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Donnerstag, 23. März 2017

Energiepflanzen:
Szarvasi bei Anbauversuchen vorne


[20.9.2016] Welche Energiepflanzen wachsen besonders gut auf Trockenstandorten? Dieser Frage sind die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf nachgegangen. Das Ergebnis: Die Riesenweizengras-Sorte Szarvasi erbrachte die höchsten Methan-Hektar-Erträge.

Die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf haben in den Jahren 2011 bis 2015 ertragreiche Energiepflanzen für Trockenstandorte und damit mögliche Mais-Alternativen identifiziert. Für den Landwirt ist die entscheidende Größe der Methan-Hektar-Ertrag. In Bezug auf diese Größe schnitten in den Versuchen vor allem die Riesenweizengras-Sorte Szarvasi und mit ähnlich guten Ergebnissen der Weizengras-Stamm FF 01-GS sowie die Rohrschwingelsorte Lipalma ab. Sie erzielten ähnlich gute oder sogar bessere Ergebnisse als Mais. Außerdem wurden Szarvasi und die Durchwachsene Silphie in einem Wasserschutzgebiet auf ihr Stickstoff-Rückhaltevermögen getestet. Das Ergebnis: Beide Kulturen können durch ihr ausgeprägtes Wurzelwerk Stickstoff speichern und so Nitrateinträge ins Grundwasser besser verhindern als intensive Kulturen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat das Vorhaben über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe gefördert. Im Rahmen eines Unterauftrags ermittelte die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen außerdem das ideale Schnittregime für Riesenweizengras. Die Forscher empfehlen hier eine zweischnittige Nutzung mit einer durchschnittlichen Stoppelhöhe von zehn Zentimetern. (me)

fnr.de

Stichwörter: Bioenergie, Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf, Szarvasi, Energiepflanzen, FNR



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