sein Energie-Management-System für Stromspeicher in Haushalten für Batterie-Großspeicher von Vattenfall Europe Innovation. Auch die Vermarktung weiterer Flexibilität mit kleinerer Leistung ist geplant.

Der Energiekonzern Vattenfall Europe Innovation und die Speicherspezialisten von Caterva kooperieren. Gemeinsam wollen sie das von Caterva entwickelte Energie-Management-System für Stromspeicher weiterentwickeln und sowohl Stromspeicher in Haushalten als auch Batterie-Großspeicher vermarkten. Wie beide Unternehmen mitteilen, füge sich das gemeinsame Vorhaben in das Konzept von Vattenfall ein, Einheiten an unterschiedlichen Standorten für die Teilnahme am Energiemarkt zu erschließen. Anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags sagt Oliver Weinmann, Geschäftsführer von Vattenfall Europe Innovation: „Caterva ist der bisher einzige Anbieter, der Primärregelleistung aus vernetzten Stromspeichern vermarktet, die sich an unterschiedlichen Orten befinden, und gleichzeitig den Betrieb für den Kunden optimiert – und das wirtschaftlich erfolgreich. Diese Erfahrung kommt uns beim Bewirtschaften von virtuellen und realen Batterie-Großspeichern zugute.“ Caterva-Geschäftsführer Markus Brehler ergänzt: „Bei dem Projekt mit Vattenfall können wir Speicher unterschiedlichster Größe kombinieren und vermarkten und zeigen, was multivalente Batteriesysteme leisten können. Das wird der Speicherbewirtschaftung in Deutschland einen entscheidenden Impuls geben.“ Caterva übernimmt mithilfe des selbstentwickelten Energie-Management-Systems die Bewirtschaftung der Stromspeicher. Das System besteht nach eigenen Angaben aus einem so genannten Business Controller in den an verschiedenen Orten stehenden Speichern und aus dem Caterva-Control-Center für die Steuerung der Speicher. Das Betriebssystem laufe bereits seit fast zwei Jahren erfolgreich mit dem Caterva eigenen Speicherverbund und erhalte durch die gemeinsamen Aktivitäten nun kräftigen Zuwachs. Zusätzlich plant Caterva die Vermarktung weiterer Flexibilität mit kleinerer Leistung wie zum Beispiel von Wärmepumpen, kleineren Blockheizkraftwerken oder dem Laden von Elektroautos. Außerdem werde das Energie-Management-System und die Vermarktungsplattform für die Marktzugangsmöglichkeiten Vattenfalls weiterentwickelt. Laut einer Pressemeldung rechnen beide Partner damit, ihr Angebot an Regelleistung in der Anfangsphase um 20 Megawatt jährlich zu steigern. (me)

www.caterva.de
www.vattenfall.de

Stichwörter: Energiespeicher, Caterva, Vattenfall,



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energiespeicher

Stadtwerke Schwäbisch Hall: Speicher für Regelleistung
[18.4.2017] Die Stadtwerke Schwäbisch Hall kaufen ein Batteriespeichersystem zur Vermarktung von Primärregelleistung. mehr...
Schleswig-Holstein: Energiespeicher in der Unterwelt
[18.4.2017] Die Universität Kiel untersucht gemeinsam mit weiteren Forschungseinrichtungen, inwieweit geothermische Speicherpotenziale in das Energienetz Schleswig-Holsteins eingebunden werden können. mehr...
Das Projekt ANGUS untersucht die Nutzung des geologischen Untergrunds als thermischer,  elektrischer und stofflicher Speicher.
Schleswig-Holstein: Land fördert riesigen Stromspeicher
[11.4.2017] In Schleswig-Holstein entsteht ein 50-Megawatt-Energiespeicher, der den Strom aus einem benachbarten Windpark zwischenspeichern wird. Das Land unterstützt das Vorhaben mit zwei Millionen Euro. mehr...
Pumpspeicherkraftwerk Heimbach: Planungen verlangsamt
[11.4.2017] Die Mainzer Stadtwerke haben die Planungen für das Pumpspeicherkraftwerk Heimbach zurückgestellt. Als Grund nennt das Unternehmen die aktuellen politischen Rahmenbedingungen. mehr...
Naturstromspeicher: Neuland betreten Bericht
[29.3.2017] Der weltweit erste Naturstromspeicher entsteht derzeit im baden-württembergischen Gaildorf. Er verbindet Wind- und Wasserkraft und ist besonders wirtschaftlich und umweltschonend. mehr...
Der Naturstromspeicher in Gaildorf kombiniert einen Windpark mit einem Pumpspeicherkraftwerk.