Freitag, 15. Dezember 2017

Nordrhein-Westfalen:
Hälfte der Wärme mit Erdwärme decken


[2.12.2016] Dass die Hälfte des Wärmebedarfs Nordrhein-Westfalens mit Erdwärme gedeckt werden kann, sagte der Landesumweltminister Johannes Remmel zur Eröffnung des diesjährigen Geothermiekongresses in Essen.

Prominenz auf dem Geothermiekongress in Essen: Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) hat den diesjährigen Geothermiekongress (29. November bis 1. Dezember 2016, Essen) eröffnet. In der Geothermie sieht er eine ideale Gelegenheit, den Strukturwandel im Ruhrgebiet produktiv zu nutzen. Während seiner Eröffnungsrede rückte er vor allem das Potenzial ehemaliger Bergwerke in den Fokus: „Durch oberflächennahe Geothermieanlagen kann ihre Wärme sinnvoll genutzt werden. Insgesamt könnte in Nordrhein-Westfalen rund die Hälfte der benötigten Wärme aus Erdwärme bereitgestellt werden.“ Der Branchentreff bot mit einem Workshop-Tag und zwei Kongresstagen auch in diesem Jahr ein umfangreiches Programm für Wissenschaftler, Kommunalvertreter und Unternehmer (wir berichteten). Wie der Bundesverband Geothermie mitteilt, konnte das wissenschaftliche Komitee unter Leitung von Professor Horst Rüter aus deutlich über 100 Vortragseinreichungen auswählen. Schirmherr der Veranstaltung war Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), Hauptsponsor die EnergieAgentur.NRW. Die Vorträge wurden in englischer Sprache gehalten. Erwin Knapek, Präsident des Bundesverbands Geothermie, sagte: „Der Blick über den Tellerrand ist wichtig. Die Geothermie ist eine Technologie, die weltweit einsatzfähig ist. Um das Klima und die Umwelt zu schützen, wollen wir daher mit internationalen Fachleuten eng zusammenarbeiten.“ Programm-Highlights waren folglich der polnische Geothermiemarkt sowie die Verleihung der Patricius Medaille an Professor Manfred Hochstein, der weltweit Lagerstätten explorierte und heute in Neuseeland forscht. Sebastian Homuth und sein Team vom Bauunternehmen Züblin haben dagegen den Innovationspreis für die Weiterentwicklung der Imlochhammerbohrtechnik für mitteltiefe Geothermie erhalten. Dank eines neu entwickelten Spülungsaufbereitungssystems ermöglicht die Technik Bohrarbeiten auch auf besonders engem Raum. Wie der Bundesverband bekannt gab, findet der Deutsche Geothermiekongress 2017 vom 12. bis 14. September in der BMW-Welt in München statt. (me)

www.geothermie.de

Stichwörter: Geothermie, Geothermiekongress 2016, Essen, Johannes Remmel, Erwin Knapek

Bildquelle: Bundesverband Geothermie

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Geothermie

Aachen: Thermalquelle heizt Gebäude
[24.11.2017] Eine heiße Quelle heizt nun Gebäude im Aachener Stadtteil Burtscheid. Im Endausbau sollen fast fünf Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr per Wärmetauscher gewonnen werden. mehr...
Quellraum der Landesbadquelle, die nun für die Wärmeversorgung genutzt wird.
Stadtwerke München: Kooperation mit IEP
[22.11.2017] Die Stadtwerke München und das Unternehmen IEP, eine Tochtergesellschaft der Gemeinde Pullach, wollen ihre Fernwärmenetze verbinden und gemeinsam Projekte der Tiefen Geothermie entwickeln. mehr...
Helge-Uve Braun (l.), Technischer Geschäftsführer der SWM, und Helmut Mangold, Geschäftsführer IEP, unterzeichnen die Absichtserklärung.
GeoTHERM 2018: Simultandolmetschen inklusive
[18.10.2017] In internationaler Atmosphäre trifft sich auch im kommenden Jahr die Geothermiewelt in Offenburg (1. - 2. März 2018) zur Kongressmesse GeoTHERM. mehr...
Praxisforum Geothermie.Bayern: Nachbericht 2017
[2.10.2017] Wirtschaftlichkeit und Risikominimierung waren unter anderem Thema des Praxisforums Geothermie.Bayern. Die Vorträge zu der von Enerchange organisierten Veranstaltung können nun im Internet heruntergeladen werden. Interessierte können sich außerdem bereits für das Praxisforum im Oktober 2018 anmelden. mehr...
Alle Vorträge des Praxisforum Geothermie.Bayern 2017 können über die Website zur Veranstaltung bezogen werden.
Neubrandenburg: Niedertemperaturen im Bestand
[19.9.2017] Dass eine Umstellung von Einzelfeuerstätten oder Hochtemperaturfernwärme auf Niedertemperaturen aus Tiefer Geothermie möglich ist, soll jetzt ein Projekt in Neubrandenburg zeigen. Gefördert wird es vom Bundesumweltministerium mit über vier Millionen Euro. mehr...

Suchen...

 Anzeige

e-world
Barthauer Software GmbH
38126 Braunschweig
Barthauer Software GmbH
rku.it GmbH
44629 Herne
rku.it GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
Sterr-Kölln mbH
79110 Freiburg
Sterr-Kölln mbH

Aktuelle Meldungen