Stadtwerke Rostock:
Vom Gaswerk zur Sonnenenergie


[9.10.2017] Auf dem ältesten Energieerzeugungsstandort Rostocks haben die Stadtwerke jetzt die drittgrößte Photovoltaikanlage der Hansestadt in Betrieb genommen. Damit soll das ehemalige Gaskraftwerksgelände ökologisch wiederbelebt werden.

Feierliche Inbetriebnahme des neuen Rostocker Photovoltaikkraftwerks. Die Stadtwerke Rostock haben jetzt auf dem ersten Energieerzeugungsstandort Rostocks die drittgrößte Photovoltaikanlage der Hansestadt in Betrieb genommen. Oliver Brünnich, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Rostock, sagt: „Wir setzen damit ein weiteres Signal für die Energiewende vor Ort, für den Weg der Stadtwerke hin zum Ausbau der umweltfreundlichen Energieerzeugung.“
Die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Gelände des Gaswerks begannen im Juli 2017. Die Solarmodule produzieren auf einer Gesamtfläche von 8.000 Quadratmetern von nun an 740 Megawattstunden Strom pro Jahr. Wie die Stadtwerke melden, entspricht dies dem durchschnittlichen Verbrauch von 231 Haushalten oder der Energiemenge, die nötig wäre, um die Erde 142 Mal mit einem E-Golf zu umrunden oder 5,7 Millionen Kilometer zu fahren. Pro Jahr spare die Photovoltaikanlage 339 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein.
Auf dem Gelände in der Bleicherstraße habe die Gasanstalt im Jahr 1856 die Produktion für die Straßenbeleuchtung der Hansestadt aufgenommen – damals noch für 25.000 Einwohner. Im Zuge der Stadtentwicklung sei das Gaskraftwerk in den Jahren 1908 und 1915 erweitert worden, bis es fünf Jahre nach einem schweren Brand mit großen Schäden in der Ölspaltungsanlage im Jahr 1968 stillgelegt wurde. Die 1990 gegründeten Stadtwerke Rostock nahmen die Anlage endgültig außer Betrieb, 2008 erfolgte der Abriss. Das über die Jahre in Anspruch genommene Gaswerk-Areal wurde mit einer doppelten Spundwand saniert. Jetzt – so die Stadtwerke – soll der historische Ort mit der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage modern und ökologisch wiederbelebt werden. (me)

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Stichwörter: Solarthermie, Photovoltaik, Stadtwerke Rostock

Bildquelle: Joachim Kloock

       


Quelle: www.stadt-und-werk.de