Freitag, 28. April 2017

EnBW:
Gas statt Kohle in Gaisburg


[1.12.2016] Über 75 Millionen Euro investiert der Konzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) in ein neues Gas-Heizwerk mit Wärmespeicher und einer gekoppelten KWK-Anlage.

EnBW kann die Pläne zur grundlegenden Modernisierung des Kraftwerksstandort in Stuttgart-Gaisburg realisieren. EnBW kann die Pläne zur grundlegenden Modernisierung des Kraftwerksstandorts in Stuttgart-Gaisburg realisieren. Wie der baden-württembergische Energiekonzern mitteilt, haben sowohl der Vorstand als auch der zuständige Ausschuss des EnBW-Aufsichtsrats die notwendigen Mittel in Höhe von über 75 Millionen Euro freigegeben. Herzstück des Neubaus ist ein modernes Gas-Heizwerk mit einer Wärmeleistung von bis zu 210 Megawatt. Die Anlage leistet laut EnBW einen wichtigen Beitrag zur Fernwärmeversorgung für Stuttgart und das Neckartal. Als Ergänzung des Fernwärmesystems wird ein fast 40 Meter hoher Wärmespeicher gebaut, in dem bis zu 300 Megawattstunden Wärmeenergie zwischengelagert und wieder abgegeben werden können. Rechnerisch könne dieser Pufferspeicher die Stadt Stuttgart bis zu 15 Stunden lang mit Fernwärme versorgen. Dritter Baustein des Projekts ist eine Anlage zur Kraft-Wärme-Kopplung mit einer Leistung von insgesamt 30 Megawatt Wärme und 30 Megawatt Strom (wir berichteten). Wie EnBW weiter mitteilt, arbeiten sowohl das Heizwerk als auch die KWK-Anlage hocheffizient: Der Nutzungsgrad der eingesetzten Energie betrage bis zu 90 Prozent. Das Gesamtkonzept biete zudem die Möglichkeit, künftig auch erneuerbare Energien, etwa Solarthermie oder Abwärme, in das System zu integrieren und eine Verknüpfung von Nah- und Fernwärme herzustellen. EnBW-Vorstand Hans-Josef Zimmer erklärt: „Mit dem Neubau investieren wir nicht nur langfristig in die moderne Fernwärmeversorgung für Stuttgart und das Neckartal. Durch die Umstellung von Kohle auf Gas leisten wir gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz in der Landeshauptstadt.“ (al)

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www.enbw.com/gaisburg

Stichwörter: Kraft-Wärme-Kopplung, EnBW,

Bildquelle: EnBW AG

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