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Donnerstag, 23. März 2017

Hessen:
Erstes Förderprogramm für E-Busse


[13.12.2016] Hessen legt als erstes Bundesland ein spezielles Programm zur Förderung von E-Bussen auf. Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson stellte das Programm auf der Konferenz Elektromobilität in der Kommune vor.

Der hessische Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson hat auf der Konferenz „Elektromobilität in der Kommune“ in Frankfurt am Main ein neues Förderprogramm für E-Busse angekündigt und die Städte zum Einsatz von Elektrobussen aufgerufen. Samson sagte: „Alle größeren Kommunen haben damit zu kämpfen, die Grenzwerte für Luftschadstoffe einzuhalten. Eine sehr wirksame Maßnahme ist, den Verkehr sauberer zu machen. Und das geht am besten mit Elektromobilität.“ Mit seinen festen Routen und seiner hohen Fahrleistung sei der Busverkehr dafür optimal geeignet. Laut dem neuen Förderprogramm übernimmt das Land Hessen ab dem Jahr 2017 40 Prozent der Mehrkosten eines Elektrobusses und 40 Prozent der Kosten der Ladeinfrastruktur. Dafür stünden fünf Millionen Euro zur Verfügung. Wie das hessische Wirtschaftsministerium mitteilt, legt Hessen damit als erstes Land ein spezielles Programm für E-Busse auf. Samson begründete die Initiative mit dem hohen Interesse der kommunalen Verkehrsunternehmen. Allerdings stünden derzeit noch hohe Preise solcher Busse, die fehlende Ladeinfrastruktur und der Mangel an praktischen Erfahrungen einer Einführung entgegen. Über 250 Vertreter von Kommunen, öffentlichen Verkehrsunternehmen, Verbänden und Hochschulen tauschten auf der Konferenz ihre Erfahrungen aus und überlegten, wie man der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen könne. Samson erinnerte unter anderem an die Vorbildfunktion der öffentlichen Verwaltung und hob vereinzelte Projekte besonders lobend hervor. Als beispielhaft bezeichnete Samson etwa ein Projekt der Stadt Offenbach, die an einer S-Bahn-Haltestelle eine Ausleihstation für 15 Pedelecs und zwei E-Autos eingerichtet hat; fünf weitere Stationen sollen mit Unterstützung des Landes entstehen. Darmstadt stelle hingegen bereits seine Buslinien auf den Elektrobetrieb um, Bensheim ersetze seinen städtischen Fuhrpark durch Elektrofahrzeuge und stelle gemeinsam mit dem örtlichen Energieversorger 20 Ladepunkte für Elektroautos bereit. Als weitere Best-Practises nannte Samson den Verein Gemeinsam unterwegs in Cölbe-Schönstadt, der seit dem Jahr 2014 zwei Elektrofahrzeuge zur gemeinschaftlichen Nutzung anbietet, und den Landkreis Marburg-Biedenkopf, der elektromobile Angebote für die Gemeinden Weimar, Fronhausen, Rauschenberg und Lahntal umsetzt. Auch in Nordhessen arbeite der im Januar 2016 gegründete Verein Vorfahrt für Jesberg an umweltfreundlichen Alternativen. (me)

wirtschaft.hessen.de

Stichwörter: Elektromobilität, Hessen, Frankfurt am Main, Offenbach, Darmstadt, Cölbe-Schönstadt, Marburg-Biedenkopf



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