Donnerstag, 27. April 2017

Gesetzgebung:
DigiNetzG betrifft Netzbetreiber


[26.9.2016] Das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze hat Auswirkungen auf Betreiber von Energienetzen. Sie müssen ihre Infrastrukturen für Telekommunikationsunternehmen öffnen.

Der Bundesrat hat am Freitag vergangener Woche (23. September 2016) das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG) verabschiedet. Laut dem Gesetz dürfen Telekommunikationsanbieter für den Breitband-Ausbau auch passive Infrastrukturen von Energienetzbetreibern mitnutzen. Dazu zählen maßgeblich Leerrohre, aber auch weitere Komponenten wie Einstiegsschächte, Verteilerkästen oder Gebäude. Ein einfacher Antrag reicht aus, damit der Netzbetreiber im betroffenen Netzgebiet Auskunft erteilen muss. Eine Mitnutzung kann er nur ablehnen, wenn er hierfür eng definierte triftige Gründe darlegt. Das Aachener Beratungsunternehmen BET empfiehlt deshalb den Netzbetreibern, sich darauf vorzubereiten. Olaf Unruh, Bereichsleiter Netzberatung bei BET, sagt: „Besonders die Netzbetreiber in Stadtgebieten müssen sich auf eine Anzahl von Anträgen einstellen, die kurzfristig zu bearbeiten sind. Und auch darauf, ein angemessenes Mitnutzungsentgelt berechnen zu können.“ BET-Geschäftsführer Wolfgang Zander ergänzt: „Das DigiNetzG gibt Anlass, die Positionierung zum Thema Breitband-Ausbau zu überprüfen: Soll man nur die Pflichtaufgabe erfüllen, passive Infrastrukturen zur Verfügung zu stellen oder will man eine aktive Rolle einnehmen, sei es als Errichter und Eigentümer, Breitbandnetzbetreiber oder Diensteanbieter.“ (al)

Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze – DigiNetzG (PDF, 73 KB) (Deep Link)
www.bet-aachen.de

Stichwörter: Breitband, BET, DigiNetzG



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Breitband

BREKO: Handelsplattform für Glasfaser
[26.4.2017] Um den Glasfaser-Ausbau in Deutschland voranzubringen, will der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) eine webbasierte Handelsplattform starten. Sie soll Angebot und Nachfrage zusammenführen und steht allen Marktteilnehmern offen. mehr...
Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) plant eine webbasierte Handelsplattform für ultraschnelle Glasfaseranschlüsse.
Keymile: Effizient zum optischen Glasfasernetz
[26.4.2017] Mit dem so genannten MileGate 3510 erweitert Keymile sein Lösungsangebot für passive optische Netze. Die Lösung soll Betreibern von Breitband-Netzen den kosteneffizienten Aufbau von Glasfasernetzen ermöglichen. mehr...
Der so genannte MileGate 3510 von Keymile soll es ermöglichen, neue optische Glasfasernetze kosteneffizient aufzubauen.
Herten: WLAN-Netz in Betrieb genommen
[10.4.2017] Die Innenstadt im nordrhein-westfälischen Herten ist ab sofort freie Internet-Zone. Realisiert wurde das WLAN-Netz von den Stadtwerken Herten. mehr...
In der Hertener Innenstadt kann jetzt kostenlos gesurft werden.
Bochum: Ruhr-Metropole wird Gigabit-City
[24.3.2017] Stadt und Stadtwerke Bochum wollen gemeinsam mit dem Kabelnetzbetreiber Unitymedia ein Gigabit-Netz aufbauen. Bis Ende 2018 sollen Highspeed-Internet-Anschlüsse flächendeckend in der Ruhr-Metropole verfügbar sein. mehr...
Die Initiative Gigabit-City Bochum wurde auf der CeBIT vorgestellt.
Herten: Freies Surfen in der Innenstadt
[2.3.2017] Die Hertener Innenstadt geht online. Ende März dieses Jahres installieren die Hertener Stadtwerke die WLAN-Hotspots in der Fußgängerzone. mehr...

Suchen...

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Breitband:

Aktuelle Meldungen