Montag, 21. August 2017

Mainova:
Mainunterquerung für Fernwärme


[9.2.2016] Der Energieversorger Mainova startet eine außergewöhnliche Baumaßnahme: ein Tunnel unter dem Main soll künftig zwei Heizkraftwerke verbinden und diese zu einem Fernwärmeverbund verknüpfen.

Die Taufe des Bohrers für die Untertunnelung des Mains. Das Energieunternehmen Mainova baut einen 300 Meter langen Tunnel unter dem Main. Der Tunnel soll vom Gelände des Frankfurter Universitätsklinikums am Niederräder Ufer zehn Meter unter der Mainsohle hindurch bis zum gegenüberliegenden Ufer im Gutleutviertel führen. Zwei Fernwärmeleitungen, eine für den Vor- und eine für den Rücklauf, werden später in der Röhre mit einem Durchmesser von drei Metern verlegt. Wie Mainova mitteilt, verbindet die Trasse damit die Mainova-Heizkraftwerke Niederrad und West. Eine fast 13 Meter lange und 123 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine mit 430 PS soll sich dazu circa 16 Meter pro Tag durch den Frankfurter Untergrund fressen. Diese wurde jetzt nach der Projektmitarbeiterin Ferwärmeausbau Selina Schad feierlich auf den Namen Selina getauft. Der Tunnel aus Stahlbetonrohren soll bereits nach drei Wochen die Zielbaugrube am Nordufer des Mains erreichen; die Kosten für den Bauabschnitt wurden mit zehn Millionen Euro vereinbart. Der Mainova-Vorstandsvorsitzende Constantin H. Alsheimer sagt: „Die Mainunterquerung ist eine der außergewöhnlichsten Baumaßnahmen in der Geschichte von Mainova. Durch die Verbindung ermöglichen wir einen Fernwärmeverbund vom Müllheizkraftwerk Nordweststadt bis in den Süden der Stadt.“ Dies ermögliche, zukünftig die Auslastung der Kraftwerke zu optimieren und den Einsatz effizienter zu gestalten. Insgesamt wolle man jährlich 100.000 Tonnen CO2 durch den Fernwärmeausbau einsparen. (me)

www.mainova.de

Stichwörter: Fernwärme, Mainova, Frankfurt am Main

Bildquelle: Mainova

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fernwärme

AWG Sternberg/WEMAG: Kooperation für Wärme
[15.8.2017] Die Wohnungsgenossenschaft AWG Sternberg und der Schweriner Energieversorger WEMAG haben eine neue Gesellschaft zur Umsetzung von Wärme-Projekten gegründet. mehr...
Heizungsbaumeister Lars Ost prüft auf dem Dach die gerade angelieferten Bauteile für die Solaranlage.
Mainova: Neuer Wärmeverbund in Betrieb
[11.8.2017] Vor rund zehn Jahren kam die Idee für einen Fernwärmeverbund in Frankfurt auf, jetzt wurde das neue System in Betrieb genommen. Durch die Verknüpfung dreier isolierter Fernwärmenetze können die Heizkraftwerke künftig flexibler betrieben und damit CO2-Emissionen eingespart werden. mehr...
Finanzstaatssekretärin Bernadette Weyland nimmt gemeinsam mit der Führungsriege von Mainova das neue Fernwärmeverbundsystem in Betrieb.
Stuttgart: Wärmeversorgung im Olga-Areal
[8.8.2017] Das zweite Energiekonzept für das Olga-Areal in Stuttgart liegt vor. Demnach sollen vier Baugebiete mit insgesamt 224 Wohnungen an ein Nahwärmenetz angeschlossen werden. Dieses wird von einem Blockheizkraftwerk gespeist. mehr...
Wärmenetze: Neue Entwicklungen senken Kosten Bericht
[28.7.2017] Technische Fortschritte, Fördergelder und Initiativen sollen die Wärmewende hierzulande voranbringen. Dabei lohnt sich ein Blick nach Dänemark, das Erfolgsgeschichte im Bereich Fernwärme schreibt. mehr...
Solarwärmeanlage Silkeborg: In Dänemark sind zahlreiche solarthermische Großanlagen installiert.
Berlin: Fernwärme bleibt bei Vattenfall
[4.7.2017] Das Land Berlin hat eine herbe Niederlage vor dem Verwaltungsgericht Berlin erlitten. Dieses hat entschieden, dass Berlin keinen Anspruch auf die Herausgabe des von Vattenfall Europe Wärme betriebenen Fernwärmenetzes hat. mehr...

Suchen...

Arvato Systems
33333 Gütersloh
Arvato Systems
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
KIRCHNER INGENIEURE
31655 Stadthagen
KIRCHNER INGENIEURE
A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH

Aktuelle Meldungen