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Freitag, 15. Dezember 2017

Geothermiekongress 2016:
Internationale Forschung im Brennpunkt


[25.11.2016] Professor Manfred Hochstein von der Universität Auckland hält die Keynote im Eröffnungsblock des Geothermiekongresses 2016. Er gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet und erforscht seit über 50 Jahren die Geothermie weltweit.

Vom 30. November bis zum 1. Dezember 2016 veranstaltet der Bundesverband Geothermie den diesjährigen Geothermiekongress im Haus der Technik in Essen. Der nordrhein-westfälische Klimaschutzminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) wird noch vor dem Präsidenten des Bundesverbands Erwin Knapek sprechen. Die Keynote im Eröffnungsblock wird Professor Manfred Hochstein von der Universität Auckland (Neuseeland) halten. Hochstein stellt in seinem Vortrag die vulkanischen Geothermiesysteme Indonesiens vor. Während vulkanische Strukturen hierzulande eine Ausnahme bilden, stellen sie in Indonesien die wesentliche Grundlage für die Nutzung geothermischer Energie dar. Hochstein wird aktuellste Forschungsergebnisse insbesondere zur Typologie und Klassifizierung dieser Systeme vorstellen. Die zahlenmäßig größte Gruppe bilden hier Erdwärmeanlagen. Sie nutzen die advektiven Wärmeströme in jungen Strato-Vulkanen und zwar sowohl in deren hochgelegenen Flanken als auch im Vorland von Vulkanen mit steilem Relief. Die zweite Gruppe umfasst konvektive Systeme an niedrigeren Vulkanen. Hinzu kommen Geothermievorhaben an komplexen Schichtvulkanen und in ausgedehnten Kraterregionen. Wie der Bundesverband Geothermie mitteilt, erforscht der studierte Geophysiker, Geologe und Physiker seit 50 Jahren die Geothermie auf der ganzen Welt. Von Deutschland zog es Hochstein zu Studien in die USA und die Antarktis, später arbeitete er an verschiedenen Forschungseinrichtungen in Neuseeland. Er ist Mitbegründer des Geothermischen Instituts an der Universität Auckland, dass er von 1980 bis 1991 leitete. Als Berater begleitete er zahlreiche internationale Vorhaben wie die Projekte des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) in Chile, El Salvador, Nicaragua, Kenia, Äthiopien und China. Am ersten Kongresstag verleiht der Bundesverband Geothermie außerdem die Patricius Medaille und den Innovationspreis. Am zweiten Kongresstag erläutern Remmel und Knapek sowie Beata Kepinska von der polnischen Geothermiegesellschaft in Krakau die aktuelle Situation der Branche, die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Erdwärme, die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen sowie aktuelle Forschungsthemen. Des Weiteren stellt Waldemar Müller-Ruhe, geschäftsführender Gesellschafter des Bohrunternehmens H. Angers Söhne, aktuelle Entwicklungen in der Bohrtechnik vor. (me)

www.geothermie.de

Stichwörter: Geothermie, Bundesverband Geothermie, Geothermiekongress 2016, Manfred Hochstein, Johannes Remmel, Erwin Knapek, Beata Kepinska



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